Struktur-Diskussion
Donnerstag, 24. November 2011, 17:15 Uhr
Die Finanzierungsplanung der Technik und Ausstattung für die drei angedachten Stützpunktfeuerwehren diskutierten heute Bürgermeister und Vertreter von Feuerwehren des Landkreises im Landratsamt. Zukünftig soll der überörtliche Brandschutz, für den der Landkreis zuständig ist, in drei Bereiche gegliedert werden...
Den Bereich Ost übernehmen die Nordhäuser Wehren, West die Feuerwehren Bleicherode und Sollstedt und Nord Ellrich und Hohenstein. Überörtliche Aufgaben sollen die Wehren Großwechsungen, Wolkramshausen, Niedersachswerfen und Heringen übernehmen. Landrat Joachim Claus und Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen legten den Bürgermeistern und Feuerwehrvertretern heute eine umfassende Übersicht vor, an welchen Standorten welche Technik anzuschaffen und mit welchen Landeszuschüssen dafür zu rechnen ist.
Insgesamt geht der Landkreis nach der heute vorgelegten Planung bis zum Jahre 2020 vom einen Investitionsbedarf von rund 5,8 Millionen Euro aus, darunter auch 793.000 Euro für die Beteiligung an Baukosten für Stellplätze. Gut 1,5 Millionen sollen vom Land für die Beschaffung von Fahrzeugen kommen. Damit müsste der Landkreis bis 2020 fast 4,3 Millionen Euro stemmen. Jährlich kämen 26.000 Euro für Betriebkostenpauschalen und Standplatzmieten hinzu. Die Fahrzeuge der Stützpunktfeuerwehren sollen für den Katastrophenschutzzug angerechnet werden. Die vorgeschlagene Planung sei kein Dogma und noch zu diskutieren, sagte Kreisbrandinspektor Ittershagen.
Ich bin froh, dass wir hier offenbar nur noch über Detailfragen reden, aber das große Ganze einvernehmlich geklärt ist, nämlich dass wir zukünftig drei Stützpunktfeuerwehr-Bereiche haben werden, freute sich der Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold und dankte ebenso wie viele seiner Kollegen der Kreisverwaltung dafür, nun das Thema Stützpunktfeuerwehren anzupacken und zukunftsfähig zu strukturieren.
Einerseits begrüßte Matthias Ehrhold zwar die langfristige Planung des Landkreises bis 2020, andererseits zweifelte er aber angesichts der desolaten Haushaltslage, wie dies zu realisieren sei. Man müsse genau prüfen, welche Anschaffung unbedingt erforderlich sei. Ich finde es gut, dass uns jetzt ein Beschaffungsplan vorliegt, sagte Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke. Er lobte das klare Bekenntnis des Landkreises, sich am Bau von Stellplätzen und damit auch am Bau der neuen städtischen Feuerwehrwache zu beteiligen. Die Stadt habe Kompromissbereitschaft bei der Anrechnung vorhandener Technik für den überörtlichen Brandschutz signalisiert und es habe auch schon mehrere Gespräche dazu gegeben.
Über einzelne Fahrzeuge der jetzigen Planung könne man noch einmal ins Gespräch kommen, um die Kosten für den Landkreis so gering wie möglich zu halten. Frank Rostek, Bürgermeister von Bleicherode, betonte noch einmal, wie wichtig ein guter Ausbildungsstand der Feuerwehrleute sei und auch die entsprechende Manpower, um die Technik und Fahrzeuge bedienen zu können. Doch wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren funktioniere, habe erst wieder kürzlich das Zugunglück in Bleicherode-Ost gezeigt und er bedankte sich noch einmal bei allen beteiligten Feuerwehren für ihren Einsatz. Auch die Kommunen, die zukünftig keine Stützpunktfeuerwehr mehr im Ort haben werden, zeigten sich mit der Konzeption einverstanden.
Grundsätzlich leuchtet es mir ein, dass wir nun eine Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben werden, sagte Heringens Bürgermeister Maik Schröter, obwohl er sich auch neue Technik wie eine Drehleiter angesichts der anfallenden Aufgaben gut hätte vorstellen können.
Im nächsten Schritt werden sich die Kommunen mit den vorgelegten Planungen für die verschiedenen Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes auseinandersetzen und über Einzelheiten mit dem Landkreis beraten. Landrat Joachim Claus betonte, dass er vor einer Beschlussfassung im Kreistag das gesetzlich vorgeschriebene formelle Einvernehmen mit den Kommunen herstellen möchte.
