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Südharz als Sorgenkind

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 10:37 Uhr
Mehr Übernachtungen und steigende Gästezahlen - das ist die Zwischenbilanz des Thüringer Tourismus. Nur im Südharz gehen die Zahlen zurück. Hier die Einzelheiten...


Die Gesamtzahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben Thüringens stieg im Sommerhalbjahr 2011 um 1,6 Prozent bzw. 90.000 Übernachtungen auf 5,8 Millionen. Die Gästezahlen lagen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik mit einem Zuwachs von 3,0 Prozent (+63.000 Gästeankünfte) ebenfalls über den Werten des Sommerhalbjahres 2010.

Von Gästen aus dem Ausland wurde Thüringen hingegen nicht so stark besucht wie im Vorjahreszeitraum. Von den 2,2 Millionen Gästen, die Thüringen im Sommerhalbjahr 2011 (Mai bis Oktober) besuchten, kamen 167.000 aus dem Ausland. So sank die Zahl ausländischer Gäste um 6,2 Prozent, die Anzahl der von ihnen gebuchten Übernachtungen ging um 3,5 Prozent auf 391.000 zurück.

Rückgang im Südharz (Foto: TLS) Rückgang im Südharz (Foto: TLS)

Der Anstieg der Übernachtungszahlen resultierte im Sommerhalbjahr 2011 hauptsächlich aus Zuwächsen im Reisegebiet Thüringer Rhön (+20 457 Übernachtungen), im Reisegebiet der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar (+27 643 Übernachtungen) sowie im Reisegebiet Übriges Thüringen (+50 267 Übernachtungen). Der Thüringer Wald, das größte Thüringer Reisegebiet, konnte zwar den mit Abstand höchsten Anstieg der Gästezahlen verbuchen (+40 104), allerdings blieben die Gäste im Durchschnitt nicht so lange wie im Sommerhalbjahr 2010, sodass die Zahl der Übernachtungen nur geringfügig über dem Niveau des letzten Sommerhalbjahres lag (+4 915).

Im Südharz hingegen standen die touristischen Ampeln in diesem Sommer auf Rot. Hier wurden gegenüber dem Vorjahr fast 11.000 Gästeankünfte und knapp 16.000 Übernachtungen weniger gezählt.

Im Oktober 2011 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 920.000. Davon entfielen 873.000 Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+3,4 Prozent) und knapp 47.000 Übernachtungen auf ausländische Gäste (-0,6 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent auf insgesamt 344 Tausend, darunter 18 Tausend ausländische Gäste (-4,0 Prozent).
Autor: nnz

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