Abschwung noch kein Thema
Dienstag, 15. November 2011, 13:36 Uhr
Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal trotz der Schuldenkrise in Europa weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Zum Vorjahresquartal verzeichnete das BIP sogar ein deutliches Plus von 2,5 Prozent. Und in Thüringen???
Der Aufschwung ist trotz der Krisenerscheinungen noch immer stabil. Für Thüringen gibt es zwar keine Quartalszahlen, die Unternehmen präsentieren sich aber weiterhin in einer guten Verfassung, so dass auch im Freistaat ein Wachstum von 0,5 bis 1 Prozent zum Vorquartal durchaus realistisch ist, äußert sich Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, optimistisch.
Die überwiegende Zahl der Betriebe habe gefüllte Auftragsbücher und ausgelastete Kapazitäten. Dazu würde in steigendem Maße die Binnennachfrage beitragen, die die inzwischen nachlassenden Exporte mehr als ausgleiche. Aber auch die Investitionen sind weiter auf dem Vormarsch und werden durch niedrige Zinsen für Kredite begünstigt, berichtet der IHK-Chef. Maschinen, Fahrzeuge oder Anlagen könnten damit besser finanziert werden. Die gute Produktionsauslastung sorge darüber hinaus für zusätzliche Jobs in den Betrieben.
Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten dürften aber der Vergangen-heit angehören. Es kehrt zunehmend Normalität ein. So ist im nächsten Jahr ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Thüringen von gut einem Prozent denkbar, erklärt Grusser. Allerdings seien Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise und der notwendigen Sparanstrengungen in den europäischen Nachbarländern wisse keiner so richtig, wo die Reise eigentlich hingeht.
Autor: nnzDer Aufschwung ist trotz der Krisenerscheinungen noch immer stabil. Für Thüringen gibt es zwar keine Quartalszahlen, die Unternehmen präsentieren sich aber weiterhin in einer guten Verfassung, so dass auch im Freistaat ein Wachstum von 0,5 bis 1 Prozent zum Vorquartal durchaus realistisch ist, äußert sich Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, optimistisch.
Die überwiegende Zahl der Betriebe habe gefüllte Auftragsbücher und ausgelastete Kapazitäten. Dazu würde in steigendem Maße die Binnennachfrage beitragen, die die inzwischen nachlassenden Exporte mehr als ausgleiche. Aber auch die Investitionen sind weiter auf dem Vormarsch und werden durch niedrige Zinsen für Kredite begünstigt, berichtet der IHK-Chef. Maschinen, Fahrzeuge oder Anlagen könnten damit besser finanziert werden. Die gute Produktionsauslastung sorge darüber hinaus für zusätzliche Jobs in den Betrieben.
Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten dürften aber der Vergangen-heit angehören. Es kehrt zunehmend Normalität ein. So ist im nächsten Jahr ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Thüringen von gut einem Prozent denkbar, erklärt Grusser. Allerdings seien Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise und der notwendigen Sparanstrengungen in den europäischen Nachbarländern wisse keiner so richtig, wo die Reise eigentlich hingeht.
