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Arbeitsplätze im Handwerk

Dienstag, 09. September 2003, 14:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Handwerk hat goldenen Boden! So jedenfalls lautet ein alter Spruch. Doch nach Informationen der nnz teilen sich immer weniger Menschen diesen Boden. Die exakten Zahlen dazu wie immer in Ihrer nnz.


Im ersten Halbjahr 2003 meldeten die selbständigen Handwerksunternehmen in Thüringen 6,8 Prozent weniger Beschäftigte und 0,9 Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung wurde nach wie vor entscheidend durch das Bauhandwerk beeinflusst. Von den rückläufigen Beschäftigtenzahlen waren bis auf das Dienstleistungsgewerbe alle Wirtschaftsbereiche betroffen. Dagegen mussten beim Umsatz ausschließlich die im Baugewerbe tätigen Handwerksunternehmen ein Minus gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 in Kauf nehmen.

Der Umsatz der selbständigen Handwerksunternehmen in Thüringen sank im ersten Halbjahr 2003 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im gleichen Zeitraum um 6,8 Prozent zurück.

Die Entwicklung wird nach wie vor wesentlich durch das Bauhandwerk beeinflusst. Dort setzte sich der bereits in den letzten Jahren zu verzeichnende Rückgang auch im ersten Halbjahr 2003 weiter fort. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gingen hier 12,5 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Von den beschäftigtenstarken Gewerben waren vor allem die Maurer, Betonbauer und Straßenbauer (- 13,6 Prozent) sowie die Klempner, Installateure und Heizungsbauer (- 13,3 Prozent) davon betroffen.

Einen weiteren Stellenabbau gab es auch in den Handwerksunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe (- 3,8 Prozent) und im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern (- 1,1 Prozent). Lediglich die im Dienstleistungsgewerbe tätigen Handwerksunternehmen meldeten Neueinstellungen (+ 1,9 Prozent). Erste Anzeichen einer Trendwende im Thüringer Handwerk zeigen sich dagegen bei der Umsatzentwicklung. Hier musste ausschließlich das Bauhandwerk mit einem Rückgang von 8,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 Einbußen hinnehmen.

Ein Umsatzplus registrierten die im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern (+ 5,1 Prozent), im Verarbeitenden Gewerbe (+ 2,6 Prozent) sowie im Dienstleistungsgewerbe (+ 2,2 Prozent) tätigen Handwerker.
Autor: nnz

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