Voraussichtlich im Januar werden sich die Kreistagsmitglieder mit der Konzeption und Finanzierung der Ausstattung der Stützpunktfeuerwehren beschäftigen und letztendlich politisch den Weg für die Neugestaltung des überörtlichen Brandschutzes freimachen.
Autor: nnzDen Bereich Ost übernehmen die Nordhäuser Wehren, West die Feuerwehren Bleicherode und Sollstedt und Nord Ellrich und Hohenstein. Überörtliche Aufgaben sollen die Wehren Großwechsungen, Wolkramshausen, Niedersachswerfen und Heringen übernehmen. Landrat Joachim Claus und Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen legten den Bürgermeistern und Feuerwehrvertretern heute eine umfassende Übersicht vor, an welchen Standorten welche Technik anzuschaffen und mit welchen Landeszuschüssen dafür zu rechnen ist.
Insgesamt geht der Landkreis nach der heute vorgelegten Planung bis zum Jahre 2020 vom einen Investitionsbedarf von rund 5,8 Millionen Euro aus, darunter auch 793.000 Euro für die Beteiligung an Baukosten für Stellplätze. Gut 1,5 Millionen sollen vom Land für die Beschaffung von Fahrzeugen kommen. Damit müsste der Landkreis bis 2020 fast 4,3 Millionen Euro stemmen. Jährlich kämen 26.000 Euro für Betriebkostenpauschalen und Standplatzmieten hinzu. Die Fahrzeuge der Stützpunktfeuerwehren sollen für den Katastrophenschutzzug angerechnet werden. Die vorgeschlagene Planung sei kein Dogma und noch zu diskutieren, sagte Kreisbrandinspektor Ittershagen.
Ich bin froh, dass wir hier offenbar nur noch über Detailfragen reden, aber das große Ganze einvernehmlich geklärt ist, nämlich dass wir zukünftig drei Stützpunktfeuerwehr-Bereiche haben werden, freute sich der Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold und dankte ebenso wie viele seiner Kollegen der Kreisverwaltung dafür, nun das Thema Stützpunktfeuerwehren anzupacken und zukunftsfähig zu strukturieren.
Einerseits begrüßte Matthias Ehrhold zwar die langfristige Planung des Landkreises bis 2020, andererseits zweifelte er aber angesichts der desolaten Haushaltslage, wie dies zu realisieren sei. Man müsse genau prüfen, welche Anschaffung unbedingt erforderlich sei. Ich finde es gut, dass uns jetzt ein Beschaffungsplan vorliegt, sagte Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke. Er lobte das klare Bekenntnis des Landkreises, sich am Bau von Stellplätzen und damit auch am Bau der neuen städtischen Feuerwehrwache zu beteiligen. Die Stadt habe Kompromissbereitschaft bei der Anrechnung vorhandener Technik für den überörtlichen Brandschutz signalisiert und es habe auch schon mehrere Gespräche dazu gegeben.
Über einzelne Fahrzeuge der jetzigen Planung könne man noch einmal ins Gespräch kommen, um die Kosten für den Landkreis so gering wie möglich zu halten. Frank Rostek, Bürgermeister von Bleicherode, betonte noch einmal, wie wichtig ein guter Ausbildungsstand der Feuerwehrleute sei und auch die entsprechende Manpower, um die Technik und Fahrzeuge bedienen zu können. Doch wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren funktioniere, habe erst wieder kürzlich das Zugunglück in Bleicherode-Ost gezeigt und er bedankte sich noch einmal bei allen beteiligten Feuerwehren für ihren Einsatz. Auch die Kommunen, die zukünftig keine Stützpunktfeuerwehr mehr im Ort haben werden, zeigten sich mit der Konzeption einverstanden.
Grundsätzlich leuchtet es mir ein, dass wir nun eine Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben werden, sagte Heringens Bürgermeister Maik Schröter, obwohl er sich auch neue Technik wie eine Drehleiter angesichts der anfallenden Aufgaben gut hätte vorstellen können.
Im nächsten Schritt werden sich die Kommunen mit den vorgelegten Planungen für die verschiedenen Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes auseinandersetzen und über Einzelheiten mit dem Landkreis beraten. Landrat Joachim Claus betonte, dass er vor einer Beschlussfassung im Kreistag das gesetzlich vorgeschriebene formelle Einvernehmen mit den Kommunen herstellen möchte.
Voraussichtlich im Januar werden sich die Kreistagsmitglieder mit der Konzeption und Finanzierung der Ausstattung der Stützpunktfeuerwehren beschäftigen und letztendlich politisch den Weg für die Neugestaltung des überörtlichen Brandschutzes freimachen.

