nnz-online

Gelungenes Straßenfest

Mittwoch, 17. September 2003, 18:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Höhepunkt im Schuljahr der Pro Vita Akademie ist das von den Schülern organisierte und durchgeführte Straßenfest. nnz hat sich für Sie das bunte Programm angesehen.


Hoch hinaus In der Pro Vita Akademie, einer berufsbildenden Schule in privater Trägerschaft, lernen rund 600 Schüler. Viele von ihnen werden Erzieher oder Kinderpfleger. Klar, daß das Programm des heutigen Straßenfestes viel für die jungen Besucher bot. Puppentheater, Bastelstände, Schminken, Flohmarkt, Malstraße, alles lud zum Spielen und Spaß haben ein. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, selbst gebackener Kuchen, belegte Brötchen, Hot Dogs und vieles mehr warten auf Hungrige.

Spaß Gemeinsam mit Schülern der Förderschule für geistig Behinderte "Sankt Martin" führten die Auszubildenden das Theaterstück "Peter und der Wolf" auf. Die Förderschüler kamen alle, um der Darbietung ihrer Klassenkameraden zuzusehen, die mit großem Spaß bei der Sache waren. Zwischen den Heilerziehungspflegeschülern und der Lebenshilfe besteht schon länger eine intensive Zusammenarbeit, die den jungen Leuten praktische Erfahrung vermittelt, da sie später mit behinderten Menschen aller Altersklassen arbeiten werden.

Die Pro Vita Akademie ist auch die einzige Schule in Thüringen, die Tanztherapie als anerkanntes Unterrichtsfach im Programm hat. Besonders bei der Arbeit mit geistig Behinderten, die oft nicht gut sprechen, eröffnen sich hier viele Möglichkeiten diese Menschen zu fördern. Auch Erzieher und Kinderpfleger profitieren am Ende ihrer Ausbildung von dieser Besonderheit der Schule.

Inzwischen ist die Berufschule weit über Nordhausen hinaus bekannt. Die meisten Schüler kommen nach wie vor aus dem Landkreis, einige aber auch aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland.

Ab geht's Bis auf die Altenpfleger, die eine betriebliche Ausbildung erhalten, müssen die Schüler ein Schulgeld von 20 bis 90 Euro monatlich entrichten. Sie können aber BAföG beantragen.

Auch wenn man in einer Schule für medizinische und soziale Berufe vor allem Mädchen vermutet, finden auch immer mehr Jungen hier einen interessanten Beruf, wie Peter Gebhardt, Bereichsleiter für sozialpädagogische und pflegerische Berufe berichtete. Die guten Aussichten zum Beispiel als Erzieher in einem Jugendheim dürften ein Grund sein.

Wer den Schulabschluß in der Tasche hat und nun noch nicht weiß, was er mal werden möchte, der kann in einem Berufsvorbereitungsjahr für Gesundheit und Soziales herausfinden, ob ihm diese Richtung liegt. Für alle, die nicht zu diesem Straßenfest kommen und sich informieren konnten gibt´s auch Infos im Internet unter www.pro-vita-akademie.de
Autor: wf

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de