Rinderwahn und Wahrscheinlichkeitsrechnung
Freitag, 23. Februar 2001, 14:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen stehen rund 14.000 Rinder in 200 Beständen. 14.000 mal steht bei den Landwirten damit auch die Angst vor einem positiven BSE-Test im Stall. Bislang wurden 14 Rinder getestet, 14 mal fiel dieser Test negativ aus. Doch für Dr. Uwe Landsiedel ist das kein Grund, um sich ruhig und entspannt zurückzulehnen. Die Veterinäre in Thüringen bemühen seit kurzem die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Ergebnis der mathematischen Überlegungen: In diesem Jahr wird es im Landkreis den ersten BSE-Fall geben. Für Landsiedel ist aber auch klar, daß die Gefahr zur Zeit überschätzt wird, und zwar in dem Maße, wie sie in den zurückliegenden Jahren unterschätzt wurde. Man sei sowohl in Deutschland als auch in der EU vom Nichtstun in den blanken Aktionismus gefallen.
Problematischer sei für die Lebensmittelüberwacher die Verunsicherung der Verbaucher. Immer wieder würden falsch deklarierte Lebensmittel auftauchen. So seien in Wiener Würstchen eines Nordhäuser Unternehmens Bestandteile von Rindereiweis entdeckt worden. Das Mittel, das auf der Verpackung ausgeschlossen wurde, sei bei Kontrollen im benachbarten Eichsfeld entdeckt worden. Im Landkreis Nordhausen wiederum seien bei Proben falsch deklarierter Lebensmittel eines Herstellers aus dem Saarland aufgetaucht. Bei den betroffenen Unternehmen würden jetzt verstärkt Nachkontrollen stattfinden, Namen wollte Landsiedel nicht nennen.
Leichte Mängel deckten die Kontrolleure auch beim leichtfertigen Umgang mit Antibiotika im Landkreis Nordhausen auf. Diese wurden als Lapallien eingestuft. So ging es zum Beispiel in fünf Fällen um eine falsche Lagerung der Medikamente und ungenügend ausgefüllte Belege. In einem schwereren Vergehen sei ein Verfahren gegen einen Tierarzt eingeleitet und eine Verfügung erlassen worden. Er soll Medikamente ohne Therapieanweisung ausgegeben haben. Weiterhin habe er nicht zugelassene Arzneimittel eingesetzt.
Autor: nnzProblematischer sei für die Lebensmittelüberwacher die Verunsicherung der Verbaucher. Immer wieder würden falsch deklarierte Lebensmittel auftauchen. So seien in Wiener Würstchen eines Nordhäuser Unternehmens Bestandteile von Rindereiweis entdeckt worden. Das Mittel, das auf der Verpackung ausgeschlossen wurde, sei bei Kontrollen im benachbarten Eichsfeld entdeckt worden. Im Landkreis Nordhausen wiederum seien bei Proben falsch deklarierter Lebensmittel eines Herstellers aus dem Saarland aufgetaucht. Bei den betroffenen Unternehmen würden jetzt verstärkt Nachkontrollen stattfinden, Namen wollte Landsiedel nicht nennen.
Leichte Mängel deckten die Kontrolleure auch beim leichtfertigen Umgang mit Antibiotika im Landkreis Nordhausen auf. Diese wurden als Lapallien eingestuft. So ging es zum Beispiel in fünf Fällen um eine falsche Lagerung der Medikamente und ungenügend ausgefüllte Belege. In einem schwereren Vergehen sei ein Verfahren gegen einen Tierarzt eingeleitet und eine Verfügung erlassen worden. Er soll Medikamente ohne Therapieanweisung ausgegeben haben. Weiterhin habe er nicht zugelassene Arzneimittel eingesetzt.
