nnz-Forum: Herzen gegen Schmerzen
Donnerstag, 22. Dezember 2011, 13:09 Uhr
Die Handarbeitszeitschrift "Anna" und das Internetportal DaWanda riefen im Oktober diesen Jahres zu einer großartigen Aktion auf: Herzkissen zu nähen für Frauen, die vom Brustkrebs betroffen und operiert worden sind. Dieser Aufruf wurde auch in der Goldenen Aue gehört...
Ein großes Herz aus buntem Stoff gefüllt mit exakt 170 Gramm Füllwatte: das ist auf den ersten Blick sicherlich nichts Besonderes. Aber diese Herzkissen sind für Frauen gedacht, die an Brustkrebs erkrankt sind. Das Herzkissen soll den Schmerz nach einer Brustkrebsoperation lindern, indem es unter die Achselhöhle geklemmt wird und so die Operationsnarbe schützt. Das Kissen hat die Form eines Herzens mit längeren Ohren und hilft den betroffenen Frauen auf angenehme Weise, den Druckschmerz zu mildern, beim Gehen Stöße abzufedern aber auch Blockaden des Lymphflusses entgegen zu wirken.
Diesen Aufruf haben wir gelesen und uns gedacht: Das ist eine tolle Sache! Da machen wir mit! Wir, das sind die Heringer Stichelsterne. Wir sind eine lose Gruppe von Frauen, die sich einmal wöchentlich montags im Heringer Kindergarten trifft und dort näht, häkelt, stickt, strickt, - eben stichelt, mit Nadeln handarbeitet.
Gesagt - getan! Im Vorfeld haben wir uns im Internet kundig gemacht, wo sich überhaupt Spezialkrankenhäuser für Brustkrebspatienten befinden. Wir waren mehr als überrascht, dass unsere Kreisstadt Nordhausen sogar ein interdisziplinäres zertifiziertes Brustzentrum im Nordhäuser Südharzkrankenhaus etabliert hat. Dorthin sollten also unsere fertig genähten Herzkissen gebracht werden.
Auf die entsprechende Krebsstation sollten nach Absprache mit Frau Dr. Volk die Kissen nicht zum Einsatz kommen, sie gab aber einen praktikablen Tipp. Es gibt ein angegliedertes Koordinationszentrum für Selbsthilfegruppen von Krebspatienten. Die dort arbeitende Koordinatorin der Selbsthilfegruppen nach Krebs, Gisela Jopke (Bild), nahm die Einladung unserer Stichelstern-Gruppe am letzten Montag an und kam zu uns. Frau Jopke war von unserer Idee begeistert und freute sich stellvertretend für viele betroffene Frauen, über 20 genähte Herzkissen von uns.
Sie erzählte uns, dass Brustkrebserkrankungen leider immer mehr zunehmen und immer mehr jüngere Frauen betroffen seien. Mit unseren besten Genesungswünschen für all die betroffenen Frauen verabschiedeten wir uns von Frau Jopke. Sie nahm 20 mit viel Liebe und guten Wünschen gesegnete Herzen mit, um sie den genesenden Frauen zu übergeben, die zu ihr den Weg in die Selbsthilfegruppen finden. Wir wünschen den Frauen mit unseren genähten Herzen von Herzen alles alles Gute!
Die Heringer Stichelsterne, Marina Benndorf
Autor: nnzEin großes Herz aus buntem Stoff gefüllt mit exakt 170 Gramm Füllwatte: das ist auf den ersten Blick sicherlich nichts Besonderes. Aber diese Herzkissen sind für Frauen gedacht, die an Brustkrebs erkrankt sind. Das Herzkissen soll den Schmerz nach einer Brustkrebsoperation lindern, indem es unter die Achselhöhle geklemmt wird und so die Operationsnarbe schützt. Das Kissen hat die Form eines Herzens mit längeren Ohren und hilft den betroffenen Frauen auf angenehme Weise, den Druckschmerz zu mildern, beim Gehen Stöße abzufedern aber auch Blockaden des Lymphflusses entgegen zu wirken.
Diesen Aufruf haben wir gelesen und uns gedacht: Das ist eine tolle Sache! Da machen wir mit! Wir, das sind die Heringer Stichelsterne. Wir sind eine lose Gruppe von Frauen, die sich einmal wöchentlich montags im Heringer Kindergarten trifft und dort näht, häkelt, stickt, strickt, - eben stichelt, mit Nadeln handarbeitet.
Gesagt - getan! Im Vorfeld haben wir uns im Internet kundig gemacht, wo sich überhaupt Spezialkrankenhäuser für Brustkrebspatienten befinden. Wir waren mehr als überrascht, dass unsere Kreisstadt Nordhausen sogar ein interdisziplinäres zertifiziertes Brustzentrum im Nordhäuser Südharzkrankenhaus etabliert hat. Dorthin sollten also unsere fertig genähten Herzkissen gebracht werden.
Auf die entsprechende Krebsstation sollten nach Absprache mit Frau Dr. Volk die Kissen nicht zum Einsatz kommen, sie gab aber einen praktikablen Tipp. Es gibt ein angegliedertes Koordinationszentrum für Selbsthilfegruppen von Krebspatienten. Die dort arbeitende Koordinatorin der Selbsthilfegruppen nach Krebs, Gisela Jopke (Bild), nahm die Einladung unserer Stichelstern-Gruppe am letzten Montag an und kam zu uns. Frau Jopke war von unserer Idee begeistert und freute sich stellvertretend für viele betroffene Frauen, über 20 genähte Herzkissen von uns.
Sie erzählte uns, dass Brustkrebserkrankungen leider immer mehr zunehmen und immer mehr jüngere Frauen betroffen seien. Mit unseren besten Genesungswünschen für all die betroffenen Frauen verabschiedeten wir uns von Frau Jopke. Sie nahm 20 mit viel Liebe und guten Wünschen gesegnete Herzen mit, um sie den genesenden Frauen zu übergeben, die zu ihr den Weg in die Selbsthilfegruppen finden. Wir wünschen den Frauen mit unseren genähten Herzen von Herzen alles alles Gute!
Die Heringer Stichelsterne, Marina Benndorf

