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nnz-Forum: Tariflöhne und Preise

Mittwoch, 25. Januar 2012, 17:23 Uhr
Auf dem Neujahrstreffen des DGB sprach der Referent Thomas Voß, Landesbezirksleiter ver.di Sachsen, Sachsen Anhalt, Thüringen von fairen Tariflöhnen, in allen Branchen und zwar flächendeckend. Dazu die Anmerkungen eines nnz-Leser...


Die CDU-FDP Regierung verhindert das bis heute mit großem Erfolg. Man spricht dort zwar von einer Lohnuntergrenze, kann sich aber nicht einigen, wo diese Grenze liegen soll. Wenn man zwischen den Zeilen liest, liegt diese Untergrenze ganz leicht über den sittenwidrigen Löhnen. Weiter muss man wohl dazu nichts mehr sagen?

Nun hören wir einmal, was eine gewisse Frau Aigner (Verbraucherschutzministerin) so zu sagen hat. Frau Aigner kritisiert den Verbraucher. Sie sagt: „Sie (dieVerbraucher) würden beim Einkauf sehr stark auf den Preis achten.“

Spätestens hier muss man sich die Frage stellen wo die Ministerin eigentlich lebt. Auf der einen Seite werden von der Wirtschaft nur allzu geringe, man könnte fast sagen Hungerlöhne gezahlt und die Ministerin beklagt dann auch noch, dass diese Bürger beim Einkauf nach den Preis schauen.

Wäre es nicht eher die Pflicht der Ministerin mit samt ihren Regierungskollegen, für anständige Löhne zu sorgen. Nein sie kritisiert lieber die Verbraucher. Eine Frau Aigner hat ja auch keine Probleme mit den Preisen, sie hat eine gutes Gehalt und hohe Diäten. Sie kann ihre Einkäufe auf den Biohof vornehmen lassen.

Ist es nicht Aufgabe der Ministerin dafür zu sorgen, das der Verbraucher mit guter Qualität versorgt wird? Schauen sie sich nur die vielen Skandale rund um die Wirtschaft an. (Gammelfleisch. Dioxin, Rückrufe in allen Branchen). Da sieht die Ministerin kein Handlungsbedarf, da heißt es dann immer das regelt der Markt allein, mit der so genannten Selbstkontrolle. Wie das funktioniert wissen wir alle, nur die Ministerin nicht.

Wenn man sie so hört, ist der Verbraucher noch Schuld. Die Wirtschaft könne bei diesen Preisen nicht mehr existieren, es sei ihr Ruin. Das sind dann die Phrasen, die sie von den Politikern zu hören bekommen und das bei den Milliarden Gewinnen der Wirtschaft. Wie soll man vor so einen Hintergrund den Politikern noch glauben?

Noch ein Wort zu der Schleckergruppe, hier zeigt sich sehr deutlich, was die Wirtschaftsexperten über das Volk, sprich Kunden, denken. Sie halten den großen Teil der Kunden für dumm. Ebenso seine Arbeitskräfte die ja förmlich ausgebeutet worden. Dumme Arbeiter brauch man ja keinen anständigen Lohn zu zahlen. Und den Kunden kann man schön übers Ohr hauen. Ja so dicken die so genannten Wirtschaftsbosse, niedrige Löhne zahlen, aber hohe Preise verlangen.

Aber wer letztendlich der Dumme ist, wird sich noch zeigen.Hier das Zitat „Eine Lohnuntergrenze ist marxistisch und fördert die Schwarzarbeit.“ Sagt Ulf Pose (Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft)
Harald Buntfuß, Nordhausen
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Autor: nnz

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