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Wacker gegen Eisenach (2. Halbzeit)

Sonntag, 06. November 2011, 15:41 Uhr
Drei Tore für Nordhausen nach 45 Minuten, das ist doch schon mal was. Die 702 Zuschauer sind erwartungsvoll. Wurden ihre Erwartungen aber auch erfüllt?


Seitenverkehrte Welt, ein Eisenacher taucht vor Heidrich auf, will ihn umkurven, der aber macht nicht nur den Winkel zum Tor kleiner, sondern fischt dem Eisenacher den Ball vor den Füßen weg. Einstand nach Maß für Wacker sieht in Durchgang zwei anders aus.

Das allerdings ist nur eine Episode zu Beginn der zweiten Halbzeit. Wacker übernimmt ein wenig die Initiative. Nach zehn Minuten wird Matti Langer gegen Adil Boukantar ausgewechselt.

Aufregung drei Minuten später, und zwar im Eisenacher Strafraum. Einen Freistoß von Biank in der 58. verpassen zuerst „Freund und Feind“, doch ein Eisenacher Abwehrspieler drückt den Ball mit dem Körper in Richtung Tor, wo ihn Torhüter Carsten Stoll nur hinter der Linie herausfischen kann. So sehen es die Zuschauer, nicht aber das Schiedsrichterteam.

Dann endlich – es sind 65 Minuten gespielt – ein Achtungszeichen von Ebert, dessen Schuss aus 20 Meter jedoch über das Tor geht. In der gleichen Minute der zweite Wechsel bei Wacker. Für Pohl spielt nun Damian Raczka. Kurz danach scheitert Rose an sich selbst.

Wacker lässt nach, macht den Gegner ein wenig stärker, der zwischen der 70. und 73. Minute zu Chancen kommt. Indes wechselt Wacker Nordhausen aus. Rose verlässt den Platz, für ihn kommt Alexander Töpfer. Die verduzten Zuschauer mussen schließlich mit ansehen, wie Markus Arndt nach einem Fehler von Heidrich ungehindert zum 3:1 verkürzen kann. Und dieses Tor ist nicht einmal unverdient, denn die Gäste kommen zu weiteren Chancen, die sie - Gott sei Dank - nicht nutzen können.

Und so ist bislang ein Spiel verkommen, das die Zuschauer wirklich nur in der ersten halben Stunde begeistern konnte. Die Spieler, Trainer und Verantwortlichen können lediglich die drei Punkte auf dem Konto zufrieden stellen. Die Ansprüche seitens die Publikums sind mittlerweile ein wenig höher.

„Alu“ Töpfer sorgte zwar in der 89. Minute für die Versöhnung, der ein mustergültiges Zuspiel von Teichmann zum 4:1 einlochen konnte. Zwei Minuten später die Ernüchterung: Das 4:2 köpft Tony Braunschweig unbedrängt in das Wacker-Tor.

Für den einzig inakzeptablen Touch dieses Spiels sorgen die Jungs der selbst ernannten Wackerfront mit ihren vulgären Sprüchen, die selbst den eigenen Spielern auf den Geist zu gehen scheinen, beobachtet man deren Minen etwas genauer. Hier sollte ein Selbsterziehungsprozess vielleicht bis zum nächsten Heimspiel einsetzen.
Autor: nnz

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