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Suppenbankett als Dankeschön

Dienstag, 06. Dezember 2011, 14:34 Uhr
Hinter einem Bankett vermutet man etwas pömpöses. Dass es auch bodenständig und damit dem Anlass angemessen sein kann, zeigte sich gestern im Tabakspeicher...

Suppenbankett (Foto: M. Daniel) Suppenbankett (Foto: M. Daniel)
Herrmann Trost und Annegret Schack engagieren sich ehrenamtlich. Als kleines Dankeschön für diese Arbeit gab es Suppe, die ihnen Babett Käferstein auftrug. Foto: Mathias Daniel

Sie leisten viel und das zudem unentgeltlich – die vielen Ehrenamtlichen, die in Stadt und Landkreis aktiv sind. Gestern bekam dieses Engagement zum internationalen Tag des Ehrenamtes eine gebührende Würdigung.

LIFT und das Studio 44 hatten einhundert Einladungen geschickt und in diesem Jahr in den Tabakspeicher zum 2. Suppenbankett eingeladen. LIFT-Geschäftsführerin Hannelore Haase freute sich „dass wir heute mal was für Sie tun können.“ Und verwies mit dem Blick auf ein kleines Rahmenprogramm der Zappelinis und einem Auftritt des Mehrgenerationenchors auf die duftenden Suppen.

Die gaben dem Bankett die gewisse Bodenständigkeit zurück, die ja auch dem Wirken der unentgeltlich Leistenden innewohnt. Ohne sie – und da waren sich auch die anwesenden Vertreter von Stadt- und Landkreis in Person von Bürgermeister Matthias Jendrike (SPD) und der 2. Beigeordneten Loni Grünwald (LINKE) – einig, könnte das, was an Arbeit anfällt oder Angeboten bereit gehalten wird, gar nicht geleistet werden. Ob es sich um die zahlreichen Vereine, die Arbeit des Studios 44 mit dem Kinderzirkus Zappelini, LIFT mit dem Mehrgenerationenhaus und seinen vielfältigen Offerten handelt.

Seit fünf Jahren gibt es das Mehrgenerationenhaus. Die dortigen Ehrenamtler tragen dazu bei, dass dieses Haus funktioniert, betonte Franca Bergmann, die stellvertretende Lift-Geschäftsführerin. Sie haben das Haus über all die Jahre getragen. Denn allein die finanziellen Mittel hätten dies in dieser Form so nicht ermöglichen können. Erwähnung fand in diesem Zusammenhang, dass Dank des Einsatzes der Lesementoren an Schulen und Kitas seit über drei Jahren der mit einer Geldprämie verbundene Familienförderpreis gewonnen werden konnte.

Viel Lob erfuhr die Landtagsabgeordnete der Partei Die Linke, Birgit Keller, die sich als von Anbeginn für die Mehrgenerationenhäuser und insbesondere das Nordhäuser MEGEHA beim Land stark gemacht hat. Sie setzte sich besonders energisch für dessen Fortbestand ein und fungiert nunmehr als offizielle Patin. Birgit Keller betonte „wie wichtig es ist, sich in mehreren Generationen zusammen zu finden.“ Dazu möchte sie ihren Beitrag leisten und ihr Herz dem Mehrgenerationenhaus widmen.

Umso mehr schmeckten im Anschluss an Würdigung und Dankesworte Soljanka, Hokaidokürbis- und Kartoffelsuppe. Es war keine große Sache, sondern eine kleine, aber dennoch deutliche Anerkennung. Und sie passte. Denn diejenigen, denen die Veranstaltung galt, machen aus ihrer Arbeit, ihrem Engagement auch keine große Sache – leisten allerdings in Summe sehr viel.

Da verwundert es nicht, wenn das Suppenbankett zur Tradition geraten soll und im kommenden Jahr wie angekündigt sicher seine dritte Auflage bekommt.
Autor: nnz

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