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Abzocke auf dreiste Weise

Donnerstag, 18. September 2003, 17:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Kennen Sie Timesharing? Nein? Dann können Sie zwar beruhigt sein, klicken sollten Sie trotzdem, denn die Polizei warnt nochmals vor einer dreisten Abzocke.


Bei Timesharing, auch genannt Teilzeitwohnrecht, wird dem Urlauber meist im Rahmen einer Clubmitgliedschaft nicht ein Teil an einer Wohnung oder einem Appartement verkauft sondern lediglich das Recht zugestanden, für eine gewisse Laufzeit über mehrere Jahre zu einer bestimmten Zeit im Jahr in einer bestimmten Urlaubsunterkunft wohnen zu dürfen.

Seit Juli diesen Jahres wurden in Deutschland bislang mehrere Fälle bekannt, die nach folgendem Muster ablaufen: Die Bank oder Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland erhält ein Fax von einem ihrer Kontoinhaber. Der Kontoinhaber teilt mit, dass er sich zur Zeit auf einer der Spanischen Inseln im Urlaub befindet und dort einen Kauf getätigt hat. Er bittet darum einen Geldbetrag (in der Regel zwischen 1.500 Euro und 1.900 Euro) auf ein bestimmtes Konto in Spanien zu überweisen. Er bittet auch um Bestätigung der Ausführung seines Auftrages wobei er die Institute auffordert, entweder bei einer Telefonnummer anzurufen oder ein Fax an eine bestimmte Telefaxnummer zu senden.

So geschah es auch im Bereich Nordthüringen. Die Kyffhäusersparkasse wurde per Fax von einem ihrer Kontoinhaber aufgefordert einen Geldbetrag in Höhe von 1.912.75 Euro auf ein Konto einer Bank in Arrecife (Teneriffa) zu überweisen. Da die Sparkassen aber bereits vorgewarnt wurden, versuchten sie den Kontoinhaber zu erreichen. Dieser befand sich nicht in Teneriffa sondern zu Hause und war auch in der letzten Zeit nicht im Urlaub. Die Kripo Nordhausen nahm nun ihre Ermittlungen auf im Bezug auf Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug.
Autor: nnz

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