Treffen in großer Runde
Mittwoch, 30. November 2011, 14:54 Uhr
Bereits seit längerem geplant war das Treffen des Bündnis gegen Rechtsextremismus vor einer Woche. Neben der Wahl eines neuen SprecherInnenrates standen die breitere Aufstellung des Bündnisses und angesichts der Entwicklungen um die Zwickauer Zelle aktuelle Themen auf der Tagesordnung...
Neben vielen bekannten Gesichtern fanden auch neue Interessierte den Weg in den großen Plenarsaal des Landratsamtes. Dabei waren engagierte Privatpersonen ebenso vertreten wie Verbände, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Auf dem Weg das Bündnis breiter in der Gesellschaft zu verankern, ist somit ein wichtiger Schritt gelungen.
In ihrem Grußwort mahnte die 1. Beigeordnete des Landkreises, Jutta Krauth (SPD): Die Vorgänge um
den NSU zeigen einmal mehr, dass der Kampf gegen neofaschistische Umtriebe nicht nur den Behörden überlassen werden kann. Die Verteidigung unserer Demokratie und unserer Verfassung bedarf eines breiten bürgerlichen Engagements. In diesem Zusammenhang sicherte sie weitere Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Aktivitäten durch das Landratsamt zu.
Durch den weiteren Verlauf führten Katja Fiebiger und Fabian Wagner der mobilen Beratung Mobit, die betonten, dem Bündnis auch weiterhin unterstützend zur Seite zu stehen. Einem kurzen Vortrag über die Geschichte des BgR in der jetzigen Form und möglichen
Verbindungen der rechtsradikalen Terroristen nach Nordhausen folgte eine Diskussion über zukünftige Inhalte und Arbeitsweise des Bürgerbündnisses.
Themen waren unter anderem Jugendarbeit, der Umgang mit dem Gedenktag der Bombardierung oder eine mögliche Wiederbelebung der Bürgerzeitung büz.
Einigkeit herrschte bei allen Teilnehmern darüber, dass vor allem die Jugend und die schweigende Masse durch Aufklärung erreicht werden müssen, um rechtsradikalen
Organisationen und Einstellungen den Resonanzboden zu entziehen.
Da ein Bürgerbündnis das nicht alleine erreichen kann rief Pfarrer Kube auf: Wir müssen als Multiplikatoren in die Stadt hineinwirken, Anregungen geben und entsprechendes Engagement zum Beispiel von Verbänden oder der öffentlichen Hand auch einfordern!" Auch organisatorisch stellt sich das Bündnis neu auf. Ein verkleinerter SprecherInnenrat soll vorwiegend Koordinierungsaufgaben übernehmen, während alle Mitglieder dazu aufgerufen sind, sich in Arbeitsgruppen zusammen zu finden und ihre Ideen und Erfahrungen einzubringen.
Dass diese Umstrukturierung neue Impulse zur Mitarbeit gibt, zeigte sich in der spontanen Gründung der AG Kultur oder der bereits im Vorfeld angebotenen Weiterführung der AG Öffentlichkeitsarbeit. Zum Ende des zweistündigen Treffens stand die Wahl eines neuen SprecherInnenrates auf der Tagesordnung. Mit großer Mehrheit wurden Bianca Sue Henne (Theater Nordhausen), Peter Kube (Schrankenlos e.V.) und Michael Mohr (DIE LINKE. Nordhausen) gewählt. Im Nachgang des Treffens betonten die SprecherInnen: Das Bündnis ist und bleibt offen für alle Engagierten, die sich rassistischem und Menschen verachtendem Gedankengut entgegenstellen wollen. Wir freuen uns auf weitere neue Mitstreiter!
Autor: nnzNeben vielen bekannten Gesichtern fanden auch neue Interessierte den Weg in den großen Plenarsaal des Landratsamtes. Dabei waren engagierte Privatpersonen ebenso vertreten wie Verbände, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Auf dem Weg das Bündnis breiter in der Gesellschaft zu verankern, ist somit ein wichtiger Schritt gelungen.
In ihrem Grußwort mahnte die 1. Beigeordnete des Landkreises, Jutta Krauth (SPD): Die Vorgänge um
den NSU zeigen einmal mehr, dass der Kampf gegen neofaschistische Umtriebe nicht nur den Behörden überlassen werden kann. Die Verteidigung unserer Demokratie und unserer Verfassung bedarf eines breiten bürgerlichen Engagements. In diesem Zusammenhang sicherte sie weitere Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Aktivitäten durch das Landratsamt zu.
Durch den weiteren Verlauf führten Katja Fiebiger und Fabian Wagner der mobilen Beratung Mobit, die betonten, dem Bündnis auch weiterhin unterstützend zur Seite zu stehen. Einem kurzen Vortrag über die Geschichte des BgR in der jetzigen Form und möglichen
Verbindungen der rechtsradikalen Terroristen nach Nordhausen folgte eine Diskussion über zukünftige Inhalte und Arbeitsweise des Bürgerbündnisses.
Themen waren unter anderem Jugendarbeit, der Umgang mit dem Gedenktag der Bombardierung oder eine mögliche Wiederbelebung der Bürgerzeitung büz.
Einigkeit herrschte bei allen Teilnehmern darüber, dass vor allem die Jugend und die schweigende Masse durch Aufklärung erreicht werden müssen, um rechtsradikalen
Organisationen und Einstellungen den Resonanzboden zu entziehen.
Da ein Bürgerbündnis das nicht alleine erreichen kann rief Pfarrer Kube auf: Wir müssen als Multiplikatoren in die Stadt hineinwirken, Anregungen geben und entsprechendes Engagement zum Beispiel von Verbänden oder der öffentlichen Hand auch einfordern!" Auch organisatorisch stellt sich das Bündnis neu auf. Ein verkleinerter SprecherInnenrat soll vorwiegend Koordinierungsaufgaben übernehmen, während alle Mitglieder dazu aufgerufen sind, sich in Arbeitsgruppen zusammen zu finden und ihre Ideen und Erfahrungen einzubringen.
Dass diese Umstrukturierung neue Impulse zur Mitarbeit gibt, zeigte sich in der spontanen Gründung der AG Kultur oder der bereits im Vorfeld angebotenen Weiterführung der AG Öffentlichkeitsarbeit. Zum Ende des zweistündigen Treffens stand die Wahl eines neuen SprecherInnenrates auf der Tagesordnung. Mit großer Mehrheit wurden Bianca Sue Henne (Theater Nordhausen), Peter Kube (Schrankenlos e.V.) und Michael Mohr (DIE LINKE. Nordhausen) gewählt. Im Nachgang des Treffens betonten die SprecherInnen: Das Bündnis ist und bleibt offen für alle Engagierten, die sich rassistischem und Menschen verachtendem Gedankengut entgegenstellen wollen. Wir freuen uns auf weitere neue Mitstreiter!
