"Bürgerarbeit" erfolgreich?
Sonntag, 18. Dezember 2011, 15:23 Uhr
Insgesamt 13.476 Thüringer Langzeitarbeitslose sind bisher im Rahmen des Bundesprogramms Bürgerarbeit betreut worden. 3.524 von ihnen – mehr als ein Viertel – haben inzwischen eine feste Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden...
Das zeigt: Langzeitarbeitslose, die intensiv und individuell betreut werden, haben wieder gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) heute. In Thüringen wird die Betreuung der Arbeitslosen sowohl durch die 15 Jobcenter als auch durch die 24 Integrationsprojekte des Landesarbeitsmarktprogramms (LAP) abgesichert. Machnig: Als Brücke in reguläre Beschäftigung ist die Bürgerarbeit erfolgreich.
Auch bei der Schaffung von "Bürgerarbeitsplätzen" – d.h. Arbeitsgelegenheiten für Arbeitsuchende, die trotz Aktivierungsphase nicht in eine Beschäftigung oder Qualifizierung vermittelt werden konnten – seien die ersten Anlaufschwierigkeiten offenbar überwunden: So wurden in Thüringen bislang 1.571 Bürgerarbeitsplätze bewilligt. Das sei zwar auch nur die Hälfte der ursprünglichen Zielmarke von 3.000, aber doch deutlich mehr als die 238 Stellen vom Juni dieses Jahres. Bürgerarbeit ist nötig, um gering Qualifizierte und Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, so Machnig. Dahinter stehe der Anspruch der Arbeitsmarktpolitik, niemanden aufzugeben und für jeden in Thüringen eine berufliche Perspektive zu schaffen: Der Grundsatz muss lauten: integrieren statt selektieren.
Das Bundesprogramm Bürgerarbeit ist zweistufig aufgebaut: Nach einer sechsmonatigen Aktivierungsphase folgt, sofern der Schritt auf den Arbeitsmarkt oder in eine Qualifizierung noch nicht gelingt, eine dreijährige geförderte Beschäftigungsphase – die eigentliche Bürgerarbeit. Dabei handelt es sich um zusätzliche soziale oder gemeinnützige Tätigkeiten in Gemeinden, Städten und Kreisen. Bei maximal 30 Wochenstunden Arbeitszeit liegt das Gehalt der Bürgerarbeiter dann bei rund 900 Euro brutto. Die Bürgerarbeit kann beendet werden, wenn der Beschäftigte eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt findet.
Aktuell sind über die 3.524 wieder regulär Beschäftigten hinaus 1.660 Betreute in eine weiterführende Qualifizierungsmaßnahme, 983 in eine öffentlich geförderte reguläre Beschäftigung und 1.571 in ein Bürgerarbeitsverhältnis vermittelt worden. Mehr als 4.000 Jobsuchende befinden sich noch in der Aktivierungsphase.
Der Bund stellt zwischen 2011 und 2014 rund 1,3 Milliarden Euro für das Programm Bürgerarbeit zur Verfügung. Damit können bundesweit 33.400 Bürgerarbeitsplätze geschaffen werden. Im Rahmen einer Kooperation mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/ Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Thüringer Wirtschaftsministerium als Kofinanzierung drei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Aktivierungsphase zur Verfügung gestellt.
Autor: nnzDas zeigt: Langzeitarbeitslose, die intensiv und individuell betreut werden, haben wieder gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) heute. In Thüringen wird die Betreuung der Arbeitslosen sowohl durch die 15 Jobcenter als auch durch die 24 Integrationsprojekte des Landesarbeitsmarktprogramms (LAP) abgesichert. Machnig: Als Brücke in reguläre Beschäftigung ist die Bürgerarbeit erfolgreich.
Auch bei der Schaffung von "Bürgerarbeitsplätzen" – d.h. Arbeitsgelegenheiten für Arbeitsuchende, die trotz Aktivierungsphase nicht in eine Beschäftigung oder Qualifizierung vermittelt werden konnten – seien die ersten Anlaufschwierigkeiten offenbar überwunden: So wurden in Thüringen bislang 1.571 Bürgerarbeitsplätze bewilligt. Das sei zwar auch nur die Hälfte der ursprünglichen Zielmarke von 3.000, aber doch deutlich mehr als die 238 Stellen vom Juni dieses Jahres. Bürgerarbeit ist nötig, um gering Qualifizierte und Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, so Machnig. Dahinter stehe der Anspruch der Arbeitsmarktpolitik, niemanden aufzugeben und für jeden in Thüringen eine berufliche Perspektive zu schaffen: Der Grundsatz muss lauten: integrieren statt selektieren.
Das Bundesprogramm Bürgerarbeit ist zweistufig aufgebaut: Nach einer sechsmonatigen Aktivierungsphase folgt, sofern der Schritt auf den Arbeitsmarkt oder in eine Qualifizierung noch nicht gelingt, eine dreijährige geförderte Beschäftigungsphase – die eigentliche Bürgerarbeit. Dabei handelt es sich um zusätzliche soziale oder gemeinnützige Tätigkeiten in Gemeinden, Städten und Kreisen. Bei maximal 30 Wochenstunden Arbeitszeit liegt das Gehalt der Bürgerarbeiter dann bei rund 900 Euro brutto. Die Bürgerarbeit kann beendet werden, wenn der Beschäftigte eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt findet.
Aktuell sind über die 3.524 wieder regulär Beschäftigten hinaus 1.660 Betreute in eine weiterführende Qualifizierungsmaßnahme, 983 in eine öffentlich geförderte reguläre Beschäftigung und 1.571 in ein Bürgerarbeitsverhältnis vermittelt worden. Mehr als 4.000 Jobsuchende befinden sich noch in der Aktivierungsphase.
Der Bund stellt zwischen 2011 und 2014 rund 1,3 Milliarden Euro für das Programm Bürgerarbeit zur Verfügung. Damit können bundesweit 33.400 Bürgerarbeitsplätze geschaffen werden. Im Rahmen einer Kooperation mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/ Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Thüringer Wirtschaftsministerium als Kofinanzierung drei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Aktivierungsphase zur Verfügung gestellt.
