Wunderkerzen, Gesänge und drei Tore
Sonntag, 04. Dezember 2011, 18:05 Uhr
Ein wenig anders als sonst verlief für die Verbandsliga-Fußballer des FSV Wacker 90 Nordhausen der letzte Spieltag in der Hinrunde. Statt am zuschauerfreundlichen Sonntag mussten die Schützlinge von Trainer Jörg Goslar bereits am Sonnabend gegen die Regionalliga-Reserve des ZFC Meuselwitz ran. Auch Sandra Arn hat das Spiel beobachtet...
Im Sprecherturm begrüßte nicht wie gewohnt Heinz Jödecke die 351 Besucher, sondern nnz-Macher Peter-Stefan Greiner. Auch das Wetter zeigte sich nicht wie eigentlich gewöhnt von seiner besten Seite, es zeichnete sich eher durch Dauernieselregen aus. Nur in einem Punkt zeigte der Gastgeber seine Beständigkeit, er blieb auch am 15. Spieltag ungeschlagen und verabschiedete sich mit einem souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg sowie der Herbstmeisterschaft in die Pause.
Die erste Aktion gehörte aber den Wacker-Fans, die beim Einmarsch der beiden Mannschaften mit Wunderkerzen und einem Plakat, auf dem mit blauer Schrift "Herbstmeister" geschrieben stand, die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Fast hätten diese in der ersten Minute sich schon in den Armen liegen und jubeln können, wenn nicht Stürmer Lars Pohl nach Vorarbeit von Jan-Philipp Rose den Ball in die Arme von Keeper Christopher Romeike gejagt hätte. Auch 120 Sekunden später war es Pohl, der nur um wenige Zentimeter das gegnerische Gehäuse verpasste. Der Gastgeber drängte auf eine schnelle Führung, während sich die Gäste gut organisiert zeigten.
Das Team von Trainer Heiko Weinert war zudem mit drei Akteuren aus der ersten Mannschaft – Tommy Kind, Karsten Oswald und Nico Mattheus - bestückt und hielt zunächst dem Angriffsdruck der Nordhäuser stand. So wie auch in der 17. Minute, als sich Mittelstürmer Pascal Biank gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und den auf der linken Angriffsseite mitlaufenden Rose mustergültig freispielte. Dieser verpasste nicht nur die Führung, sondern auch das 400. Thüringenliga-Tor für Wacker. Besser machte es Rose dann in der 23. Minute, als er einen Pass aus dem Mittelfeld zur 1:0-Führung verwertete.
Diese war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, denn außer dem Schussversuch von Michael Schmidt war von den Gästen nicht viel zu sehen (20.). Das änderte sich allerdings in der 32. Minute, als Tommy Kind nach einer Ecke von Florian Schumann allerdings nur die Stabilität des Topfostens testete - Wacker im Glück. Dieses war dem ZFC zuvor in der 27. und 33. Minute hold, als zunächst Alexander Töpfer nach einer Hereingabe von Rose am Ball vorbeirutschte und nur wenige Minuten später Pohls Flanke in den Strafraum in Rose einen Abnehmer fand. Allerdings gelang es Romeike, den Kopfball des gut aufgelegten Flügelflitzers noch von der Linie zu kratzen. Der Gastgeber kam in Folge zu weiteren guten Möglichkeiten durch Biank (35.) und Töpfer (41.). Das Chancenplus lag eindeutig auf der Seite des Gastgebers, dem man nur die mangelhafte Verwertung vorwerfen konnte.
Das änderte sich in Durchgang zwei. Mit neuem Schwung sowie unverändert in der Aufstellung kam der Gastgeber aus der Kabine und setzte durch Töpfer gleich den ersten Akzent. Allerdings hatte der Angreifer erneut kein Glück, als er freistehend vor Keeper Romeike vergab. Nun kamen auch die Gäste besser ins Spiel und waren um den Ausgleich bemüht. Doch die Abwehr um Routinier René Taute stand kompakt und sicher. Auf der anderen Seite verpassten es Dyhonne-Lucas do Amaral (55.), er kam für Pohl in der 52. Minute, als auch Töpfer, der statt selbst zu schießen, auf den mitlaufenden Biank querlegte, die knappe Führung weiter auszubauen. Im Gegenzug zappelte der Ball im Netz von Wacker-Keeper Jonas Heidrich. Der Treffer von Jacob Hennig zählte nicht, da der Schiedsrichter auf Abseits entschied.
