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Wie viel sind uns junge Menschen wert?

Dienstag, 17. Januar 2012, 13:36 Uhr
Dieser Frage gingen in der letzten Woche zwei junge Männer in Bleicherode nach, die sich für je eine frei werdende Stelle im Landratsamt und im Nordhäuser Rathaus bewerben. Große Verantwortung schreckt sie dabei nicht ab, denn John Dauert möchte der nächste Landrat im Landkreis Nordhausen werden und Christian Darr die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke antreten...


In ihrer bereits mehrere Monate andauernden Wahltour besuchen sie dabei die unterschiedlichsten Stationen um für sich und ihre Ziele zu werben. In der vergangenen Woche waren sie erneut in Bleicherode: „Dass die Jugend unsere Zukunft ist wird oft herausgestellt. Doch wie steht es mit den Angeboten für Kinder und Jugendliche im Landkreis wirklich?“ fragt John Dauert.

Wieder im Landkreis unterwegs (Foto: privat) Wieder im Landkreis unterwegs (Foto: privat)

Der Landratskandidat bildet selbst Gruppenleiter aus und organisierte die Ferienfreizeit des Landkreises in den Jahren 2007 bis 2010 als Freizeitleiter. Für den Dialog mit Verantwortlichen besuchte er gemeinsam mit Christian Darr den Jugendfreizeittreff in Bleicherode. „Wir informieren uns vor Ort, denn durch persönliche Gespräche erfahren wir aus erster Hand alles über die
Möglichkeiten und Aufgaben für die MitarbeiterInnen, aber auch für uns als zukünftige kommunale Entscheidungsträger.“ Dazu ergänzt Christian
Darr: „Ein weiterer Punkt ist das wir die Einrichtungen kennenlernen und uns ein Bild über deren Potenziale und ihren aktuellen Zustand machen können – wir erleben die „ungeschminkte Wahrheit“ könnte man sagen.“

Verabredet hatten sich Darr und Dauert mit der Jugendpflegerin und Projektleiterin des Freizeittreffs, Frau Siemon und der Sozialpädagogin Frau Amthor, beide vom Horizont-Verein. Diese berichteten den beiden zunächst über ihre Angebote für die Kinder und Jugendlichen: Denn der Bleicheröder Freizeittreff bietet nicht nur in der Woche ein „offenes Haus“ für die Heranwachsenden, auch Bastelnachmittage und Ferienfreizeiten gehören seit vielen Jahren zum Angebot.

Zudem zeichneten die Mitarbeiterinnen die Entwicklung der Jugendpflege über die letzten Jahre nach. Die Situation gestalte sich für die Einrichtungen heute nicht einfacher als früher, vielmehr müsse inzwischen mehr als je zuvor um jeden Euro Zuwendungen durch die Kommune und den Landkreis gerungen werden. „Wir waren erstaunt was für eine Arbeit die beiden Damen und die vielen ehrenamtlichen HelferInnen leisten – vor dem Hintergrund der leider viel zu knappen Mittel, die für diesen Bereich aufgewendet werden.“ sagt John Dauert.

Dazu ergänzt Christian Darr: „Selbstverständlich ist die Jugend unsere Zukunft, doch leider wird deren Bedeutung bisher noch nicht voll erkannt. Hier sind vermeintliche Einsparungen in der Gegenwart nur mit hohem Aufwand in der Zukunft wieder auszugleichen. Daher kann ein weiteres Abschmelzen der Zuschüsse das Aus für einige Einrichtungen bedeuten. Wir werden die Anstrengungen weiter unterstützen vor Ort Angebote für Jugendliche zu erhalten.“

Auch die Jugendeinrichtungen im Landkreis und der Stadt Nordhausen leisten für die beiden jungen Politiker einen wesentlichen Beitrag zur Kompetenzförderung und damit zur Bildung.
Autor: nnz

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