nnz-online

Betreutes Abnehmen

Freitag, 09. Dezember 2011, 12:59 Uhr
Im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus soll ein Adipositas-Zentrum etabliert werden. In diesem Zentrum sollen künftig alle medizinisch-fachlichen Kompetenzen zusammengefasst werden, um Fettleibigkeit und Fettsucht optimal behandeln zu können. Die Bildung eines solchen Zentrums erscheint mehr denn je notwendig, da in Deutschland jeder zweite Mensch übergewichtig ist und bei jedem Fünften die Fettleibigkeit krankhafter Natur ist...


Vor allem werden in diesem Adipositas-Zentrum die Bereiche der Chefärzte Dr. med. Jens Büntzel (Ernährungsmedizin) und Dr. med. Yao Chen (Chirurgie) zusammenarbeiten. Die anvertrauten Patienten sollen darüber hinaus von einem erfahrenen Psychologen sowie Sporttherapeuten und Ernährungsberatern während der Therapie betreut werden.

“Wir wollen den Menschen, die an Fettleibigkeit leiden, mit dem neuen Zentrum einen ärztlich begleiteten Einstieg in ein Abnehmprogramm bieten. Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass ein Mensch mit einem Body-Maß-Index (BMI) größer als 30 es nur schwer schafft, sein Gewicht auf das medizinisch notwendige Maß zu verringern”, beschreibt Dr. Büntzel das Angebot. Hinzukommt, dass Adipositas-Patienten häufig an weiteren Krankheiten leiden, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Gelenkschmerzen oder Diabetes. Mit dem neuen Zentrum wird das Südharz-Krankenhaus auch der Komplexität einer solchen Therapie gerecht.

Mit Dr. Chen wird sich der therapeutische Kreis für den Patienten schließen. “Sollten die ernährungsmedizinischen Therapien nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann sind wir Chirurgen quasi die letzte Instanz. Der Fokus liegt hierbei auf verschiedenen Operationsmöglichkeiten am Magen des Patienten. Ich habe mit einer ganzheitlichen medizinischen Betreuung von Menschen mit Adipositas in meinen früheren Tätigkeiten Erfahrungen sammeln können. Nur an wenigen Kliniken findet man so optimale fachliche und technische Möglichkeiten wie im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus”, sagt der Chirurg, der zuvor in Berlin gearbeitet hatte.

Einzelne Patienten sind im Südharz-Krankenhaus bereits betreut worden, die erste Gruppe von Frauen und Männern wird sich im Januar, spätestens im Februar, in Obhut des Adipositas-Zentrums begeben. Der ernährungsmedizinische Teil der Therapie wird ambulant angeboten und dauert in der Regel zwölf, mindestens jedoch sechs Monate. In dieser Phase wird nach einem bundesweiten Programm gearbeitet, das bereits mit wissenschaftlich fundierten Analysen und Auswertungen untersetzt ist. Nach diesen Monaten wird dem Patienten eine medizinisch fundierte Empfehlung hinsichtlich einer Operation gegeben.
Interessenten, die sich in die Obhut des neuen Adipositas-Zentrum begeben möchten, können den Kontakt über 03631/412263 herstellen.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de