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Premiere in Nordhausen

Montag, 14. November 2011, 12:49 Uhr
Am Samstag führt die Nordhäuser Kantorei ein besonderes Werk auf, das in Nordhausen noch nie erklang - John Rutters Requiem. Und dazu gibt es eine Einladung in Ihrer nnz...

Nordhäuser Kantorei (Foto: privat) Nordhäuser Kantorei (Foto: privat)

Die Nordhäuser Kantorei bringt am 19. November ein Werk zur Aufführung, das in Nordhausen zum ersten Mal erklingt – John Rutters Requiem. Neben dieser Erstaufführung erklingen Chorwerke von Bach („Jesu, meine Freude“) und Brahms, sowie Instrumentalwerke von Howells und Gulbins.

„Herr, gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen.“ Mit diesen Worten wird die lateinische Totenmesse, das Requiem eröffnet. Am Ende des Kirchenjahres richten sich unsere Gedanken hin auf Tod, Sterben und die Ewigkeit. Die Vertonung des lateinischen Messtextes nimmt bei vielen Komponisten einen besonderen Platz ein, meist zählt ein Requiem zu den intimsten Schöpfungen eines Komponisten.

So erklingt am Samstag, den 19. November um 17 Uhr das Requiem des englischen Komponisten John Rutter in der St. Blasiikirche. Rutter zählt zu den populärsten Komponisten der Gegenwart und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Als Student am Clare College, Cambridge, dem er von 1975-1979 selbst als Musikdirektor vorstand, steht er als Komponist in einer großen Tradition, die von Elgar über Stanford, Vaughan Williams und Britten reicht. Sein Schaffen konzentriert sich zu einem großen Teil auf die Kirchenmusik, unter der das Requiem eine herausragende Rolle einnimmt.

Rutter (Foto: Agentur) Rutter (Foto: Agentur) Rutter schrieb das Werk im Jahr 1985 im Gedenken an seinen verstorbenen Vater. Er hielt sich jedoch bei der Vertonung nicht streng an den lateinischen Messtext, sondern fügte zwei Psalmvertonungen ein, die dem Werk einen sehr tröstlichen Charakter verleihen. Ähnlich wie Gabriel Fauré lässt Rutters sein Requiem nicht in düsterer Resignation sondern in lichter Hoffnung enden.

Die Motteten Johann Sebastian Bachs waren Auftragskompositionen einflussreicher Leipziger Bürger, die sich zum Begräbnis besondere Musik wünschten. So entstand die berühmte Mottete „Jesu, meine Freude“ wenige Wochen nach Bachs Amtsantritt an der Thomaskirche als Trauermusik für die verstorbene Frau Oberpostmeisterin Kees. Bach kontrapunktierte die sechs Choralverse durch Vertonungen eines Textes aus Römer 8, der auch als Grundlage der Predigt diente. So ergänzen sich hier meisterhaft Wort und Verkündigung.

Kettner (Foto: Agentur) Kettner (Foto: Agentur) Johannes Brahms’ kirchenmusikalisches Schaffen steht oft im Schatten des großartigen Deutschen Requiem. Neben einigen Psalmvertonungen schuf er 1860 den Begräbnisgesang, dem ein Liedtext Michael Weises zugrunde liegt. Im Gegensatz zum wenig später entstandenen Deutschen Requiem verklingt der Begräbnisgesang in stiller Trauer.

Die Nordhäuser Kantorei unter Leitung von Kantor Michael Kremzow wird begleitet von Instrumentalisten des Loh-Orchesters Sondershausen. Diana Kettner singt die Solo-Partie in Rutters Requiem.

Eintrittskarten zu 12 Euro (erm. 8 Ero) sind an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich: TicketCenter Thüringen (03631 - 477376), Buchhaus Rose (03631 - 61620) und im Gemeindebüro der St. Blasiigemeinde (03631 - 981640)
Autor: nnz

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