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Tobsüchtiger hinterlässt Spur der Verwüstung

Samstag, 17. Dezember 2011, 16:19 Uhr
Mit einem Messer und einer Axt bewaffnet verursachte am Morgen ein Mann in Niedersachsen und Nordthüringen einen Schaden von geschätzten 120.000 Euro. Auf einer Strecke von rund 70 km hinterließ er innerhalb von 75 Minuten eine Spur der Verwüstung. Die nnz mit einem Überblick...


Die Wahnsinnstat nahm kurz vor acht Uhr ihren Anfang im niedersächsischen Duderstadt. Dort hatte der Mann auf dem Gelände eines Autohauses blindlings mit einer Axt auf die ausgestellten Neuwagen eingeschlagen. Zwölf Heckscheiben und die gläserne Eingangstür zum Autohaus gingen zu Bruch.

Auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes zerschlug der Mann anschließend alle Scheiben eines Audi, bevor er wenige Straßen weiter in einer Tankstelle das Kassenterminal einer Tankstelle zerschlug. Auf seiner Flucht schlug er auf der Straße einem verkehrsbedingt haltenden PKW einen Außenspiegel ab.

Während die Polizei in Niedersachsen die Fahndung nach dem Tobsüchtigen auslöste, war der bereits in Heiligenstadt eingetroffen. Auch dort suchte er wiederum ein Autohaus auf und zerschlug an sechs ausgestellten Fahrzeugen die Scheiben. Am Gebäude des Autocenters gingen vier Schaufenster zu Bruch.

Wenig später ging bei der Polizei die Meldung ein, dass der Mann in Leinefelde am Einkaufszentrum „Haus Mitte“ die Eingangstür mit der Axt zerschlagen hatte. Kurz darauf ging er auf dem Gelände einer Spedition auf einen LKW los und zerschlug sämtliche Scheiben und die Scheinwerfer.

Danach raste der Täter nach Nordhausen und schlug auf dem Gelände eines Autohauses in der Halleschen Straße wild um sich. Dabei zerstörte er die Scheiben von sechs Fahrzeugen und ein Schaufenster. Zerstört wurde dabei auch ein besonders wertvoller Oldtimer.

Noch auf dem Gelände des Autohauses konnte der tobsüchtige Mann festgenommen werden. Als er mit der Axt und einem etwa 30 cm langen Messer auf die Polizeibeamten losging, wurde er unter Einsatz von Pfefferspray überwältigt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Der 36-jährige aus dem Landkreis Eichsfeld stammende Mann ist inzwischen in einer Psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Über seine Motive ist bisher noch nichts bekannt.
Autor: nnz

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