Schulen im Finanz-Netz
Dienstag, 23. September 2003, 11:04 Uhr
Nordhausen (nnz). In genau einer Woche bekommen die Kreistagsmitglieder den ersten Entwurf der Schulnetzplanung für den Landkreis serviert. Für eine erste Lesung. Danach haben sie Zeit zur Diskussion. Die gibt es in den Schulen schon jetzt.
Politisch korrekt heißt es: Die Schulnetzplanung im Landkreis Nordhausen soll fortgeschrieben werden. Im Klartext: In den kommenden Jahren muß auf den Rückgang der Schülerzahlen im Landkreis reagiert werden. Zusammen mit dem Sanierungsbedarf für viele Schulen müssen Schließungen diskutiert und beschlossen werden. Der Entwurf, der zur ersten Lesung in einer Woche präsentiert wird, der erweist sich als harmlos. Für viele Kreistagsmitglieder als zu harmlos. Nach nnz-Informationen soll dabei nur der Regelschulstandort Sollstedt aufgegeben werden. Statt Schließung sei aber eine Sanierung vorgesehen. Danach soll das Gebäude als zentrale Grundschule für die Sollstedter und Bleicheröder Region weiter bestehen bleiben.
Der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), hat angesichts dieser Vorschläge aus dem Schulamt schon jetzt Bauchschmerzen. In dieser Woche kündigte er bei der Vorstellung der Eckdaten zum nächsten Kreishaushalt an, dass die Beibehaltung und die Sanierung aller Schulstandorte ein nicht machbare, weil nicht bezahlbare Variante sei. Also wird es in den kommenden Monaten viel zu diskutieren geben in der Kreisverwaltung und im Kreistag.
Schulschließungen sind letztlich nur aus finanzieller Sicht vernünftig, nicht aus pädagogischer. Und dann sind ja auch im kommenden Jahr Wahlen angesagt. Ähnlich wie es dem Land mit seinem LEP-Entwurf erging, so wird es den Mitgliedern des Kreistages ergehen, die sich wiederwählen lassen wollen. Wer will seinem Wahlvolk schon verklickern, dass er für die Schließung der Schule in X oder in Y gestimmt hat.
Autor: nnzPolitisch korrekt heißt es: Die Schulnetzplanung im Landkreis Nordhausen soll fortgeschrieben werden. Im Klartext: In den kommenden Jahren muß auf den Rückgang der Schülerzahlen im Landkreis reagiert werden. Zusammen mit dem Sanierungsbedarf für viele Schulen müssen Schließungen diskutiert und beschlossen werden. Der Entwurf, der zur ersten Lesung in einer Woche präsentiert wird, der erweist sich als harmlos. Für viele Kreistagsmitglieder als zu harmlos. Nach nnz-Informationen soll dabei nur der Regelschulstandort Sollstedt aufgegeben werden. Statt Schließung sei aber eine Sanierung vorgesehen. Danach soll das Gebäude als zentrale Grundschule für die Sollstedter und Bleicheröder Region weiter bestehen bleiben.
Der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), hat angesichts dieser Vorschläge aus dem Schulamt schon jetzt Bauchschmerzen. In dieser Woche kündigte er bei der Vorstellung der Eckdaten zum nächsten Kreishaushalt an, dass die Beibehaltung und die Sanierung aller Schulstandorte ein nicht machbare, weil nicht bezahlbare Variante sei. Also wird es in den kommenden Monaten viel zu diskutieren geben in der Kreisverwaltung und im Kreistag.
Schulschließungen sind letztlich nur aus finanzieller Sicht vernünftig, nicht aus pädagogischer. Und dann sind ja auch im kommenden Jahr Wahlen angesagt. Ähnlich wie es dem Land mit seinem LEP-Entwurf erging, so wird es den Mitgliedern des Kreistages ergehen, die sich wiederwählen lassen wollen. Wer will seinem Wahlvolk schon verklickern, dass er für die Schließung der Schule in X oder in Y gestimmt hat.
