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nnz-Kurz-News: 1. Oktober 2003

Mittwoch, 01. Oktober 2003, 19:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat für Sie einige Meldungen des Tages aus Thüringen und Deutschland zusammengestellt. So gibt es zum Beispiel täglich 53 Thüringer weniger.


Immer weniger
Die Zahl der Thüringer ist seit 1990 um 280 000 auf knapp 2,4 Millionen gesunken. Grund sei vor allem die zu geringe Zahl an Geburten, sagte der Präsident des Statistischen Landesamtes, Günter Krombholz, heute bei einer Veranstaltung des Gemeinde- und Städtebundes in Erfurt. Statistisch habe das Land im vergangenen Jahr täglich 53 Einwohner verloren. Die durchschnittliche Lebenserwartung bezifferte er auf 74 Jahre bei heute geborenen Jungen. Bei Mädchen liege sie bei 80,5 Jahren.


Proteste angekündigt
Der Thüringer Gemeinde- und Städtebund hat für die kommenden Wochen landesweite Protestaktionen gegen die von der Bundesregierung geplante Gemeindefinanz- und die Gewerbesteuerreform angekündigt. Die Forderungen des Deutschen Städtetages würden unterstützt, beschlossen Vertreter der 1006 Thüringer Gemeinden und Städte am Mittwoch auf einer Mitgliederversammlung in Erfurt. Während einer Aktionswoche vom 3. bis 7. November soll auf die Finanzmisere der Kommunen aufmerksam gemacht werden


Chaos geht unvermindert weiter
Das Chaos beim Dosenpfand hält nach Angaben des Einzelhandelsverbandes in Thüringen auch nach dem Start des bundesweiten Rücknahmesystems am Mittwoch an. Vor allem bei den Händlern sei die Verwirrung groß, sagte eine Sprecherin des Thüringer Einzelhandelverbandes. Die Konsequenz der Händler auf das am 1. Oktober in Kraft getretene bundesweite Rücknahmesystem sei, dass Einwegverpackungen aus dem Sortiment genommen und eigene Pfandmarken entwickelt worden seien.


Zuhause geblieben
Mehr als die Hälfte der Deutschen sind in diesem Sommer nicht in den Urlaub gefahren. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Europäischen Tourismusinstituts in Trier hervor. Von 1500 Befragten seien 52 Prozent zu Hause geblieben. Die Reisemüdigkeit wurde in der repräsentativen Umfrage in erster Linie auf finanzielle und berufliche Gründe zurückgeführt. Der Irak-Krieg, die Lungenkrankheit Sars und der Deutschland-Italien-Streit hätten die Urlaubsplanungen dagegen kaum beeinflusst. Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr liegen nach Angaben des Instituts nicht vor.
Autor: nnz

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