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Bilanz gezogen

Dienstag, 24. Januar 2012, 08:31 Uhr
Für die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode war das Jahr 2011 ein äußerst erfolgreiches. Was sich hinter dieser Aussage verbirgt, verbunden mit einem Blick auf die nächsten Monate - das hat die nnz erfahren...


So konnten unter anderen mehr als 400.000 Tonnen Rohstein verkauft werden. Auch gab es keine wesentlichen Produktionsausfälle, so dass von einem voll ausgelasteten Drei-Schicht-Betrieb seitens der Geschäftsleitung gesprochen werden kann. Im Bereich der Investitionen erwähnt Werkleiter André Materlik den Bau und die Inbetriebnahme einer werkseigenen Kläranlage. Damit befindet sich die Wassergewinnung und dessen Klärung in Firmenhänden.

Investiert wurde auch in eine andere wichtige Unternehmenskomponente - in das Personal. Hier sowohl qualitativ als auch quantitativ, was in zehn neuen Mitarbeitern und damit einem Personalstamm von 130 Frauen und Männern seinen Ausdruck findet. Die Investitionstätigkeit wird auch in diesem Jahr auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Etwa drei Millionen Euro sind in den entsprechenden Plänen zu finden. So wird vor allem der Maschinen- und Anlagenpark erneuert, auch soll die Werksausfahrt optimaler gestaltet werden.

Einen breiten Raum in der Arbeit des ingenieurtechnischen Personals wird in diesem Jahr die Vorbereitung und die beginnende Durchführung des Planfeststellungsverfahrens einnehmen. Das Verfahren, vom Unternehmen ausdrücklich gewünscht, soll für die kommenden Jahre eine zusätzliche Planungssicherheit bringen, soll aber auch alle Partner und Betroffenen an einen Tisch zusammenführen, damit am Ende ein positiver Konsens gefunden wird. Begleitet wird das Verfahren von einem Ingenieurbüro aus Nordhausen.

“Für uns ist klar, das Rohstoffgewinnung immer mit einem Eingriff in die Natur verbunden ist, doch wir wollen auch aufzeigen, dass die Renaturierung der einstigen Abbaufelder einen hohen Stellenwert einnimmt und seit jeher zur Unternehmensphilosophie bei Knauf gehört”, sagt Materlik und ergänzt: “Wir werden aufzeigen, dass der eigentliche Bruch tendenziell immer kleiner werden wird.”

Neben den harten Unternehmensfakten, wird Knauf sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Thüringen seine sozialen Ambitionen weiter ausbauen. Am 1. April soll die “Kalkhütte” feierlich eröffnet werden und im Juni wird die zweiten Auflage des Familienfestes auf dem Werksgelände in Rottleberode stattfinden.

Ein Problem treibt die Mitarbeiter um André Materlik zusätzlich um: Die seit einem Jahr vorgenommene Adressänderung. Postalisch und kommunalpolitisch gesehen, steht das Werk nicht mehr in Rottleberode, sondern in der Einheitsgemeinde Südharz. Da die Post konsequent nicht mehr an die alte Adresse geliefert wird, bleiben die Sendungen teilweise wochenlang zwischen Absender und Empfänger “hängen”.
Autor: nnz

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