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nnz-Forum: Dramatischer Druckfehler

Mittwoch, 25. Januar 2012, 11:01 Uhr
Druck-, Schreib- oder Tippfehler kommen in den Medien tagtäglich vor. Die nnz bildet da keine Ausnahme. Einen besonders fatalen "Ausrutscher" hat ein Leser der nnz gefunden...


Eigentlich ging es in dem Artikel in www.pcgames.de am 4.1.12 um ein rätselhaftes Heringssterben an Norwegens Küste. Vermutet werden Einflüsse eines abrupten Gezeitenwechsels, Raubfische, die wie EIN "sozialer Organismus" agierenden Heringsschwärme aufrieben oder ein Süßwasser-Einbruch.

Und an sich ist der Artikel schon dramatisch genug. Das mit Abstand Makaberste aber steht im letzten Satz. Ein einziger zusätzlicher Buchstabe hat aus dem Heringssterben plötzlich auch eine menschliche Tragödie werden lassen.

Ich möchte ihn den nnz-Lesern daher keinesfalls vorenthalten. Er zeigt, welche Gewalt und Aussagekraft in der menschlichen Sprache steckt, sei sie nun geschrieben oder gesprochen. Risse man den Satz aus dem Zusammenhang des Artikels heraus und fügte den Namen Norwegens ohne Erklärung hinzu und gäbe man diese Meldung in die Medienwelt, - welch schlimme Falschmeldung drohte dann um den Globus zu gehen.

Und alles nur wegen eines winzigen Schreibfehlers, der aus Fischen Fischer macht: „Zwar wurden durch die Gezeitenwechsel bereits viele Fischer wieder ins Meer verfrachtet, noch immer aber ist der Strand mit Kadavern übersät.“

Also: In Wirklichkeit waren glücklicherweise es "nur" Herings- und keine menschlichen Kadaver, die ins Meer gespült wurden.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
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Autor: nnz

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