Der nächste und schnell vorgetragene Angriff des Gastgebers wurde in der 61. Minute belohnt, als Kapitän Robin Teichmann aus dem Mittelfeld auf der linken Seite Rose bediente. Dessen Flanke auf die rechte Seite erreichte Töpfer, der abzog und zum vielumjubelten 2:0 einnetzte. Ein anderer, do Amaral nämlich, besiegte in der 68. Minute seinen Heimfluch und markierte seinen ersten Treffer vor heimischer Kulisse – 3:0. Diesem war ein langer Pass vom zwei Minuten zuvor eingewechselten Adil Boukantar vorausgegangen. Der Gastgeber gab sich mit seinen drei Treffern noch lange nicht zufrieden. Es fehlte aber an der nötigen Präzision, um das Torkonto weiter auszubauen, wie auch beim ZFC, dem der Ehrentreffer in der 85. Minute verwehrt blieb. Heidrich zeigte in dieser Situation, als er einen Aufsetzerkopfball von Oswald erst im Nachfassen entschärfte, eine kleine Unsicherheit. Am Ende durfte er sich wie auch die Mannschaft über das sechste Spiel der Serie freuen, an dessen Ende hinten die Null zu Buche stand.
Viel Zeit zum Verschnaufen und zum Feiern mit ihren Fans blieb den Nordhäusern nicht, denn um Punkt 17 Uhr waren kräftige Männerstimmen beim Adventskalender vor dem Theater gefragt. Der FSV Wacker 90 Nordhausen agierte als Fensterpate. So schmetterten die Kicker gemeinsam mit einem Jugendteam und mit den Fans, die sich zahlreich vor dem Kulturpalast eingefunden hatten, drei Weihnachtslieder und verabschiedeten sich anschließend in die wohlverdiente Winterpause.
Sandra Arm
Autor: nnzIm Sprecherturm begrüßte nicht wie gewohnt Heinz Jödecke die 351 Besucher, sondern nnz-Macher Peter-Stefan Greiner. Auch das Wetter zeigte sich nicht wie eigentlich gewöhnt von seiner besten Seite, es zeichnete sich eher durch Dauernieselregen aus. Nur in einem Punkt zeigte der Gastgeber seine Beständigkeit, er blieb auch am 15. Spieltag ungeschlagen und verabschiedete sich mit einem souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg sowie der Herbstmeisterschaft in die Pause.
Die erste Aktion gehörte aber den Wacker-Fans, die beim Einmarsch der beiden Mannschaften mit Wunderkerzen und einem Plakat, auf dem mit blauer Schrift "Herbstmeister" geschrieben stand, die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Fast hätten diese in der ersten Minute sich schon in den Armen liegen und jubeln können, wenn nicht Stürmer Lars Pohl nach Vorarbeit von Jan-Philipp Rose den Ball in die Arme von Keeper Christopher Romeike gejagt hätte. Auch 120 Sekunden später war es Pohl, der nur um wenige Zentimeter das gegnerische Gehäuse verpasste. Der Gastgeber drängte auf eine schnelle Führung, während sich die Gäste gut organisiert zeigten.
Das Team von Trainer Heiko Weinert war zudem mit drei Akteuren aus der ersten Mannschaft – Tommy Kind, Karsten Oswald und Nico Mattheus - bestückt und hielt zunächst dem Angriffsdruck der Nordhäuser stand. So wie auch in der 17. Minute, als sich Mittelstürmer Pascal Biank gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und den auf der linken Angriffsseite mitlaufenden Rose mustergültig freispielte. Dieser verpasste nicht nur die Führung, sondern auch das 400. Thüringenliga-Tor für Wacker. Besser machte es Rose dann in der 23. Minute, als er einen Pass aus dem Mittelfeld zur 1:0-Führung verwertete.
