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nnz-Interview: Die schönste Winterpause

Montag, 19. Dezember 2011, 09:19 Uhr
Es sind nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Sehnsüchtig fiebert Damian Raczka den Festtagen entgegen, die für ihn „die schönsten im Jahr“ sind, zumal der Fußballer des Verbandsligisten FSV Wacker 90 Nordhausen nach langer Zeit seine Familie in der Heimat wiedersieht. Der Zielort des 24-Jährigen heißt Neukirchen-Vluyn, ein kleines Dorf in der Nähe von Krefeld (Niederrhein)… 
 

Allerdings muss er sich aufgrund von beruflichen Verpflichtungen noch bis zum 23. Dezember gedulden, bevor er sich auf die Autobahn in Richtung heimatliche Gefilde schwingen kann. Zwischen Weihnachtseinkäufen und den Vorbereitungen auf die Heimreise fand Damian einen Moment der Ruhe, in dem er mit Sandra Arm über die vergangenen Monate und über das bevorstehende Weihnachtsfest sprach.
Sandra Arm: Sportlich gesehen verlief das vergangene halbe Jahr für den FSV Wacker 90 Nordhausen sehr erfolgreich. Ihr habt die Hinserie auf Platz eins und mit der Herbstmeisterschaft abgeschlossen. Mit welchen Gefühlen gehst du in die Winterpause? 

Damian Raczka: Mit dem besten Gefühl, das es gibt. Wir sind ungeschlagen und auf Platz eins. Ich glaube, das ist die schönste Winterpause, die man haben kann. 
Sandra Arm: Rückblickend auf das Jahr: Was war dein persönliches Highlight und aus welchem Grund?
 
Raczka: Ein persönliches Highlight habe ich nicht. Ich denke durch meine verletzungsbedingten Pausen habe ich etwas zu kämpfen gehabt, aber damit muss man immer rechnen. Trotzdem war ich immer heiß darauf, der Mannschaft zu helfen und habe versucht, stets meine 100 Prozent abzurufen. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Mannschaft selber das Highlight war. 

Sandra Arm: Ein Highlight ist für viele auch das Weihnachtsfest. Was macht für dich Weihnachten aus? 

Raczka: Für mich ist Weihnachten etwas Besonderes, es ist „Familienfest“. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich bald zu Hause bin. Es gibt nichts Schöneres, als bei der Familie zu sein und für mich ganz besonderes, weil ich ja nicht so oft dort war und durch das Fußballgeschäft schon früh ausgezogen bin. 

Sandra Arm: Gibt es bei euch Rituale oder Bräuche, wie das Fest begangen wird?  

Raczka: Ja, die gibt es. So wird bei uns grundlegend kein Fleisch zu Heiligabend gegessen. Bei uns ist es Tradition, dass wir Fischgerichte, hauptsächlich Karpfen, essen. Und am späten Abend findet eine Heiligabend-Messe statt, wo wir geschlossen zusammen zur Kirche gehen. 

Sandra Arm: Was fällt dir zuerst ein, wenn du an Weihnachten denkst? 

Raczka: Ich denke zuerst an die Familie und nicht zu vergessen an das leckere Essen von Mama und natürlich die Geschenke. 

Sandra Arm: Kannst du dich noch an dein schönstes Weihnachtsgeschenk oder an eine besondere Geschichte, die du an dem Tag erlebt hast, erinnern? 

Raczka: Ja, das schönste Weihnachtsgeschenk war mein erster Fußball. Zwar kann ich mich kaum noch daran erinnern, aber ich weiß, dass es das schönste Geschenk für mich war. 

Sandra Arm: Bist du schon in Weihnachtsstimmung?  

Raczka: Aber sicher doch. Ich habe mir sogar einen Weihnachtsbaum gekauft. Er ist zwar nur 25 Zentimeter groß, aber ich habe einen.  

Wie sieht er bei euch daheim aus und wann wird er aufgestellt? 
Raczka: Bei uns steht ebenfalls ein echter Weihnachtsbaum, er wird einen Tag vor Heiligabend  aufgestellt. 

Sandra Arm: Wer ist bei euch für das Schmücken des Baumes verantwortlich? 

Raczka: Für das Schmücken sind immer mein Papa und die Kinder (meine Nichten) zuständig.  

Sandra Arm: Bei vielen Kindern und auch Erwachsen darf neben dem Bäumchen eins ebenfalls nicht fehlen - der Weihnachtskalender. Hast du einen ? 

Raczka: Ich hab sogar zwei. Es sind die Fußball-Weihnachtskalender von Schalke 04 und von Borussia Mönchengladbach, die mit Schokolade gefüllt sind.  
 
Sandra Arm: Schokolade ist ein gutes Stichwort. In der Vorweihnachtszeit wird viel mit der exotischen Kakaomasse experimentiert. Es werden zudem Waffeln, Hefegebäck oder Plätzchen gebacken. Wie sieht es bei dir mit den häuslichen Fähigkeiten aus? 

Raczka: Für das Plätzchenbacken bin ich nicht vor Ort, aber ich habe meiner Mutter und meinen Schwestern schon gesagt, dass ich großen Hunger mitbringe. 
 
Sandra Arm: Hast du schon alle Geschenke für Familie und Freunde zusammen? 

Raczka: Da ich erst am 23. Dezember nach Hause fahre, musste ich die Geschenke hier besorgen. Ich habe es nicht bereut, denn in Erfurt kann man das super erledigen. Zugleich habe ich einen Blick auf den Weihnachtsmarkt geworfen. Er ist einfach ein Traum. 

Sandra Arm: Schlenderst du gern über die vorweihnachtlichen Hüttendörfer? 

Raczka: Wenn ich die Zeit dazu habe, gehe ich gerne über den Weihnachtsmarkt. Was für mich bei einem Besuch keinesfalls fehlen darf, ist eine Tasse heißer Kakao. Und ich esse sehr gerne heiße Maronen, Champignons mit Kräutersauce, Mandeln sowie Crêpes. 
 
Sandra Arm: Was wünschst du dir? 

Raczka: Ich hab keine speziellen Wünsche, ich freue mich einfach auf das Familienfest. Ich denke, die Fans haben sehr viel von uns dieses Jahr erwartet, wir haben es bisher und werden es bestimmt auch in Zukunft mit guten Leistungen bestätigen. Ein Verein ohne Fans ist kein Verein. Deswegen brauchen wir euch und wir sind froh, dass ihr alle so hinter uns steht - Macht weiter so!
Autor: nnz

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