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Ein neues anspruchsvolles Vorhaben

Mittwoch, 09. November 2011, 07:24 Uhr
Wer den Wolkramshäuser Matthias Siebert persönlich kennt, weiß um seine grenzenlose Leidenschaft welche sich auf historische Autos bezieht, die einst im Schein des sowjetischen Sternes gebaut wurden.


Er kennt alle sowjetischen Nachkriegfahrzeuge bis ins kleinste Detail, ihre Konstrukteure, ihre Produktionsgeschichte und natürlich auch ihre heutigen Werte. Die Sammler sowjetischer Fahrzeuge sind auf der ganzen Welt zu finden und Matthias Siebert kennt manchen Sammler aus dieser Szene auch persönlich.
Besonders die ehemaligen Funktionärslimousine wie der GAZ -12 ZIM oder die Nachfolgemodelle des Tschaikas GAZ 13 und 14, welche bis zum Fall des eisernen Vorhanges, in der Regel in staatlichen Depots verwahrt wurden, sind durch zahlungskräftige Privatsammler rund um den Globus verteilt wurden.

Wie bereits schon Anfang 2011 berichtet, gelang es Matthias Siebert einen Tschaika GAZ 13 zu erwerben und diesen in seiner Werkstatt in Wolkramshausen technisch aufzuwerten. Seit einigen Tages steht nun ein zweites baugleiches Fahrzeug in seinen Räumen, ein Fahrzeug, das drei gescheiterte Restaurierungsversuche von Laien überstanden hat. Dieses Stück soll nun einer kompletten Restaurierung unterzogen werden und Matthias Siebert will sogar einen Umbau als offenes Paradefahrzeug nach historischen Unterlagen, welcher er direkt aus Rußland bezogen hat, wagen.

Aus den ehemaligen Serienproduktionen des GAZ -12 ZIM und der Tschaika Nachfolgemodelle wurden eine Handvoll Fahrzeuge als offene Limousinen für die jährlich stattgefundenen Militärparaden auf dem Roten Platz in Moskau umgebaut. Dabei wurden im Wesentlichen die Karossen der Luxuslimousinen und die Fahrgestelle bis auf die Dachkonstruktionen erhalten. Die Umbauten 2- oder 4-türig und besaßen ein 3-teiliges hydraulich angetriebenes Faltdach. Alle anderen technischen Einzelheiten aus der Serienproduktion wurden nicht verändert, außer feste Haltegriffe an den Rücklehnen der Vordersitze die den Generälen einen sicheren Stand während der Parade ermöglichten.

Für das geplante Vorhaben hat sich Matthias Siebert einen Zeitraum von zwei Jahren vorgenommen und die Mitglieder des Wolkramshäuser Oldtimervereins werden alles unternehmen, damit dieses anspruchsvolle Vorhaben ein Erfolg wird. Auf der Internetseite des Ost Klassiker Klubs Wolkramshausen, www.oldtimer-wolkramshausen.de, Fahrzeugrestaurierungen, soll regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten berichtet werden. Erste Bilder wurden bereits von Jürgen Wolter eingestellt und zeigen den aufwendigen Transport des Fahrzeugen nach Wolkramshausen.
Hubert Rein
Autor: nnz

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