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Ema in Nordhausen

Freitag, 27. Januar 2012, 10:37 Uhr
Nachdem sie in der letzten Woche Rosas Europäisches Freiwilligenjahr kennenlernen durften, möchten wir Ihnen natürlich nicht das von Ema vorenthalten. Denn auch sie hat als Freiwillige im JugendSozialwerk ein erfahrungsreiches Jahr erlebt...

Zu Gast in Nordhausen (Foto: privat) Zu Gast in Nordhausen (Foto: privat)

„Dobar den!“ Mein Name ist Emilija Ristovska. Ich komme aus Macedonia, aus Skopje und bin Dipl. Textil Ingenieur vom Beruf. Ich wohne fast ein Jahr im thüringischen Nordhausen und ich mache hier meinen EVS-European Voluntary Service. Ich arbeite im Jugendgäste- und Bildungshaus Rothleimmühle und mache kreative Workshops mit Kindern und Jugendliche.

Nach meinem Studium wollte ich etwas neues erleben und ich habe von Europäischen Freiwilligendienst kurz „EFD“ gehört (gefördert vom Programm JUGEND IN AKTION) und dann nach Projekten gesucht. Es war mir klar, dass ich kreative Projekte machen möchte, weil ich schon viele Erfahrungen in diesem Fach gehabt habe.

Als ich hier gekommen bin, war ich sehr gespannt wie wird das Leben hier sein. Ich komme aus der Hauptstadt und hier in Nordhausen das Leben ist sehr ruhig. Aber ziemlich schnell habe ich daran gewöhnt. Mein einziges Angst war gegen der Sprache. Ich begann meines Dienst mit Grundkenntnissen in Deutsch, und konnte ich diese während meines Dienstes wesentlich verbessern. Jetzt nach einem Jahr kann ich sagen, dass ich besser spreche, als ich nie erwartet habe.

Meine erste Zeit war ich im Haus Mobilè. Dort habe ich viele kreative Angebote mit Kindern gehabt, zum Beispiel Töpferkurs, Batiken, Ytong Stein und Filzen. Wir hatten an viele Festivalen teilgenommen und dort haben wir mit Kindern gebastelt und die Kinder geschminkt. Manchmal haben wir in die Kinder in kleinen Dörfern in der Region von Nordhausen besucht, und die gleiche Aktionen gemacht. Leider nach sechs Monaten wurde das Haus Mobilé geschlossen und wir sind mit in die Rothleimmühle gezogen. Und danach habe ich dort weitergearbeitet. Dann war ich dort die kreative Ema, die mit kreativen Aktionen weiter arbeitete. Ich habe vielen Kindern beigebracht Schmuck zu selbst zu machen.

Zu Gast in Nordhausen (Foto: privat) Zu Gast in Nordhausen (Foto: privat)

Im letzen halben Jahr habe ich weitere Kreativangebote unternommen. Für eine Kinder TV Serie im KIKA "Schloss Einstein" habe ich der Bühnengestaltung gebastelt. Danach für ein Theaterstück "Klassenreise zur Musik" in Zusammenarbeit mit Rolf Zuckowski entwarf ich alle Kostüme genäht habe ich sie auch. Das war die beste Erfahrung für mich, weil ich vom Beruf Textile Ingenieur bin.

Ich bin sehr zufrieden mit alles was ich erreicht habe, aber alleine konnte ich das nicht schaffen. Meine Kollegen von RTM waren sehr nett und sie haben mir immer geholfen. Besonders Rosa auch eine Europäische Freiwillige aus Spanien hat mich viel unterstützt.

Dieses ganze Jahr war sehr positive Erfahrung für mich. Ich habe wunderschöne Leute kennengelernt. Meine Mitbewohnerinnen waren wie eine Familie für mich und die Beziehung wird Lebenslang anhalten. In unserer Freizeit sind wir zusammen gereist, haben viele Städte besucht. Ich habe schöne Erinnerungen gesammelt und ich werde mich immer erinnern.

Jetzt wenn alles schon vorbei ist, und ich habe nur eine Woche Zeit hier, fühle ich mich so komisch. Auf einer Seite sehr traurig, weil dieser Teil meines Lebens am Ende ist, aber anderseit bin ich glücklich etwas neues wieder anzufangen. Ich werde in Berlin als Praktikantin in einem Modestudio arbeiten.

Ich empfehle alle junge Leute: „Macht einen EFD. Es ist die beste Erfahrung!“
Emilija Ristovska
Autor: nnz

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