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„Antwerpen unter Dampf“

Donnerstag, 18. September 2003, 17:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete in dieser Woche mehrfach über den Besuch einer belgischen Delegation aus Antwerpen. Die Belgier waren unter anderem auch Gast der Harzer Schmalspurbahnen. Und da ging es natürlich auf den Brocken...


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„Wir wollen den Blick in die Zukunft richten“, so Philip Heylen, Kulturamtsleiter der Stadt Antwerpen (Belgien) in seiner Ansprache am Diensta zur Einweihung des Gedenksteines der Opfer der V2 Angriffe auf Antwerpen während des zweiten Weltkrieges in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen. Neben Philip Heylen waren u.a. Jo Vermeulen, flämisches Parlamentsmitglied und Gilbert Verstraelen, Stadtrat von Antwerpen Teilnehmer der Delegation.

Das dies nicht nur ein gesprochenes Wort bleibt, sondern in die Realität umgesetzt wird, ist die Aufgabe von neue ebenen e.V., der den Aufenthalt der Antwerpener Gäste im Südharz organisierte. „Wir wollen die Region rund um den Brocken im Bereich Wirtschaft, Kultur und Tourismus bei uns bekannt machen.“, so Heylen. Schon während des Vorbesuches der Delegation im Juni 2003, ermöglichte neue ebenen e.V. einen ersten Dialog zwischen Kompetenzträgern des Wirtschafts- und Tourismusbereiches in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Jetzt fanden Detailabsprachen zu Gemeinschaftsprojekten statt.

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH mit Begleitung der Manthey Event GmbH hatten die Besucher mit einem eigens eingesetzten Sonderzug auf den Brocken eingeladen. Philip Heylen und Dirk Delachambre, Protokollchef der Stadt Antwerpen, wurden durch die HSB, in den Rang des „Ehrenlokführers“ erhoben. Sichtlich begeistert vom Engagement der Beteiligten versprach Heylen, alles für einen zeitnahen Aufbau einer engen Kooperation zu tun. Dabei, so Heylen, könnte die HSB eine Botschafter für die gesamte Region sein. Ebenfalls nahmen Vertreter der sachsenanhaltinischen Wirtschaft an diesem Treffen teil und bekundeten großes Interesse an einem Kontaktaufbau.

„Das werden wir niemals vergessen.“, bedankten sich Leo Cox, Abgeordneter der EU bei Walter Reding und Rüdiger Simon, Geschäftsführung der Harzer Schmalspurbahnen GmbH, der auch am Besuch teilnahm. Dieses Vorhaben mit Leben zu erfüllen und zu konzipieren wurde in Hände von neue ebenen e.V. und dessen Partner gelegt. Schon im November diesen Jahres wird eine Delegation aus dem Harz zum Gegenbesuch nach Antwerpen erwartet, so Stephan Masch, Vorstand neue ebenen e.V. .

Ein erster kultureller Austausch ist auch schon klar. Serdar Somuncu, der in Nordhausen mit seiner szenischen Lesung „Wollt ihr den totalen Krieg?“-Diese Stunde der Idiotie Begeisterungsstürme auslöste, wird im Februar 2004 mehrmals in Antwerpen auftreten.
Autor: nnz

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