Sparen für die Enkel
Montag, 30. Januar 2012, 11:42 Uhr
Viele Großeltern wollen ihren Enkelkindern finanziell unter die Arme greifen und Geld für die Ausbildung, den Führerschein oder das erste Auto zur Seite legen. Ein neues kostenfreies Faltblatt der Verbraucherzentrale Thüringen erklärt, worauf dabei zu achten ist...
Damit Großeltern die richtige Wahl bei der Geldanlage treffen, müssen zunächst einige Fragen geklärt werden, wie:
Für Großeltern, die regelmäßig sparen möchten und die auf Sicherheit bedacht sind, eignen sich besonders Banksparpläne. Sie bieten häufig bessere Renditen als Bundesschatzbriefe und dürften langfristig auch besser abschneiden als viele Rentenfonds.
Vorsicht bei Ausbildungsversicherungen als besonderer Form der kapitalbildenden Lebensversicherung. Sie sind teuer und unflexibel. Die Ablaufleistung wird in der Regel erst zum vereinbarten Vertragsende ausgezahlt, auch wenn der versicherte Eltern- oder Großelternteil während der Vertragslaufzeit stirbt. Die Verbraucherzentrale Thüringen rät von solchen Mischformen zwischen Sparen und Versichern ab, so Eckehard Balke, Fachberater Finanzdienstleistungen. Durch hohe Provisionen, Verwaltungs- und auch Risikokosten geht bei diesen Kombinationen viel Geld verloren, statt sich zu vermehren.
Fondssparpläne sind einerseits eine sehr flexible Geldanlage, können unter Umständen aber auch zu Verlusten führen. Werden Fondssparpläne ins Auge gefasst, sollten sich Anleger mit Fondsanlagen auskennen und genau über die Höhe der Kosten informieren und beraten lassen.
Bundeswertpapiere hingegen bieten hohe Sicherheit, da der Staat für die Rückzahlung haftet. Es gibt Produkte mit unterschiedlichen Laufzeiten, angefangen von der Tagesanleihe und Finanzierungsschätzen (ein oder zwei Jahre) über Bundesschatzbriefe (sechs oder sieben Jahre) bis zu Bundesobligationen und –anleihen (fünf bis zehn Jahre).
Den richtigen Umgang mit Geld und das Sparen können die Enkel am besten erlernen, wenn sie die Sparform verstehen. Dazu eignet sich nach Ansicht der Verbraucherzentrale Thüringen besonders das Tagesgeldkonto. Es ist unkompliziert und ohne Risiko. Hier kann der Enkel jederzeit nachsehen, wie viel Geld angespart wurde
Bevor sich Großeltern für eine bestimmte Anlage entscheiden, sollten sie auch gründlich überlegen, auf welchen Namen sie den Vertrag abschließen möchten - auf ihren Namen oder auf den Namen der Enkel oder deren Eltern. Die Auswahl des Vertragspartners ist eine wichtige Entscheidung, denn sie kann bspw. Auswirkungen auf die Abgeltungssteuer, den Kindergeldanspruch, die beitragsfreie Familienversicherung des Enkels in der gesetzlichen Krankenversicherung oder den späteren BAföG-Anspruch des Enkels haben
Mehr Informationen zum Pro und Contra einzelner Anlageformen gibt es im kostenfreien Faltblatt, das in allen Verbraucherberatungsstellen ausliegt oder als Download abgerufen werden kann.
Im Rahmen einer Spezialberatung kann man sich zu diesem Thema auch persönlich bei der Verbraucherzentrale Thüringen beraten lassen. Termine können vereinbart werden unter 0361 55514-0 oder in jeder Verbraucherberatungsstelle.
Autor: nnzDamit Großeltern die richtige Wahl bei der Geldanlage treffen, müssen zunächst einige Fragen geklärt werden, wie:
- Wofür und wie soll Geld angelegt werden?
- Wie lange soll gespart werden?
- Soll ein einmaliger Geldbetrag oder wiederkehrende Beträge erzielt werden?
- Wie flexibel soll das Geld angespart und darauf zugegriffen werden?
- Ist man bereit, ein Verlustrisiko zu tragen?
- Auf welchen Namen soll angespart werden?
Für Großeltern, die regelmäßig sparen möchten und die auf Sicherheit bedacht sind, eignen sich besonders Banksparpläne. Sie bieten häufig bessere Renditen als Bundesschatzbriefe und dürften langfristig auch besser abschneiden als viele Rentenfonds.
Vorsicht bei Ausbildungsversicherungen als besonderer Form der kapitalbildenden Lebensversicherung. Sie sind teuer und unflexibel. Die Ablaufleistung wird in der Regel erst zum vereinbarten Vertragsende ausgezahlt, auch wenn der versicherte Eltern- oder Großelternteil während der Vertragslaufzeit stirbt. Die Verbraucherzentrale Thüringen rät von solchen Mischformen zwischen Sparen und Versichern ab, so Eckehard Balke, Fachberater Finanzdienstleistungen. Durch hohe Provisionen, Verwaltungs- und auch Risikokosten geht bei diesen Kombinationen viel Geld verloren, statt sich zu vermehren.
Fondssparpläne sind einerseits eine sehr flexible Geldanlage, können unter Umständen aber auch zu Verlusten führen. Werden Fondssparpläne ins Auge gefasst, sollten sich Anleger mit Fondsanlagen auskennen und genau über die Höhe der Kosten informieren und beraten lassen.
Bundeswertpapiere hingegen bieten hohe Sicherheit, da der Staat für die Rückzahlung haftet. Es gibt Produkte mit unterschiedlichen Laufzeiten, angefangen von der Tagesanleihe und Finanzierungsschätzen (ein oder zwei Jahre) über Bundesschatzbriefe (sechs oder sieben Jahre) bis zu Bundesobligationen und –anleihen (fünf bis zehn Jahre).
Den richtigen Umgang mit Geld und das Sparen können die Enkel am besten erlernen, wenn sie die Sparform verstehen. Dazu eignet sich nach Ansicht der Verbraucherzentrale Thüringen besonders das Tagesgeldkonto. Es ist unkompliziert und ohne Risiko. Hier kann der Enkel jederzeit nachsehen, wie viel Geld angespart wurde
Bevor sich Großeltern für eine bestimmte Anlage entscheiden, sollten sie auch gründlich überlegen, auf welchen Namen sie den Vertrag abschließen möchten - auf ihren Namen oder auf den Namen der Enkel oder deren Eltern. Die Auswahl des Vertragspartners ist eine wichtige Entscheidung, denn sie kann bspw. Auswirkungen auf die Abgeltungssteuer, den Kindergeldanspruch, die beitragsfreie Familienversicherung des Enkels in der gesetzlichen Krankenversicherung oder den späteren BAföG-Anspruch des Enkels haben
Mehr Informationen zum Pro und Contra einzelner Anlageformen gibt es im kostenfreien Faltblatt, das in allen Verbraucherberatungsstellen ausliegt oder als Download abgerufen werden kann.
Im Rahmen einer Spezialberatung kann man sich zu diesem Thema auch persönlich bei der Verbraucherzentrale Thüringen beraten lassen. Termine können vereinbart werden unter 0361 55514-0 oder in jeder Verbraucherberatungsstelle.
