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Industrie ist Motor - Bauwirtschaft im Stimmungstief

Donnerstag, 22. Februar 2001, 18:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturanalyse der IHK Erfurt für den Zeitraum September bis Dezember 2000 signalisieren ein überwiegend gutes Geschäftsklima. Der Konjunkturklimaindex, der sowohl die aktuelle Geschäftslage der Firmen als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, erreichte 138 von 200 möglichen Prozentpunkten und stieg damit zur vorhergehenden Befragung um zwei Punkte. Immerhin 73 Prozent der befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen berichten von einer guten bis zufriedenstellenden wirtschaftlichen Situation. Bei 27 Prozent der Befragten laufen die Geschäfte schlecht. Motor der konjunkturellen Entwicklung bleibt die Industrie. Die Bauwirtschaft befindet sich nach wie vor in einem Stimmungstief.
Bei den Beschäftigungsplänen zeichnet sich in Nordthüringen keine grundlegende Wende ab. Dem Positivtrend bei zusätzlichen Einstellungen in der Industrie steht ein Arbeitskräfteabbau in anderen Bereichen entgegen. So wird im Landkreis Nordhausen die Zahl der Beschäftigten in 12 Prozent der befragten Unternehmen steigen, bei 73 Prozent gleich bleiben und bei 15 Prozent fallen. Trotz der optimistischen Grundtendenz sehen die Nordthüringer Unternehmer aber auch Risiken. So zeichnet sich nach Teilfortschritten in der Steuerpolitik nunmehr ein wirtschaftsfeindlicher Regierungskurs ab.
Die Änderungen bei befristeten Arbeitsverhältnissen, Teilzeitarbeit und betrieblicher Mitbestimmung bedeuten eine schärfere Regulierung von Arbeitsmarkt und Arbeitsbeziehungen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was die Unternehmer seit Jahren anmahnen, so die IHK.
Autor: nnz

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