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Kontrolliert und verklagt

Sonntag, 21. September 2003, 14:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hat auch am Sonntag wieder einige interessante Meldungen für Sie zusammengefasst. Dabei geht es um den Job beim BGS und Internet-Tauschbörsen.

Gefasst
Bei so genannten verdachtsunabhängigen Personenkontrollen haben nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS) mehr als 16.400 zur Fahrdung ausgeschriebene Kriminelle gefasst. Wie das Magazin unter Berufung auf eine unveröffentlichten BGS-Bilanz für die Jahre 1999 bis 2002 in seiner neuen Ausgabe berichtet, wurden in diesem Zeitraum in Zügen, Bahnhöfen und Flughäfen fast 1,2 Millionen Personen kontrolliert. Mehr als 59.000 Straftaten seien angezeigt worden.

Unter den Festgenommenen habe sich ein Algerier befunden, dem die Vorbereitung eines Anschlags auf die Botschaft in Paris vorgeworfen worden sei, hieß es in dem Vorabbericht weiter. Auch sei ein per Haftbefehl gesuchter Rechtsradikaler aufgespürt worden. Das Recht, Personen ohne konkreten Verdacht zu kontrollieren, hat der BGS seit 1998. Diese Befugnis ist bis Ende 2003 befristet. Laut "Focus" will sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in dieser Woche für eine Verlängerung der Regelung bis zum Jahr 2008 einsetzen.


Tauschbörse verklagt
Achtzehn Plattenfirmen haben die Musiktauschbörse iMesh.com Inc. einem Medienbericht zufolge wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht verklagt. Die Kläger beschuldigten die weltweit drittgrößte Musiktauschbörse im Internet, als Medium für die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material zu dienen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag auf seiner Internetseite. Die beiden größten Musiktauschbörsen im Internet sind Morpheus und KaZaa. Über sie tauschen Millionen von Internetnutzern kostenlos Software, Musik und Videos.
Autor: nnz

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