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Silberborth-Werk fortgeschrieben

Freitag, 26. September 2003, 13:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Nordhausen feierte seinen 1.000 Geburtstag. Das war 1927 und in diesem Jahr erschien die Stadtchronik. Jetzt ist das Silberborth-Werk fortgeschrieben worden. Die nnz hat es sich angesehen.


Der 2. Teil Um einen 2. Teil fortgeschrieben ist die 1927 zum 1000. Stadtgeburtstag erschienene Stadtchronik von Dr. Hans Silberborth „Geschichte der Freien Reichsstadt Nordhausen". Das kündigt Nordhausens Stadtarchivar Dr. Peter Kuhlbrodt an. „Im Herbst 2003 kann der 2. Teil nach sechs Jahren Forschungsarbeit der Öffentlichkeit übergeben werden.“ Die Chronik setze Anfang des 19. Jahrhunderts ein beim Übergang der Freien und des Reiches Stadt an das Königreich Preußen und ende mit der politischen Wende des Jahres 1989.

Das über 600 Seiten starke Werk behandele in 18 Kapiteln unter anderem die Jahre unter preußischer Herrschaft, die Restauration, die 48er Revolution, die Industrialisierung, Nordhausen im Ersten Weltkrieg, in den Wirren der Revolution und Nachkriegszeit, die Glanz- und Endzeit der Weimarer Republik, Nordhausen im sogenannten „Dritten Reich“, die Bombardierung der Stadt am 3. und 4. April 1945, Nordhausen unter der amerikanischen und sowjetischen Besatzungsmacht, die Stadt in der ausgehenden Ära Ulbricht, Nordhausen als DDR-Industriestadt und in der Endphase des "real existierenden Sozialismus" sowie das Jahr der Wende.

Das Werk werde bereichert durch über 200 Abbildungen - darunter seien viele bisher unveröffentlichte Fotos, Farbbilder und Stadtpläne. Die Ereignisse des gesamten dokumentierten Zeitraums zu bearbeiten, hätte die Kapazitäten des Stadtarchivs überstiegen. Deshalb habe man für bestimmte Zeitabschnitte bzw. Spezialthemen – wie Kirchengeschichte oder Geschichte des Flugwesens - kompetente Bearbeiter gefunden, die ihn bei seiner Arbeit unterstützt hätten, sagte Kuhlbrodt.

Diese Co-Autoren seien neben Denkmalschützer Hans-Jürgen Grönke die Nordhäuserin - und ehemalige Leiterin des Universitätsarchivs der Friedrich-Schiller-Universität Jena -, Dr. Leni Arnold, die Nordhäuser Reiner Hellberg und Jörg-Michael Junker sowie die Nordhäuser Lehrer Dr. Bernd Hildenbrand und Hans-Joachim Schmidt.

„Die Stadt Nordhausen und die Autoren möchten mit der Chronik ein für alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser geschichtliches Nachschlagewerk bieten - sozusagen ein Handbuch zum täglichen Gebrauch, das zuverlässige Auskunft geben will auf viele Fragen, die insbesondere die junge Generation immer wieder stellen wird“, sagte der Stadtarchivar.
Autor: nnz

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