Südharzer Holz unterm Hammer
Dienstag, 24. Januar 2012, 13:24 Uhr
In der vergangenen Woche wurde auf dem Steiger bei Erfurt durch ThüringenForst Wertholz im Meistgebotsverfahren verkauft. Angeboten wurden 2.050 Festmeter beste Rohhölzer aus Thüringen und dem südlichen Sachsen-Anhalt. Und auch aus dem Bereich des Forstamtes Bleicherode-Südharz...
Die teuerste Eiche aus dem Südharz bei Mackenrode. Die Fehlerfreiheit der starken Walze und der milde Jahresringaufbau waren ausschlaggebend
Auf dem Wertholzplatz Egstedt des Forstamtes Erfurt-Willrode konnten ausgesuchte Beststämme geordnet und fachgerecht präsentiert nach Baumart, Länge und Durchmesser durch die potentiellen Käufer aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland begutachtet werden.
Auch das Forstamt Bleicherode-Südharz war mit 122 Festmeter (fm) Laub- und Nadelstammholz wieder präsent. Die angebotenen Lose wurden von Traubeneiche mit 52 Festmetern und gemeiner Esche mit 46 Festmetern angeführt. Mit Abstand folgten Bergahorn, Douglasie, Erle und Birke. Es wurde erfolgreich Einzelstammware aus dem Privat-, Körperschafts- und Staatswald für 37.800 Euro (netto) und einem Durchschnittserlös von 346 Euro/fm submittiert. Die Eiche erwies sich wieder als sehr wertstabil und wird durch die derzeit dunkle Welle auf dem Möbelmarkt besonders intensiv nachgefragt. Den höchsten Zuschlag im Südharz erhielt eine Eiche aus dem Mackenröder Wald mit 683 Euro pro Festmeter. Die sieben Meter lange Stammwalze hat einen Festgehalt von über drei Festmetern und am Stammfuß einen Durchmesser von einem Meter. 2.260 Euro werden dafür im Geldsäckel des Waldbesitzers klingeln.
Die Esche war nicht zuletzt durch das Eschentriebsterben mengenmäßig überproportional vertreten. Sie wurde in sehr guter Qualität auch gut veräußert. Leicht darunter kam es zu einigen nicht bebotenen Losen. Die Hauptmenge Esche aus dem Kreis Nordhausen wurde in einem kleinen Kerbtal unterhalb der A 38 am Schern bei Wipperdorf geerntet.
Der stärkste Altstamm mit 88 cm Mittendurchmesser erreichte mit 293 Euro/Festmeter ein ansehnliches Salär für Esche. Um weitere Wertverluste zu vermeiden, war der Holzeinschlag dringend notwendig, die beginnende Kernfäule ist dem hohen Alter der Baumriesen zuzuschreiben, was zu etlichen Stammkürzungen führte.
Die Waldparzelle ist Eigentum eines ortsansässigen Agrarbetriebes. Insgesamt war die Laub- und Nadelholzsubmission ein Erfolg, wenngleich Preise auf hohem Niveau zu 2011 leicht rückläufig tendieren. Erfreulich ist, dass zunehmend Holzkäufer aus Mitteldeutschland unter den Bietern auftreten. Genannt sei ein Säger aus dem Kyffhäuserkreis, ein Säger aus dem Erzgebirge, ein Orgelbauer aus Waltershausen sowie eine Glocken- und Turmuhrenfirma aus Kölleda.
Autor: nnzDie teuerste Eiche aus dem Südharz bei Mackenrode. Die Fehlerfreiheit der starken Walze und der milde Jahresringaufbau waren ausschlaggebend
Auf dem Wertholzplatz Egstedt des Forstamtes Erfurt-Willrode konnten ausgesuchte Beststämme geordnet und fachgerecht präsentiert nach Baumart, Länge und Durchmesser durch die potentiellen Käufer aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland begutachtet werden.
Auch das Forstamt Bleicherode-Südharz war mit 122 Festmeter (fm) Laub- und Nadelstammholz wieder präsent. Die angebotenen Lose wurden von Traubeneiche mit 52 Festmetern und gemeiner Esche mit 46 Festmetern angeführt. Mit Abstand folgten Bergahorn, Douglasie, Erle und Birke. Es wurde erfolgreich Einzelstammware aus dem Privat-, Körperschafts- und Staatswald für 37.800 Euro (netto) und einem Durchschnittserlös von 346 Euro/fm submittiert. Die Eiche erwies sich wieder als sehr wertstabil und wird durch die derzeit dunkle Welle auf dem Möbelmarkt besonders intensiv nachgefragt. Den höchsten Zuschlag im Südharz erhielt eine Eiche aus dem Mackenröder Wald mit 683 Euro pro Festmeter. Die sieben Meter lange Stammwalze hat einen Festgehalt von über drei Festmetern und am Stammfuß einen Durchmesser von einem Meter. 2.260 Euro werden dafür im Geldsäckel des Waldbesitzers klingeln.
Die Esche war nicht zuletzt durch das Eschentriebsterben mengenmäßig überproportional vertreten. Sie wurde in sehr guter Qualität auch gut veräußert. Leicht darunter kam es zu einigen nicht bebotenen Losen. Die Hauptmenge Esche aus dem Kreis Nordhausen wurde in einem kleinen Kerbtal unterhalb der A 38 am Schern bei Wipperdorf geerntet.
Der stärkste Altstamm mit 88 cm Mittendurchmesser erreichte mit 293 Euro/Festmeter ein ansehnliches Salär für Esche. Um weitere Wertverluste zu vermeiden, war der Holzeinschlag dringend notwendig, die beginnende Kernfäule ist dem hohen Alter der Baumriesen zuzuschreiben, was zu etlichen Stammkürzungen führte.
Die Waldparzelle ist Eigentum eines ortsansässigen Agrarbetriebes. Insgesamt war die Laub- und Nadelholzsubmission ein Erfolg, wenngleich Preise auf hohem Niveau zu 2011 leicht rückläufig tendieren. Erfreulich ist, dass zunehmend Holzkäufer aus Mitteldeutschland unter den Bietern auftreten. Genannt sei ein Säger aus dem Kyffhäuserkreis, ein Säger aus dem Erzgebirge, ein Orgelbauer aus Waltershausen sowie eine Glocken- und Turmuhrenfirma aus Kölleda.




