Marktführer 2010
Mittwoch, 01. Oktober 2003, 14:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Kein Angst, hier geht es nicht um Politik, sondern um eine reife Leistung. In nur acht Monaten gelang es der Firma Feuer Powertrain ein Kurbelwellenwerk aus dem Boden zu stampfen. Heute konnte nnz die erste einbaufertige Welle für VW Wolfsburg bestaunen.
Ohne eine Werkhalle zu haben zog die Firma um Gesellschafter und Chef Dieter Feuer einen Auftrag von Volkswagen an Land. Sie sollten die moderne V10 TdI Kurbelwelle produzieren. Heute wurde das erste fertige Teil der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wenn man sich erinnert, daß im Februar noch eine Fliegerbombe gefunden wurde, wo jetzt die Hallen stehen, dann ist das eine mehr als bemerkenswerte Leistung. Sowas geht natürlich nur mit motivierten Leuten, und die fand Dieter Feuer. 45 Mitarbeiter hat die Firma, in der Fertigung sind auch acht ehemalige IFA Motorenwerker beschäftigt. Die Tradition des Nordhäuser Maschinen- und Motorenbaus befindet sich nun in guten Händen.
In seiner Rede zur Eröffnung sagte der Gesellschafter, daß alle sehr gute Leistungen erbracht haben, teilweise sogar bis zur Erschöpfung 12-14 Stunden gearbeitet hätten. Das ist wahrer Gründergeist, der sich einfach auszahlen muß. Bis 2010 strebt Feuer Powertrain die Marktführerschaft an, was mit den Arbeitern sicher zu schaffen ist.
Der erwartete Lichtblick für die Region Nordthüringen liegt wahrscheinlich in gar nicht so weiter Ferne. Feuer Powertrain befindet sich nämlich im Gespräch mit zahlreichen Automobilherstellern, die Kurbelwellen in Nordhausen fertigen lassen könnten. Wenn ein ähnlich großer Auftrag wie der von VW kommt, dann entsteht eine weitere Produktionshalle. 150 Mitarbeiter sollen bei Vollauslastung hier arbeiten. Die bisher geschulten Männer und ihre eine Kollegin konnten ihr Wissen und Können schon in der Praxis unter Beweis stellen.
Sicher liegt auch einiges an Erfolg in der Persönlichkeit des 58jährigen Dieter Feuer begründet, der noch selbst mit anpackt und kein abgehobener Chef mit dickem Schlitten ist. Wenn es die Arbeit erfordert, zieht er schon mal 14 Tage in sein Wohnmobil auf den Hof hinter der Firma.
In den letzten 12 Jahren hat der Unternehmer 2000 Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern geschaffen. Er mag die fleißigen und motivierten Leute und zieht die Arbeit hier einem sicheren Job in einem Großunternehmen vor. Natürlich seien die Rahmenbedingungen zur Unternehmensgründung vor 12 Jahren besser gewesen, aber die Zusammenarbeit mit den Thüringer Behörden würde wirklich gut klappen. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, so schnell ein 45.000 qm großes Gelände in eine solche Produktionsstätte zu verwandeln. 48 Millionen Euro wurden investiert. Beim Blick in die modernen Hallen wird deutlich, daß das Geld gut angelegt ist. Moderne Maschinen der Firma Niles stehen hier und garantieren hohe Fertigungsqualität.
Recht unspektakulär liegt das Werk in der Nähe des Kiesschachtes. Trotzdem ist es etwas besonderes, denn es handelt sich um das größte konzernunabhängige Werk in Europa. Und wer in Zukunft ein Fahrzeug kauft, der hat vielleicht auch ein kleines Stück Nordhausen im Motor. Das ist doch was, ein Motor für die Region eben.
Autor: wf
Ohne eine Werkhalle zu haben zog die Firma um Gesellschafter und Chef Dieter Feuer einen Auftrag von Volkswagen an Land. Sie sollten die moderne V10 TdI Kurbelwelle produzieren. Heute wurde das erste fertige Teil der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wenn man sich erinnert, daß im Februar noch eine Fliegerbombe gefunden wurde, wo jetzt die Hallen stehen, dann ist das eine mehr als bemerkenswerte Leistung. Sowas geht natürlich nur mit motivierten Leuten, und die fand Dieter Feuer. 45 Mitarbeiter hat die Firma, in der Fertigung sind auch acht ehemalige IFA Motorenwerker beschäftigt. Die Tradition des Nordhäuser Maschinen- und Motorenbaus befindet sich nun in guten Händen.In seiner Rede zur Eröffnung sagte der Gesellschafter, daß alle sehr gute Leistungen erbracht haben, teilweise sogar bis zur Erschöpfung 12-14 Stunden gearbeitet hätten. Das ist wahrer Gründergeist, der sich einfach auszahlen muß. Bis 2010 strebt Feuer Powertrain die Marktführerschaft an, was mit den Arbeitern sicher zu schaffen ist.
Der erwartete Lichtblick für die Region Nordthüringen liegt wahrscheinlich in gar nicht so weiter Ferne. Feuer Powertrain befindet sich nämlich im Gespräch mit zahlreichen Automobilherstellern, die Kurbelwellen in Nordhausen fertigen lassen könnten. Wenn ein ähnlich großer Auftrag wie der von VW kommt, dann entsteht eine weitere Produktionshalle. 150 Mitarbeiter sollen bei Vollauslastung hier arbeiten. Die bisher geschulten Männer und ihre eine Kollegin konnten ihr Wissen und Können schon in der Praxis unter Beweis stellen.
Sicher liegt auch einiges an Erfolg in der Persönlichkeit des 58jährigen Dieter Feuer begründet, der noch selbst mit anpackt und kein abgehobener Chef mit dickem Schlitten ist. Wenn es die Arbeit erfordert, zieht er schon mal 14 Tage in sein Wohnmobil auf den Hof hinter der Firma.In den letzten 12 Jahren hat der Unternehmer 2000 Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern geschaffen. Er mag die fleißigen und motivierten Leute und zieht die Arbeit hier einem sicheren Job in einem Großunternehmen vor. Natürlich seien die Rahmenbedingungen zur Unternehmensgründung vor 12 Jahren besser gewesen, aber die Zusammenarbeit mit den Thüringer Behörden würde wirklich gut klappen. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, so schnell ein 45.000 qm großes Gelände in eine solche Produktionsstätte zu verwandeln. 48 Millionen Euro wurden investiert. Beim Blick in die modernen Hallen wird deutlich, daß das Geld gut angelegt ist. Moderne Maschinen der Firma Niles stehen hier und garantieren hohe Fertigungsqualität.
Recht unspektakulär liegt das Werk in der Nähe des Kiesschachtes. Trotzdem ist es etwas besonderes, denn es handelt sich um das größte konzernunabhängige Werk in Europa. Und wer in Zukunft ein Fahrzeug kauft, der hat vielleicht auch ein kleines Stück Nordhausen im Motor. Das ist doch was, ein Motor für die Region eben.
