Breites Band und mehr
Donnerstag, 26. Januar 2012, 12:50 Uhr
In der jüngsten Kreistagssitzung hatten die beiden bündnisgrünen Kandidaten John Dauert und Christian Darr die Einwohnerfragestunde genutzt, um die Bürgerinnen und Bürger über die Situation der Breitbandversorgung im Landkreis zu informieren. Inzwischen ist die vollständige Antwort aus dem Landratsamt eingetroffen...
Zudem liege ein aktueller Bericht der Landesregierung zum Thema Breitband inzwischen vor. Für die zukünftige Entwicklung unserer Region sind schnelle Internetanbindungen eine Voraussetzung sagt John Dauert. Für Investoren sei eine leistungsfähige Infrastruktur vor Ort eine Grundbedingung, daher müsse man den Ausbau in den nächsten Jahren weiter vorantreiben. Derzeit gebe es aber besonders in den westlichen und östlichen Teilen des Landkreis noch zu viele weiße Flecken.
Gemeint sind damit Orte, die nicht über schnelle Anbindungen verfügen. Darüber hinaus sehen die grünen Kandidaten im gesamten Landkreis erhöhten Handlungsbedarf: Auch aus der Antwort des Landratsamtes geht hervor das mögliche Downloadraten von 2 Mbit/s schon in naher Zukunft nicht mehr genügen werden. erklärt Christian Darr.
Den weiteren Ausbau der LTE-Technologie halten sie nur in Ausnahmefällen für sinnvoll: Wenn im Umkreis von bis zu 8 km sich 400 bis 600 Nutzer sich eine mit 50 Mbit/s angebundene Funkzelle teilen müssen kommt beim einzelnen Nutzer nicht mehr viel an, erläutert John Dauert. Für ihn haben daher andere Technologien den Vorrang: Kabelgebundene Lösungen wie der Glasfaserausbau sind für die zukünftigen Bandbreiten besser geeignet. sagt er.
Zudem habe die Wirtschaftsförderung in Stadt und Landkreis das Thema bisher sehr vernachlässigt. Hier zeigt sich das große Potenzial für Synergien zwischen Stadt und Landkreis, daher fordern wir die Fusion der beiden Ämter. sagt Oberbürgermeisterkandidat Christian Darr. Einer möglichen Privatisierung des bisher bei den Verwaltungen angesiedelten Bereichs erteilen sie eine klare Absage: Die Wirtschaftsförderung erfüllt ihre Aufgaben dadurch nicht besser, dafür entzieht sie sich der Kontrolle durch Stadtrat und Kreistag. sagt John Dauert.
Auch zur Finanzierung haben sie ein schlüssiges Konzept entwickelt. Diese wollen sie durch Einnahmen aus der Energieversorgung sicherstellen. Im vergangenen Jahr hat die Nordhäuser Energieversorgung 7,7 Millionen Euro an die Stadt überwiesen. Die Gemeinden im Landkreis erhalten für ihre Anteile an der E.ON Thüringer Energie AG eine Dividende. Für den Aufbau neuer Geschäftsfelder ist der Einsatz eines Teil dieser Gelder also absolut sinnvoll.
Besonderen Wert legen die jungen Kandidaten auf regionale Wertschöpfung: Der Schwerpunkt muss auf den Unternehmen vor Ort liegen. Dies können sowohl kommunale Unternehmen, wie die Stadtwerke, aber auch private Unternehmer und Mischformen sein. Auf die Initiative von Großkonzernen brauchen und können wir uns nicht verlassen. Für sie ist das Thema Infrastrukturpolitik gar ein Alleinstellungsmerkmal ihrer Kandidaturen: Wer Investitionen will, muss Argumente haben. Das sind die Standortvorteile gegenüber anderen Regionen. Aber im Hinblick auf Themen wie Industriegebiet, Energieversorgung und Breitband kann man sagen das weder unsere Amtsvorgänger noch die Mitbewerber diese Zusammenhänge bisher verstanden haben, erklären beide abschliessend.
Autor: nnzZudem liege ein aktueller Bericht der Landesregierung zum Thema Breitband inzwischen vor. Für die zukünftige Entwicklung unserer Region sind schnelle Internetanbindungen eine Voraussetzung sagt John Dauert. Für Investoren sei eine leistungsfähige Infrastruktur vor Ort eine Grundbedingung, daher müsse man den Ausbau in den nächsten Jahren weiter vorantreiben. Derzeit gebe es aber besonders in den westlichen und östlichen Teilen des Landkreis noch zu viele weiße Flecken.
Gemeint sind damit Orte, die nicht über schnelle Anbindungen verfügen. Darüber hinaus sehen die grünen Kandidaten im gesamten Landkreis erhöhten Handlungsbedarf: Auch aus der Antwort des Landratsamtes geht hervor das mögliche Downloadraten von 2 Mbit/s schon in naher Zukunft nicht mehr genügen werden. erklärt Christian Darr.
Den weiteren Ausbau der LTE-Technologie halten sie nur in Ausnahmefällen für sinnvoll: Wenn im Umkreis von bis zu 8 km sich 400 bis 600 Nutzer sich eine mit 50 Mbit/s angebundene Funkzelle teilen müssen kommt beim einzelnen Nutzer nicht mehr viel an, erläutert John Dauert. Für ihn haben daher andere Technologien den Vorrang: Kabelgebundene Lösungen wie der Glasfaserausbau sind für die zukünftigen Bandbreiten besser geeignet. sagt er.
Zudem habe die Wirtschaftsförderung in Stadt und Landkreis das Thema bisher sehr vernachlässigt. Hier zeigt sich das große Potenzial für Synergien zwischen Stadt und Landkreis, daher fordern wir die Fusion der beiden Ämter. sagt Oberbürgermeisterkandidat Christian Darr. Einer möglichen Privatisierung des bisher bei den Verwaltungen angesiedelten Bereichs erteilen sie eine klare Absage: Die Wirtschaftsförderung erfüllt ihre Aufgaben dadurch nicht besser, dafür entzieht sie sich der Kontrolle durch Stadtrat und Kreistag. sagt John Dauert.
Auch zur Finanzierung haben sie ein schlüssiges Konzept entwickelt. Diese wollen sie durch Einnahmen aus der Energieversorgung sicherstellen. Im vergangenen Jahr hat die Nordhäuser Energieversorgung 7,7 Millionen Euro an die Stadt überwiesen. Die Gemeinden im Landkreis erhalten für ihre Anteile an der E.ON Thüringer Energie AG eine Dividende. Für den Aufbau neuer Geschäftsfelder ist der Einsatz eines Teil dieser Gelder also absolut sinnvoll.
Besonderen Wert legen die jungen Kandidaten auf regionale Wertschöpfung: Der Schwerpunkt muss auf den Unternehmen vor Ort liegen. Dies können sowohl kommunale Unternehmen, wie die Stadtwerke, aber auch private Unternehmer und Mischformen sein. Auf die Initiative von Großkonzernen brauchen und können wir uns nicht verlassen. Für sie ist das Thema Infrastrukturpolitik gar ein Alleinstellungsmerkmal ihrer Kandidaturen: Wer Investitionen will, muss Argumente haben. Das sind die Standortvorteile gegenüber anderen Regionen. Aber im Hinblick auf Themen wie Industriegebiet, Energieversorgung und Breitband kann man sagen das weder unsere Amtsvorgänger noch die Mitbewerber diese Zusammenhänge bisher verstanden haben, erklären beide abschliessend.
Downloads:
- Anfrage Breitband und Antwort des Landrates (3.001 kByte)
