Gedanken zum Tag der Einheit (3)
Donnerstag, 02. Oktober 2003, 12:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz setzt mit einer weiteren Betrachtung zum 3. Oktober die Serie der Veröffentlichungen fort. Jürgen Nagel setzt sich kritisch mit diesem Tag auseinander.
Klar, das all’ jene diesen Tag mit besonderen Huldigungen begehen, die den grössten Nutzen erzielten. Wie früher auch. Da wird die Reisefreiheit, als die wesentliche Errungenschaft der Wi(e)dervereinigung dargestellt. Nur, 50 Prozent konnten 2003 aus Kostengründen überhaupt nicht reisen. Oder einer Demokratie wird gehuldigt, die in meinen Augen keine ist. Demokratie heisst bekanntlich Volksherrschaft und von dieser sind wir im 14 Jahr nach 1989 auch weit entfernt. In der BRD gibt es noch nicht einmal das Recht auf eine Volksabstimmung. Angst vor dem Volk?
Macht ist immer an Geld gebunden. Daraus ergibt sich die Logik, dass die 10 Prozent in diesem Land die Macht ausüben, die über 50 Prozent des Privatvermögens verfügen. Deutlich wird das mit der sogenannten Agenda 2010. Ein Konzept, das den Ärmsten der Armen noch das Geld aus der Tasche zieht. Ich könnte noch viele Gründe aufführen, warum für mich persönlich dieser Tag nicht der Tag des Glaserhebens ist. Doch wohl, wenn, dann erhebe ich es auf die Verwirklichung des alten Traumes der Menschheit nach einer sozialgerechten Gesellschaft, indem der Mensch und nicht der Profit das Mass allen Handelns ist. Audiatur et altera pars.
Jürgen Nagel, Nordhausen
Autor: nnzKlar, das all’ jene diesen Tag mit besonderen Huldigungen begehen, die den grössten Nutzen erzielten. Wie früher auch. Da wird die Reisefreiheit, als die wesentliche Errungenschaft der Wi(e)dervereinigung dargestellt. Nur, 50 Prozent konnten 2003 aus Kostengründen überhaupt nicht reisen. Oder einer Demokratie wird gehuldigt, die in meinen Augen keine ist. Demokratie heisst bekanntlich Volksherrschaft und von dieser sind wir im 14 Jahr nach 1989 auch weit entfernt. In der BRD gibt es noch nicht einmal das Recht auf eine Volksabstimmung. Angst vor dem Volk?
Macht ist immer an Geld gebunden. Daraus ergibt sich die Logik, dass die 10 Prozent in diesem Land die Macht ausüben, die über 50 Prozent des Privatvermögens verfügen. Deutlich wird das mit der sogenannten Agenda 2010. Ein Konzept, das den Ärmsten der Armen noch das Geld aus der Tasche zieht. Ich könnte noch viele Gründe aufführen, warum für mich persönlich dieser Tag nicht der Tag des Glaserhebens ist. Doch wohl, wenn, dann erhebe ich es auf die Verwirklichung des alten Traumes der Menschheit nach einer sozialgerechten Gesellschaft, indem der Mensch und nicht der Profit das Mass allen Handelns ist. Audiatur et altera pars.
Jürgen Nagel, Nordhausen
