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Knappe Niederlage

Montag, 07. November 2011, 18:51 Uhr
Mit einer 32:29 Niederlage auf der Zielgeraden kehrten die Nordhäuser Handballer aus Goldbach zurück. Sie hinterließen dabei beim Ligaprimus einen ausgezeichneten Eindruck und die Durststrecke der letzten Wochen, zumindest in spielerischer Hinsicht, hinter sich...


Lange lag eine mögliche Überraschung in der Luft der Goldbacher Nessetalhalle. Der zuletzt mit schwerem Getriebeschaden liegengebliebene Südharzexpress hatte sich erholt und Fahrt aufgenommen. Von Beginn an spielten die Rolandstädter ohne Respekt und mit einer gesunden Portion Selbstsicherheit. Da die Abwehr in den zurückliegenden Partien nicht das Problem darstellte, wurde das Augenmerk auf den Angriff gelegt.

Nach dem Anpfiff der beiden ausgezeichnet agierenden Referees aus Arnstadt und Erfurt, kamen beide Kontrahenten jedoch nur schwer in Tritt. Während die Hausherren sofort Stefan Fuhrmann an die kurze Leine legten, versuchten sich die Nordhäuser mit einer offensiven und aggressiven Abwehr Respekt zu verschaffen.
Die Manndeckung für Fuhrmann war im Vorfeld von Trainerfuchs Andreas Meyer eingeplant und die Mannschaft darauf eingestellt. So entwickelte sich nach beiderseitigem respektvollem Beginn ein munterer Schlagabtausch mit Spannungsgarantie. Bis zum 7:7 fuhr der Südharzexpress aus Augenhöhe mit den Hausherren. Diese nutzen eine kurzzeitige Schwäche um erstmalig auf zwei Treffer (7:9) davon ziehen zu können.

Bis zum 9:11 hielten die NSV Spieler dagegen. Danach rüstete Goldbach frühzeitig zum Endspurt der ersten Halbzeit und erzielte Wirkung. Sie vergrößerten den Vorsprung auf fünf Treffer (15:10). Einige unglückliche Aktionen im Angriff, bei denen jeweils der Posten getroffen wurde, verhinderten ein bis dahin besseres Resultat für den NSV.

Wer dachte, dass die Nordhäuser nun untergehen sah sich gründlich getäuscht. Neu geordnet setzten sie ihrerseits zum Endspurt an. Drei Treffer in Folge und der Rückstand schrumpfte auf 13:15, die Begegnung zu diesem Zeitpunkt wieder völlig offen. Den letzte Angriff der ersten 30. Spielminuten nutzen die Hauherren um den 15:18 Halbzeitstand zu erzielen.

Die Südharzer eröffneten mit dem 16:18 den zweiten Durchgang. Zwischen den Posten wechselte sie von dem bisher ebenfalls gut aufgelegten Sören Ahlert auf Altmeister Kay Näther, der sofort eine bärenstarke Anfangsphase hinlegte. Seine Paraden ermöglichten es in der 35. Minute den Ausgleich zum 19:19 zu erzielen und im Anschluss die 21:19 Führung.

Die Halle stand Kopf, die mitgereiste Fangemeinde war nicht mehr zu halten. Die Gastgeber fingen sich jedoch wieder und eroberten die Führung zurück -21:23. Der weitere Spielverlauf war von einem Schlagabtausch, begleitet von einigen hitzigen Szenen, geprägt.
Die Nordhäuser mit Übersicht und Torhüter Näther im Rücken nutzten ihrerseits die sich bietenden Chancen zum Ausgleich -28:28.

In den letzten Minuten mussten sie jedoch dem Tempo Tribut zollen. Beim Stand von 29:30 für Goldbach vergaben sie zwei gute Möglichkeiten. Diese wiederum machten es auf der Gegenseite besser und gewannen am Ende glücklich mit 32:29. Die Nordhäuser verabschiedeten sich trotz Niederlage gut gelaunt vom Fanblock, hatten sie doch dem Favoriten lange Zeit die Stirn geboten.

Mit dieser Steigerung konnte man nach den letzten gezeigten Leistungen nicht unbedingt rechnen. Zu verdanken haben sie diese dem wiedergewonnenen Selbstvertrauen im Angriff. Wurden die Chancen zuletzt meist im rasanten Tempo vergeben, spielten sie diesmal überlegt bis zum Torerfolg. Die fehlenden Treffer vom Kanonier Stefan Fuhrmann wurden von anderen Spielern kompensiert. Dabei waren die Nordhäuser von allen Positionen gefährlich und die Goldbacher Abwehr hatte alle Hände voll zu tun um dem druckvollen Spiel Einhalt zu gebieten.

Wichtig für die Mannschaft auch die starke Leistung ihrer Keeper Ahlert und Näther. Im Angriff glänzte mit 6 Treffern Marcel Effenberg, gefolgt von Andre Elster mit 5 Treffern. Trotz vieler guter Einzelaktionen gab die geschlossene Mannschaftsleistung den Ton an. Unter dem Motto „Einer für alle und alle für einen“ wollten sie den Favoriten fordern.

Nun gilt es diesen Schwung mit ins nächste Heimspiel am Samstag 19:00 Uhr gegen den Sonneberger HV zu nehmen. Dann dürfte auch wieder der zuletzt torgefährliche Linkshänder Andreas Ramonat und Abwehrstratege Michael Spieß mit von der Partie sein.
Frank Ollech

Ahlert Sören/ Näther Kay/ Fuhrmann Stefan 2/ Müller Christian 3/Riemekasten Thomas 3/ Stritzel Martin/ Kreutz Sebastian 4/ Flötling Christian 3/ Tube Marc Phillip 3/ Elster Andre 5/ Effenberger Marcel 6
Autor: nnz

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