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Niederlage auf der Zielgeraden

Sonntag, 22. Januar 2012, 19:11 Uhr
Durch eine Niederlage auf der Zielgeraden konnten die Nordhäuser die Auswärtshürde in Hermsdorf nicht meistern. In einer bis in die Schlussminuten spannenden und offenen Begegnung siegte die Zweite vom SV Hermsdorf am Ende 34:29. Der ausführliche Bericht von Frank Ollech...


Der Endstand trübt ein wenig den Spielverlauf und die Gesamtleistung der Rolandstädter, denn die war wesentlich besser als es das Ergebnis widerspiegelt. Erst in der Schlussphase, nach dem Anschlusstreffer von Christian Flötling zum 27:28 in der 52. Spielminute, gaben die Nordhäuser das Spiel aus der Hand.

Dies sah zu Beginn der Partie ganz anders aus. Mit dem Ausgleich zum 1:1 durch Michael Spieß entwickelte sich ein munteres nicht unbedingt hochklassiges aber dafür spannendes Duell in der Hermsdorfer Werner - Seelenbinder - Sporthalle. Der wieder stark aufspielende Mathias Thiele warf seine Mannschaft in der 7. Spielminute, mit dem Treffer zum 4:3, erstmals in Führung.

Den Vorteil des Vorlegens erstritten sich die Gastgeber mit dem 6:5 zurück. Beide Kontrahenten spielten auf dem gleichen Level, beide mit der gleichen Anzahl von Fehlern. Somit nicht verwunderlich das sich keiner entscheidend absetzen konnte. Erst in der 24. Spielminute wurde es kritisch für die Nordhäuser.

Ein erneuter Treffer über Außen und die Gastgeber verbuchten erstmals beim Stand von 14:12 eine zwei Tore Führung. Jedoch nicht lange, zwei Treffer in Folge von Thomas Riemekasten egalisierten den Vorteil (14:14), zu spielen noch genau 5 Minuten in der ersten Halbzeit.

Es folgten drei Minuten Leerlauf von beiden Seiten, ehe Sebastian Kreutz mit einem verwandelten Strafwurf die 15:14 Führung für den NSV erzielte. Der Kampf um jeden Ball ging weiter, nur das jetzt die Nordhäuser vorlegten. 45. Sekunden vor der Halbzeitpause erzielten die Gastgeber den 16:16 Ausgleich. Als die Gedanken schon beim Pausentee waren, bestrafte Andre Elster die SVH Deckung. Er erzielte 20 Sekunden vor ertönen der Pausensirene die 17:16 Führung.

Nach dieser erhöhten beide Mannschaften das Tempo. Dies führte zwangsläufig zu einer Anhäufung von Fehlern. Beim NSV, der in der 32. seine Führung abgeben musste, lagen nun Licht und Schatten ganz nah beieinander. So mussten sie den SVH immer wieder ziehen lassen (23:21, 26:23 und 28:25) um dann mit starken Abwehr- und Angriffsleistungen immer wieder den Anschluss zu erzielen. Ihre Spielweise glich einer Auf- und Abreise in den Bergstraßen des Harzes, bis es zu dem bereits erwähnten Zwischenstand von 27:28 kam. Was folgte ist bekannt, eine unnötige 29:34 Niederlage.

Das Nordhäuser Team sieht man die Verunsicherung auf dem Spielfeld förmlich an. Spielerisch und kämpferisch könnten sie mit jedem Team mithalten, wenn da nicht das Selbstvertrauen wäre. Sie vergaben die Chance auf Punkte, weil sie in den Schlussminuten den Kopf und damit den Spielfaden verloren haben. Eigentlich wollten sie auf die Fehler der anderen warten, konnten es aber selbst nicht erwarten und stürzten sich kämpferisch in die Niederlage.

Die besten Noten in einer jederzeit fairen Partie verdienten sich Keeper Kay Näther sowie Mathias Thiele mit 9, Andre Elster mit 5 und Thomas Riemekasten mit 4 Treffern. Leider bleibt anzumerken, dass der spielerische Ausfall einiger anderer Leistungsträger in Abwehr und Angriff nicht zu übersehen war.
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Kay Nähter/ Stefan Fuhrmann 4/ Christian Müller 2/ Andreas Ramonat / Thomas Riemekasten 4/ Martin Stritzel/ Sebastian Kreutz 1/ Christian Flötling 2/ Mathias Thiele 9/ Marc Phillip Tube/ Andre Elster 5/ Michael Spieß 1 / Marcel Effenberger 1
Strafzeiten NSV 4 ESV 2
Strafwürfe NSV 6/5 ESV 4/3
Autor: nnz

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