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Für Sportskanonen

Donnerstag, 11. September 2003, 18:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Endlich sind auch die Bleicheröder stolze Besitzer einer modernen Drei-Felder-Sporthalle, der zweiten im Landkreis. Die Schüler des Gymnasiums “Friedrich Schiller” zeigten schon mal, was Besucher dort in Zukunft erwarten könnte. Die nnz hat sich aber auch die feierliche Eröffnung angesehen.


Text u. Fotos: Wiethoff Im Vorfeld der Eröffnung gab es eine unschöne Episode. Da Bleicherode Rückstände bei der Zahlung der Kreisumlage hat, sollten die städtischen Vereine die Halle nicht nutzen dürfen. Dieter Kochbeck (CDU), Bürgermeister von Bleicherode, wollte gar nicht zur Feier kommen, weil er von dieser Idee erst aus den Medien erfahren hatte, was er nicht besonders fair fand. Er kam doch, und nahm auch das Gesprächsangebot von Landrat Joachim Claus (CDU) an. Morgen wird man sich hoffentlich einig werden, schon im Interesse der Sportler.

Die Georgenberg-Sporthalle sieht nicht nur sehr modern aus, sie enthält auch einiges an innovativer Technik. Auf eine mechanische Be- und Entlüftung konnte zum Beispiel durch im Erdreich verlegte Zugluftkanäle und Lamellenfenster in der Südfassade verzichtet werden. Die besondere Dachkonstruktion mit drei nach Norden ausgerichteten Fensterbändern ermöglicht eine gleichmäßige Beleuchtung mit Tageslicht. Zwei Tribünen mit 200 Sitzplätzen sind ausziehbar gestaltet, so daß sie bei Nichtgebrauch weiteren Raum für die sportliche Nutzung freigeben. Die in drei Teilflächen von je 15 x 27 Metern teilbare Halle bietet eine Gesamtsportfläche von 45 x 27 Metern.

Sport Nicht nur die Gestaltung der Halle läßt einiges erwarten, auch die Darbietungen der Gymnasiasten zeigten schon einmal, daß hier interessante Sportveranstaltungen stattfinden können. Tanz und Aerobic, Leichtathletik und Trampolinsprünge, sowie Auftritte des Schulchors begeisterten Schüler und Gäste, nachdem Landrat Joachim Claus den Schlüssel von Detlef Kiel der arko Bauplanung erhalten hatte.

Sport Zur Erinnerung einige Daten: Der Entwurf der Sporthalle stammt von Architekt Martin Körner und wurde bereits 2000 angefertigt. Am 13.09.2001 erfolgte der erste Spatenstich durch den Landrat. Mit einem Bagger der Nobas, betonte er. Am 13.06.2002 konnte dann Richtfest gefeiert werden, obwohl es einige Probleme bei der Anlieferung der 30 Meter langen und je 8 Tonnen schweren hölzernen Dachträgern gegeben hatte. Über 30 Firmen haben mitgearbeitet, um die Halle sowohl pünktlich, als auch im finanziellen Rahmen bleibend fertigzustellen. Die Gesamtbaukosten betrugen 4.476.485,69 Euro, wovon 977.488,00 Euro aus Fördermitteln des Landes Thüringen stammen. Die Stadt Bleicherode beteiligte sich mit 235.900,00 Euro, den Rest trug der Landkreis Nordhausen.

Nicht nur Schüler des Gymnasiums, auch die Grundschüler und die Schüler des Förderzentrums wollen in der Halle und auf dem neuen Sportplatz persönliche Rekorde aufstellen. Und wenn morgen alles klappt, dann können ab dem 15.09. auch die Sportvereine hier ihre Trainingsstunden durchführen.
Autor: nnz

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