Unterricht mit Dago Leukefeld
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 13:59 Uhr
In dieser zweiten Ferienwoche stand auf dem Parket der Nordhäuser Ballspielhalle kein geringerer als Ex Frauennationaltrainer Dago Leukefeld. Und der hatte sich prominente Unterstützung mitgebracht...
Martina Knytlova, sie spielt in der Deutschen Nationalmannschaft und ist eine der weltbesten Rechtsaußen, so Leukefeld. Er unterrichtete die 32 Kinder vom Nordhäuser SV im Alter von 11 bis 16 Jahren. In diesem Trainingscamp, bei dem sie sechs Trainingseinheiten absolvierten, war den Nachwuchshandballern der Spaß am Sport anzusehen.
Die Handballerinnen und Handballer hatten sich sehr auf diesen hohen Besuch gefreut. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Am Montagmorgen um 9:00 Uhr ging es für die Kids des Nordhäuser SV mit einer kleinen Überraschung los. Sie bekamen das versprochene T-Shirt ausgehändigt, womit sie so früh noch nicht gerechnet hatten.
Mit den neuen T-Shirts und voller Vorfreude, dass man endlich los legen könne, ging es dann endlich los. In den ersten 15 Minuten ließ Dago Leukefeld die Nachwuchshandballer sich erstmal austoben. In einem von ihn und den Kindern erstellten Parkour, wollte er sehen was, sie koordinativ am Ball aber auch akrobatisch auf Matten, mit Medizinbällen und am Trampolin schon können. Und das was er da sah, hat im schon recht gut gefallen.
Mit diesen ersten Eindrücken ging es dann weiter zu einer von Dago Leukefeld höchstpersönlich entwickelten neuen Trainingsmethode, die er zum ersten mal überhaupt präsentierte. Die Kids benötigten dafür eine Flasche und einen Ball. Womit sie durch diverse Übungen ihr Ballgefühl verbessern sollten. Und was man sah, war einerseits sehr lustig anzuschauen, es hatte aber auch alles einen klaren Hintergedanken. Es bringt nichts, 5.000 Volt in jedem Oberarm zu haben, wenn die Glühbirne im Kopf nicht angeht, so Leukefeld.
Damit wollte er den Kids vermitteln, dass man nicht nur aus der Distanz, mit Kraft, aufs Tor werfen soll. Man braucht auch viel Ballgefühl bzw. Kontrolle, um seinen Gegner auch anderweitig auszuspielen zu können. Und dafür waren seine Flaschenspiele perfekt geeignet. Somit war die erste Trainingseinheit auch schon geschafft.
Nach 20 Minuten Pause ging es dann weiter. Nachdem Dago Leukefeld seine ersten Eindrücke den Kids geschildert hatte, die äußerst positiv ausfielen, ging es dann endlich ans lang erwartet Tore werfen. Aus allen möglichen Spielsituationen ließ er die Nachwuchshandballer werfen. Und als er sich das ganze Prozedere eine halbe Stunde ansah, Tipps aber auch Tricks verteilte, wurden die Campteilnehmer in vier Gruppen eingeteilt, wo sie sich in einem kleinen Spaßturnieren beweisen mussten. Wobei nicht der Sieger im Vordergrund stand, sondern der Spaß am Sport und den hatten die Nordhäuser reichlich. Dann hieß es 13 Uhr und mit den neuen Eindrücken ging es in den verdienten Feierabend.
Vor zwei Jahren war das Camp schon einmal in Nordhausen. Ich bin sehr überrascht über den Fortschritt den die Nachwuchshandballer vom Nordhäuser SV gemacht haben, sagte Leukefeld. Und wie das in allen Lebenssituationen so ist, mus man das Erlernte erstmal festigen. So ging es mit koordinativen Übungen wie am Vortag ob mit Ball, mit Flasche oder auch ohne diesen diversen Gegenständen weiter. Und eins sei gesagt, man erkannte einen klaren Fortschritt zum Vorherigen Tag. Nach der Pause ging es mit Wurf-und anderweitigen Übungen weiter.
Nachdem sie das auch geschafft hatten wollte Dago Leukefeld die Kids noch mal spielen sehen und dann hieß es schon wieder Feierabend. Mit etwas Muskelkater bei den ein oder anderen begann der letzten Trainingstag.
Für diesen Tag hatte sich Dago Leukefeld was ganz besonderes Überlegt. Er wollte an diesen letzten Tag den Kids die Finte (Täuschung) beibringen, die er auch damals zu seinen Trainerzeiten in der Frauennationalmannschaft seinen Spielerinnen beigebracht hatte, den Nachwuchshandballern beibringen. Und sagen wir mal so, nach dem sie diverse Vorübungen absolviert hatten, sah das bei den ein oder anderen gar nicht mal so schlecht aus. Im Zielspiel hätte Dago Leukefeld diese Finten zwar lieber noch etwas häufiger gesehen.
Aber im Großen und Ganzen war er mit den vergangenen Tagen sehr zufrieden. Und er bestätigte uns noch mal, dass er die Entscheidung weg vom Profihandball hin zum Nachwuchshandball in deren Vereine nicht bereut hat. Weil das was man im Kinder-und Jugendbereich zurückbekommt, bekommt man im Profihandball selten bis eigentlich nie zurück, so Leukefeld.
An dieser Stelle soll auch mal ein Dankeschön an Dago Leukefeld gesagt sein. Mit was für einer Hingabe und welcher Leidenschaft er die Kids unterrichtete war einfach bewundernswert. Deshalb noch mal Danke schön dafür. Und am Ende dieses Trainingscamp hörte man die Nachwuchshandballer und Handballerrinnen vom Nordhäuser SV nur eins sagen: Hoffentlich findet das Camp bald wieder statt…weil dass hat so ein spaß gemacht!
