Wenig berauschende Vorstellung
Samstag, 20. September 2003, 21:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach der deklassierenden Niederlage am vergangenen Wochenende in Arnstadt war für Wacker 90 Nordhausen heute im Albert-Kuntz-Sportpark Wiedergutmachung angesagt. Gegen Zeulenroda sollten unbedingt drei Punkte her. Über die Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Die Elf trat ohne die beiden polnischen Spieler Puc und Tomasiewicz an, die von Trainer Etzrodt eine Denkpause verordnet bekamen. Aschenschwandtner verabschiedete sich für drei Wochen in den Urlaub und stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Der Coach setzte auf junge und ehrgeizige Kicker, aber aus dem erhofften Sieg wurde trotzdem nichts. Nach dem heutigen 7. Spieltag in der Landesklasse Ost ist Wacker 90 um eine Enttäuschung reicher. Gegen die Ostthüringer konnte die Mannschaft von Uwe Etzrodt erneut nicht überzeugen.
Dabei begann die Begegnung ganz verheißungsvoll. Die Kicker um Kapitän Sven Pistorius versuchten in der Anfangsphase Druck zu machen und als Pohl in der 10. Minute im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt wurde, schien alles nach Wunsch zu laufen - Elfmeter. Aber Pistorius setzte das Leder an den Pfosten und den Nachschuss von Pohl hielt Torhüter Focke mühelos. Von da ab war der Spielfaden der Nordhäuser gerissen. Es lief überhaupt nichts mehr zusammen. Die stark defensiv eingestellten Zeulenrodaer beschränkten sich auf gelegentliches Kontern und taten sonst kaum etwas zur Belebung der Partie. Bei einem dieser Gegenstöße holte Nebelung völlig unmotiviert an der Torauslinie seinen Gegenspieler Lehmann im Strafraum von den Beinen - Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte überlegt. Die einzige Möglichkeit für die Gäste in den ersten 45 Minuten brachte die Führung.
In der zweiten Halbzeit kam Wacker besser ins Spiel. In der 50. Minute hatten die 250 zahlenden Zuschauer endlich einmal Grund zum Jubeln. Marcel Verkouter flankte auf Kohlhause. Der erzielte per Kopfball den Ausgleich. Dann kam unerklärlicherweise Hektik auf, nachdem der Zeulenrodaer Kroll wegen Linienrichterbeleidigung die Rote Karte sah. Wacker suchte nun mit allen Mitteln die Entscheidung. Die schien in der 64. Minute gekommen zu sein. Pistorius flankte auf Ranzinger, der vollendet zum 2:1 für Wacker 90. Aber diese Führung währte nur zwei Minuten. Ein Freistoß brachte den Ausgleich. Finsterbusch hatte die Mauer falsch postiert. Schiller fand die Lücke und erzielte aus gut 27 Metern das 2:2. Die zweite Möglichkeit für die Gäste, der zweite Treffer. Effektiver kann man nicht spielen. Zwar stürmten die Wackeren nun bedingungslos, aber es blieb beim enttäuschenden Unentschieden. Bester Mann auf dem Platz war Schiedsrichter Bernd Holbein aus Dingelstädt.
Wacker 90 Nordhausen kann seine Aufstiegsambitionen vorerst aufs Eis legen. Mit dieser Leistung muss sich die Mannschaft eher noch nach unten orientieren. Am kommenden Wochenende muss die Elf nach Niederpöllnitz. Egal wie dort die Partie ausgeht, das Spiel der Etzrodt-Schützlinge kann nur noch besser werden.
Autor: rh
Die Elf trat ohne die beiden polnischen Spieler Puc und Tomasiewicz an, die von Trainer Etzrodt eine Denkpause verordnet bekamen. Aschenschwandtner verabschiedete sich für drei Wochen in den Urlaub und stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Der Coach setzte auf junge und ehrgeizige Kicker, aber aus dem erhofften Sieg wurde trotzdem nichts. Nach dem heutigen 7. Spieltag in der Landesklasse Ost ist Wacker 90 um eine Enttäuschung reicher. Gegen die Ostthüringer konnte die Mannschaft von Uwe Etzrodt erneut nicht überzeugen.
Dabei begann die Begegnung ganz verheißungsvoll. Die Kicker um Kapitän Sven Pistorius versuchten in der Anfangsphase Druck zu machen und als Pohl in der 10. Minute im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt wurde, schien alles nach Wunsch zu laufen - Elfmeter. Aber Pistorius setzte das Leder an den Pfosten und den Nachschuss von Pohl hielt Torhüter Focke mühelos. Von da ab war der Spielfaden der Nordhäuser gerissen. Es lief überhaupt nichts mehr zusammen. Die stark defensiv eingestellten Zeulenrodaer beschränkten sich auf gelegentliches Kontern und taten sonst kaum etwas zur Belebung der Partie. Bei einem dieser Gegenstöße holte Nebelung völlig unmotiviert an der Torauslinie seinen Gegenspieler Lehmann im Strafraum von den Beinen - Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte überlegt. Die einzige Möglichkeit für die Gäste in den ersten 45 Minuten brachte die Führung.
In der zweiten Halbzeit kam Wacker besser ins Spiel. In der 50. Minute hatten die 250 zahlenden Zuschauer endlich einmal Grund zum Jubeln. Marcel Verkouter flankte auf Kohlhause. Der erzielte per Kopfball den Ausgleich. Dann kam unerklärlicherweise Hektik auf, nachdem der Zeulenrodaer Kroll wegen Linienrichterbeleidigung die Rote Karte sah. Wacker suchte nun mit allen Mitteln die Entscheidung. Die schien in der 64. Minute gekommen zu sein. Pistorius flankte auf Ranzinger, der vollendet zum 2:1 für Wacker 90. Aber diese Führung währte nur zwei Minuten. Ein Freistoß brachte den Ausgleich. Finsterbusch hatte die Mauer falsch postiert. Schiller fand die Lücke und erzielte aus gut 27 Metern das 2:2. Die zweite Möglichkeit für die Gäste, der zweite Treffer. Effektiver kann man nicht spielen. Zwar stürmten die Wackeren nun bedingungslos, aber es blieb beim enttäuschenden Unentschieden. Bester Mann auf dem Platz war Schiedsrichter Bernd Holbein aus Dingelstädt.
Wacker 90 Nordhausen kann seine Aufstiegsambitionen vorerst aufs Eis legen. Mit dieser Leistung muss sich die Mannschaft eher noch nach unten orientieren. Am kommenden Wochenende muss die Elf nach Niederpöllnitz. Egal wie dort die Partie ausgeht, das Spiel der Etzrodt-Schützlinge kann nur noch besser werden.
