DWD bestätigt Prädikat
Mittwoch, 04. Januar 2012, 08:10 Uhr
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist nicht nur für die Vermeldung sowie die Vorhersage des Wetters in Deutschland zuständig. Er ist auch eine entscheidende Instanz wenn es darum geht, entsprechende Prädikate für Kommunen zu verteilen. So geschehen im Falle von Neustadt...
Neustadt kann seit vielen Jahren, ja bereits Jahrzehnten mit dem Status eines Luftkurortes werben. Doch hält die Neustädter Luft auch das, was in den Prospekten der Hotels und Pensionen sowie auf der Internetseite der Kommune versprochen wird? Der DWD sagt ja und führt in seinem mehr als 60 Seiten starkem Gutachten aus: Zur Zeit sind im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz die lufthygienischen Voraussetzungen für die Bestätigung als Luftkurort mit der Heilanzeige "Atemwegserkrankungen" ohne Einschränkungen erfüllt. Eine Bestätigung dieses Prädikats kann aus lufthygienischer Sicht daher befürwortet werden.
Der Deutsche Wetterdienst hat in Neustadt drei sogenannte Probenahmestellen eingerichtet, die von einem Meteorologen ausgewählt wurden: Am Kurpark, am Kirchplatz sowie in der Badestraße. Während der Messkampagne in denen Jahren 1997/98 gab es in Neustadt nur zwei Messpunkte, auch wurde das Ortszentrum damals in der Burgstraße deklariert, bei der jüngsten Messperiode lag es südlich der Kirche.
Die einjährigen Messungen der partikel- und gasförmigen Luftbeimengungen in verschiedenen Ortsbereichen im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz haben laut dem DWD-Gutachten ergeben: An den beiden untersuchten Standorten "Kirchplatz" (Ortszentrum und "Badestraße" (Verkehrszentrum) wurden die Kurzzeit-Richtwerte der Begriffsbestimmungen beim Grobstaub sowie beim Stickstoffdioxid ausnahmslos eingehalten. An der Messstelle "Kurpark" im Kurgebiet traten dagegen beim Grobstaub insgesamt zwei Überschreitungen des dort geltenden Kurzzeit-Richtwertes auf. Beim Grobstaub und beim Stickstoffdioxid wurden die Kurzzeit-Richtwerte jedoch ebenfalls ausnahmslos eingehalten.
Die Belastung durch Grobstaub (gesamt) ist in Neustadt/Harz daher im Kurgebiet leicht erhöht, im Ortszentrum und an der verkehrsbezogenen Probenahmestelle als unauffällig anzusehen. Noch etwas günstiger stellt sich die Belastung durch Grobstaub dar. Für diese Luftbeimengung wurde im gesamten Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz eine unterdurchschnittliche Belastung festgestellt. An der "Badestraße" (Verkehrszentruml fiel sie sogar ausgesprochen gering aus. Die Belastung durch Stickstoffdioxid ist in Neustadt/Harz im gesamten Beurteilungsgebiet sehr niedrig ausgefallen.
Bürgermeister Dirk Erfurt (CDU) atmet nun erst einmal kräftig durch, ähnlich wird es den haupt- und ehrenamtlichen Touristikern ergehen. Doch Ausruhen wäre die falsche Schlussfolgerung. Zwar hat man mit dem Prädikat für die nächsten zehn Jahre ein "PR-Pfund" in der Hand, doch es bleibt neben einem permanenten Außenmarketing auch nach "innen" viel zu tun. Einige Hausaufgaben haben die Wetterfrösche aus Freiburg den Neustädtern mit auf den Weg gegeben.
Folgende Maßnahmen könnten die vergleichsweise günstige lufthygienische Situation im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz weiter verbessern und somit zu einer nachhaltigen Qualitätssicherung des Prädikats "Luftkurort" beitragen:
Autor: nnzNeustadt kann seit vielen Jahren, ja bereits Jahrzehnten mit dem Status eines Luftkurortes werben. Doch hält die Neustädter Luft auch das, was in den Prospekten der Hotels und Pensionen sowie auf der Internetseite der Kommune versprochen wird? Der DWD sagt ja und führt in seinem mehr als 60 Seiten starkem Gutachten aus: Zur Zeit sind im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz die lufthygienischen Voraussetzungen für die Bestätigung als Luftkurort mit der Heilanzeige "Atemwegserkrankungen" ohne Einschränkungen erfüllt. Eine Bestätigung dieses Prädikats kann aus lufthygienischer Sicht daher befürwortet werden.
Der Deutsche Wetterdienst hat in Neustadt drei sogenannte Probenahmestellen eingerichtet, die von einem Meteorologen ausgewählt wurden: Am Kurpark, am Kirchplatz sowie in der Badestraße. Während der Messkampagne in denen Jahren 1997/98 gab es in Neustadt nur zwei Messpunkte, auch wurde das Ortszentrum damals in der Burgstraße deklariert, bei der jüngsten Messperiode lag es südlich der Kirche.
Die einjährigen Messungen der partikel- und gasförmigen Luftbeimengungen in verschiedenen Ortsbereichen im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz haben laut dem DWD-Gutachten ergeben: An den beiden untersuchten Standorten "Kirchplatz" (Ortszentrum und "Badestraße" (Verkehrszentrum) wurden die Kurzzeit-Richtwerte der Begriffsbestimmungen beim Grobstaub sowie beim Stickstoffdioxid ausnahmslos eingehalten. An der Messstelle "Kurpark" im Kurgebiet traten dagegen beim Grobstaub insgesamt zwei Überschreitungen des dort geltenden Kurzzeit-Richtwertes auf. Beim Grobstaub und beim Stickstoffdioxid wurden die Kurzzeit-Richtwerte jedoch ebenfalls ausnahmslos eingehalten.
Die Belastung durch Grobstaub (gesamt) ist in Neustadt/Harz daher im Kurgebiet leicht erhöht, im Ortszentrum und an der verkehrsbezogenen Probenahmestelle als unauffällig anzusehen. Noch etwas günstiger stellt sich die Belastung durch Grobstaub dar. Für diese Luftbeimengung wurde im gesamten Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz eine unterdurchschnittliche Belastung festgestellt. An der "Badestraße" (Verkehrszentruml fiel sie sogar ausgesprochen gering aus. Die Belastung durch Stickstoffdioxid ist in Neustadt/Harz im gesamten Beurteilungsgebiet sehr niedrig ausgefallen.
Bürgermeister Dirk Erfurt (CDU) atmet nun erst einmal kräftig durch, ähnlich wird es den haupt- und ehrenamtlichen Touristikern ergehen. Doch Ausruhen wäre die falsche Schlussfolgerung. Zwar hat man mit dem Prädikat für die nächsten zehn Jahre ein "PR-Pfund" in der Hand, doch es bleibt neben einem permanenten Außenmarketing auch nach "innen" viel zu tun. Einige Hausaufgaben haben die Wetterfrösche aus Freiburg den Neustädtern mit auf den Weg gegeben.
Folgende Maßnahmen könnten die vergleichsweise günstige lufthygienische Situation im Beurteilungsgebiet von Neustadt/Harz weiter verbessern und somit zu einer nachhaltigen Qualitätssicherung des Prädikats "Luftkurort" beitragen:
- Weiterer Ausbau der Erdgasversorgung und vermehrte Nutzung umweltfreundlicher (auch alternativer) Energiequellen und Förderung entsprechender Projekte,
- regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlagen der Gewerbebetriebe und privaten Haushalte auf Stickoxid- und Ruß-Emissionen und, sofern sie nicht den neussten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, Umrüstung bzw. Austausch.