Christoph Keil
Autor: nnzMartina Knytlova, sie spielt in der Deutschen Nationalmannschaft und ist eine der weltbesten Rechtsaußen, so Leukefeld. Er unterrichtete die 32 Kinder vom Nordhäuser SV im Alter von 11 bis 16 Jahren. In diesem Trainingscamp, bei dem sie sechs Trainingseinheiten absolvierten, war den Nachwuchshandballern der Spaß am Sport anzusehen.
Die Handballerinnen und Handballer hatten sich sehr auf diesen hohen Besuch gefreut. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Am Montagmorgen um 9:00 Uhr ging es für die Kids des Nordhäuser SV mit einer kleinen Überraschung los. Sie bekamen das versprochene T-Shirt ausgehändigt, womit sie so früh noch nicht gerechnet hatten.
Mit den neuen T-Shirts und voller Vorfreude, dass man endlich los legen könne, ging es dann endlich los. In den ersten 15 Minuten ließ Dago Leukefeld die Nachwuchshandballer sich erstmal austoben. In einem von ihn und den Kindern erstellten Parkour, wollte er sehen was, sie koordinativ am Ball aber auch akrobatisch auf Matten, mit Medizinbällen und am Trampolin schon können. Und das was er da sah, hat im schon recht gut gefallen.
Mit diesen ersten Eindrücken ging es dann weiter zu einer von Dago Leukefeld höchstpersönlich entwickelten neuen Trainingsmethode, die er zum ersten mal überhaupt präsentierte. Die Kids benötigten dafür eine Flasche und einen Ball. Womit sie durch diverse Übungen ihr Ballgefühl verbessern sollten. Und was man sah, war einerseits sehr lustig anzuschauen, es hatte aber auch alles einen klaren Hintergedanken. Es bringt nichts, 5.000 Volt in jedem Oberarm zu haben, wenn die Glühbirne im Kopf nicht angeht, so Leukefeld.
Damit wollte er den Kids vermitteln, dass man nicht nur aus der Distanz, mit Kraft, aufs Tor werfen soll. Man braucht auch viel Ballgefühl bzw. Kontrolle, um seinen Gegner auch anderweitig auszuspielen zu können. Und dafür waren seine Flaschenspiele perfekt geeignet. Somit war die erste Trainingseinheit auch schon geschafft.
Nach 20 Minuten Pause ging es dann weiter. Nachdem Dago Leukefeld seine ersten Eindrücke den Kids geschildert hatte, die äußerst positiv ausfielen, ging es dann endlich ans lang erwartet Tore werfen. Aus allen möglichen Spielsituationen ließ er die Nachwuchshandballer werfen. Und als er sich das ganze Prozedere eine halbe Stunde ansah, Tipps aber auch Tricks verteilte, wurden die Campteilnehmer in vier Gruppen eingeteilt, wo sie sich in einem kleinen Spaßturnieren beweisen mussten. Wobei nicht der Sieger im Vordergrund stand, sondern der Spaß am Sport und den hatten die Nordhäuser reichlich. Dann hieß es 13 Uhr und mit den neuen Eindrücken ging es in den verdienten Feierabend.
Vor zwei Jahren war das Camp schon einmal in Nordhausen. Ich bin sehr überrascht über den Fortschritt den die Nachwuchshandballer vom Nordhäuser SV gemacht haben, sagte Leukefeld. Und wie das in allen Lebenssituationen so ist, mus man das Erlernte erstmal festigen. So ging es mit koordinativen Übungen wie am Vortag ob mit Ball, mit Flasche oder auch ohne diesen diversen Gegenständen weiter. Und eins sei gesagt, man erkannte einen klaren Fortschritt zum Vorherigen Tag. Nach der Pause ging es mit Wurf-und anderweitigen Übungen weiter.
Nachdem sie das auch geschafft hatten wollte Dago Leukefeld die Kids noch mal spielen sehen und dann hieß es schon wieder Feierabend. Mit etwas Muskelkater bei den ein oder anderen begann der letzten Trainingstag.
Für diesen Tag hatte sich Dago Leukefeld was ganz besonderes Überlegt. Er wollte an diesen letzten Tag den Kids die Finte (Täuschung) beibringen, die er auch damals zu seinen Trainerzeiten in der Frauennationalmannschaft seinen Spielerinnen beigebracht hatte, den Nachwuchshandballern beibringen. Und sagen wir mal so, nach dem sie diverse Vorübungen absolviert hatten, sah das bei den ein oder anderen gar nicht mal so schlecht aus. Im Zielspiel hätte Dago Leukefeld diese Finten zwar lieber noch etwas häufiger gesehen.
Aber im Großen und Ganzen war er mit den vergangenen Tagen sehr zufrieden. Und er bestätigte uns noch mal, dass er die Entscheidung weg vom Profihandball hin zum Nachwuchshandball in deren Vereine nicht bereut hat. Weil das was man im Kinder-und Jugendbereich zurückbekommt, bekommt man im Profihandball selten bis eigentlich nie zurück, so Leukefeld.
An dieser Stelle soll auch mal ein Dankeschön an Dago Leukefeld gesagt sein. Mit was für einer Hingabe und welcher Leidenschaft er die Kids unterrichtete war einfach bewundernswert. Deshalb noch mal Danke schön dafür. Und am Ende dieses Trainingscamp hörte man die Nachwuchshandballer und Handballerrinnen vom Nordhäuser SV nur eins sagen: Hoffentlich findet das Camp bald wieder statt…weil dass hat so ein spaß gemacht!
Christoph Keil




