Diese war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, denn außer dem Schussversuch von Michael Schmidt war von den Gästen nicht viel zu sehen (20.). Das änderte sich allerdings in der 32. Minute, als Tommy Kind nach einer Ecke von Florian Schumann allerdings nur die Stabilität des Topfostens testete - Wacker im Glück. Dieses war dem ZFC zuvor in der 27. und 33. Minute hold, als zunächst Alexander Töpfer nach einer Hereingabe von Rose am Ball vorbeirutschte und nur wenige Minuten später Pohls Flanke in den Strafraum in Rose einen Abnehmer fand. Allerdings gelang es Romeike, den Kopfball des gut aufgelegten Flügelflitzers noch von der Linie zu kratzen. Der Gastgeber kam in Folge zu weiteren guten Möglichkeiten durch Biank (35.) und Töpfer (41.). Das Chancenplus lag eindeutig auf der Seite des Gastgebers, dem man nur die mangelhafte Verwertung vorwerfen konnte.
Das änderte sich in Durchgang zwei. Mit neuem Schwung sowie unverändert in der Aufstellung kam der Gastgeber aus der Kabine und setzte durch Töpfer gleich den ersten Akzent. Allerdings hatte der Angreifer erneut kein Glück, als er freistehend vor Keeper Romeike vergab. Nun kamen auch die Gäste besser ins Spiel und waren um den Ausgleich bemüht. Doch die Abwehr um Routinier René Taute stand kompakt und sicher. Auf der anderen Seite verpassten es Dyhonne-Lucas do Amaral (55.), er kam für Pohl in der 52. Minute, als auch Töpfer, der statt selbst zu schießen, auf den mitlaufenden Biank querlegte, die knappe Führung weiter auszubauen. Im Gegenzug zappelte der Ball im Netz von Wacker-Keeper Jonas Heidrich. Der Treffer von Jacob Hennig zählte nicht, da der Schiedsrichter auf Abseits entschied.
Der nächste und schnell vorgetragene Angriff des Gastgebers wurde in der 61. Minute belohnt, als Kapitän Robin Teichmann aus dem Mittelfeld auf der linken Seite Rose bediente. Dessen Flanke auf die rechte Seite erreichte Töpfer, der abzog und zum vielumjubelten 2:0 einnetzte. Ein anderer, do Amaral nämlich, besiegte in der 68. Minute seinen Heimfluch und markierte seinen ersten Treffer vor heimischer Kulisse – 3:0. Diesem war ein langer Pass vom zwei Minuten zuvor eingewechselten Adil Boukantar vorausgegangen. Der Gastgeber gab sich mit seinen drei Treffern noch lange nicht zufrieden. Es fehlte aber an der nötigen Präzision, um das Torkonto weiter auszubauen, wie auch beim ZFC, dem der Ehrentreffer in der 85. Minute verwehrt blieb. Heidrich zeigte in dieser Situation, als er einen Aufsetzerkopfball von Oswald erst im Nachfassen entschärfte, eine kleine Unsicherheit. Am Ende durfte er sich wie auch die Mannschaft über das sechste Spiel der Serie freuen, an dessen Ende hinten die Null zu Buche stand.
Viel Zeit zum Verschnaufen und zum Feiern mit ihren Fans blieb den Nordhäusern nicht, denn um Punkt 17 Uhr waren kräftige Männerstimmen beim Adventskalender vor dem Theater gefragt. Der FSV Wacker 90 Nordhausen agierte als Fensterpate. So schmetterten die Kicker gemeinsam mit einem Jugendteam und mit den Fans, die sich zahlreich vor dem Kulturpalast eingefunden hatten, drei Weihnachtslieder und verabschiedeten sich anschließend in die wohlverdiente Winterpause.
Sandra Arm
