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Erste Loipen werden gespurt

Sonntag, 18. Dezember 2011, 15:56 Uhr
Der Nationalpark Harz begann an diesem Wochenende mit dem Spuren der ersten Loipen in beiden Bundesländern rund um den Brocken. Sowohl in Niedersachsen als auch in Sachsen-Anhalt war seit diesem Tag die Schneehöhe ausreichend, um zumindest einen Teil der Loipen in den höheren Lagen des Parks zu spuren...

Rothirsche (Foto: privat) Rothirsche (Foto: privat)

Der Nationalpark Harz ging gut gerüstet in die Wintersaison 2011/2012. Die Nationalpark-Werkstätten, die zuständigen Nationalpark-Revierförstereien und die Ranger in beiden Bundesländern haben in gemeinsamer Arbeit die Besuchereinrichtungen runderneuert, sodass wir für den bevorstehenden Gästeansturm gut gerüstet sind.

Die Gesamtlänge der Loipen und Skiwanderwege im Nationalpark Harz beträgt ca. 150 km; sie befinden sich in Höhenlagen von 350 bis 930 m und weisen alle Schwierigkeitsgrade von leicht bis schwer auf. Wenn kein Tauwetter kommt, können wir also bald wieder für längere Zeit zahlreiche gut präparierte, schneesichere Loipen in herrlicher Nationalpark-Natur anbieten.

Skizentren innerhalb des Nationalparks befinden sich in Altenau-Torfhaus (Skiabfahrten mit Liftanlagen, Rodelhang) und Sankt Andreasberg-Sonnenberg (Skihänge, 4 Lifte). Aufgrund des Klimawandels sind nur noch die höhergelegenen Loipengebiete einigermaßen schneesicher – es sind die Areale rund um Achtermann, Acker, Drei-Annen-Hohne, Schierke, Sonnenberg und Torfhaus. Rast- und Einkehrmöglichkeiten entlang der Loipen und Skiwanderwege bieten die Waldgaststätten Hanskühnenburg auf dem Acker, Ilsestein, Plessenburg und die Nationalpark-Rangerstation Scharfenstein bei Ilsenburg, Rehberger Grabenhaus und Rinderstall bei Sankt Andreasberg; Molkenhaus und Rabenklippe bei Bad Harzburg sowie die Steinerne Renne zwischen Drei Annen-Hohne und Wernigerode.

Schwere Zeit für die Tierwelt etwas erleichtern

Loipen im Nationalpark sind aktiver Naturschutz – störempfindliche Bereiche werden durch Besucherlenkung beruhigt. Denn für die Tierwelt ist der Winter die schwerste Zeit. Der Nationalpark Harz bittet daher alle Gäste, bei allem Spaß an Sport und Spiel den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht zu vergessen.

Skiläufer und Wanderer sollten unbedingt auf den gespurten und gekennzeichneten Loipen sowie den ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Spaziergänger, die unbedacht querfeldein wandern, richten oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Der Park bittet daher eindringlich, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen und auf das Skilaufen in der Dämmerung und bei Nacht zu verzichten.

Weitere Informationen gibt es auf den Internet-Seiten des Nationalparks unter www.nationalpark-harz.de
Autor: nnz

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