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Neues Format der Bildung

Montag, 16. Januar 2012, 12:30 Uhr
Obwohl wir es allesamt in diesen Tagen mit einigermaßen winterlichen Temperaturen zu tun haben, gab es in einer Nordhäuser Bildungseinrichtung heute einen Ausblick auf das Frühjahr und den Sommer. Und da wird unter anderem auf ein völlig neues Format gesetzt...


Neues Format (Foto: privat) Neues Format (Foto: privat) Kreisvolkshochschul-Direktor Gerhard Tölle blickte zum Beginn des Gesprächs erst einmal zurück. Das Jahr 2011 stand im Zeichen innerer und äußerer Investitionen in der Grimmelallee. Außen wurde die Fassade aufpoliert, innen die Computertechnik auf Vordermann gebracht. Statt PC setzt man auf Apple und Mac. Allerdings lässt die Affinität der Nutzer dieser zehn „Maschinen“ noch zu wünschen übrig.

Rund 29.000 Bürger der Region haben die VHS in Nordhausen sowie in den Außenstellen Heringen, Ellrich und Bleicherode in den vergangenen Jahren mindestens einmal besucht, 6.000 sind es pro Jahr. Auch wurde bereits im vergangenen Jahr versucht, sich dem demografischen Wandel zu stellen. Das bedingt nicht nur die Hinwendung in Richtung gehobenes Alter, sondern soll auch durch „Junge VHS“ abgearbeitet werden. Hier sollen junge Menschen rechtzeitig an die Möglichkeiten zusätzlicher Wissensvermittlung herangeführt werden. Das ist zwingend notwendig, liegt doch der Altersdurchschnitt aller Nutzer bei 50 Lebensjahren.

Mehr und mehr sollen Kooperationspartner ins Boot geholt werden. Lesungen mit dem Kunsthaus oder der Stadtbibliothek gehören da ebenso dazu wie die weitere Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Theater oder dem Badehaus. Vor allem im Bereich „Arbeit und Beruf“ wird sich die Verlängerung der Bildungsprämie positiv auswirken, ist sich Tölle sicher. Die Nordhäuser Kreisvolkshochschule hat sich dafür beworben. In den zurückliegenden drei Jahren wurden rund 1.100 Bildungsprämien für den Kyffhäuserkreis und den Landkreis Nordhausen ausgeben.

Als Erfolg wertet Gerhard Tölle auch das Nachholen von Schulabschlüssen wie zum Beispiel das Abitur. Das haben im vergangenen Jahr fünf Frauen und Männer abgelegt, fünf befinden sich in der zweiten Phase, 13 haben im vergangenen Jahr den zweijährigen Kurs in Angriff genommen. Das Ablegen des Abiturs wird auch für den Nachbarlandkreis angeboten. Insgesamt sind es über 150 Kurse, die in der VHS angeboten, so viel wie noch nie in der Geschichte der Bildungseinrichtung. Daraus ergeben sich nahezu 500 einzelnen Veranstaltung pro Jahr.

Der Schwerpunkt für das bevorstehende Frühjahrs- und Sommersemester ist das so genannte „Studium Generale“, ein gänzlich neues Format für ganz Thüringen für Leute, die mehr wissen wollen. Ein komplettes Semester über wird ein Thema von verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachtet – mit Vorlesungen, Seminaren, Workshops und auch mit Exkursionen. Zusammengearbeitet wird hier mit der Nordhäuser Fachhochschule, dies sichert einen hohen wissenschaftlichen Grad dieses Angebotes ab. Thema: „Klimawandel – Klimakatastrophen“. Los geht es mit einer Vorlesungsreihe, immer montags von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in der Volkshochschule in der Grimmelallee. Höhepunkt ist eine Exkursion Mitte Mai zur Wetterstation auf dem Brocken. Für die Teilnahme müssen die Interessenten insgesamt 104 Euro berappen. Start ist der 27. Februar, sieben Tage vorher ist Anmeldeschluss.

In den nächsten Studien soll sich dem Alkohol von der Herstellung bis zu den Gefahren oder dem demografischen Wandel mit all seinen Konsequenzen gewidmet werden. Anregungen können auch entgegen genommen werden.
Autor: nnz

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