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Kampfmoral besiegte Schmerzen

Montag, 23. Januar 2012, 11:08 Uhr
Eine äußerst schwere Prüfung und absolutes Neuland stand vor den Damen des Südharzer Volleyball Clubs am Samstag in Weimar. Mit den Gastgeberinnen und der Mannschaft aus Pößneck haben sich nicht nur zwei Liganeulinge in den Weg gestellt, sondern auch zwei Teams, die bislang sehr erfolgreich den Oberligaalltag gemeistert haben...


Die Vertreterinnen der Goethestadt haben sich in dem ersten Spiel mit sehr gutem Aufschlag und schier unüberwindbarer Abwehr präsentiert und damit der Mannschaft aus Nordhausen die stärkste Waffe – den Angriff – völlig stumpf gemacht. Es blieb also nichts anderes übrig als das Visier hochzuklappen und eine ordentliche Portion Kampfmoral ans Tageslicht zu legen. Gesagt getan, die spielerische Überlegenheit des Gegners ließ sich allerdings nicht wegdiskutieren. Nach einer Stunde und drei Sätzen war somit Schluss und der Tagesfavorit Pößneck wartete als nächstes.

Was sich allerdings danach in der urigen Weimarer Sporthalle abgespielt hat sieht man auch selten. Eine Schlacht bis zum letztem Schweißtropfen mit sechs Furien in den SVC Trikots. Hätte das der berühmteste Weimarer Sohn erlebt, hätte er sich den Faust gespart und lieber ein Volleyball Gedicht epischen Ausmaßes verfasst.

Der Höhepunkt der an der Grenze zur Selbstopferung grenzender Leistung der Mädels aus dem Südharz kam in der Mitte des zweiten Satzes als sich eine von denen am Fuß verletzt hat und nur noch humpelnd sich fortbewegen konnte. Da der SVC wieder einmal nur mit der notwendigen Mindestanzahl an Spielerinnen angereist war, war eine Auswechslung nicht möglich.

Sich als spielunfähig und somit als sofortiger Verlierer erklären zu lassen stand nicht zu Debatte und so musste es mit nur elf Beinen irgendwie weiter gehen. Nach achtzig Minuten war der denkbar knappe Höllenritt zu Ende und der Jubel ganz groß.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der regelmäßige Wechsel von guten und schlechten Leistungen demnächst ausbleibt damit auch das Nordhäuser Publikum am 28. Januar ab 13:00 in der Käthe-Kollwitz Turnhalle beim letztem Heimspiel auf seine Kosten kommt. Motivation wäre genug da. Zum Beispiel die Möglichkeit der sofortigen Revanche gegen Weimar oder das Kräftemessen mit dem ehemaligen Nordhäuser Trainer Marek Buchholz und seinen Nachwuchs- Girls aus Suhl.

Weimar – SVC 3:0 (19, 19, 14)
Pößneck – SVC 0:3 (24, 24, 23)

Für den SVC am Ball: Juliane Wiegleb, Juliane Schröter, Antonia Klieme, Anika Broda, Christin Bloßfeld, Lisa Kött, Madlen Trümper
Autor: nnz

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