nnz-online

Von Annäherungen und Vorgaben

Montag, 08. September 2003, 13:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Die schlechte Nachricht aus der Nobas: An den Vorgaben der Unternehmensleitung hat sich nicht verändert. Die gute Nachricht: Es wird weiter verhandelt. Mehr Infos dazu mit einem Klick...


Auch nach dem Gespräch am Freitag sind die Fronten in der HBM Nobas nicht aufgeweicht. Der Betriebsrat des Nordhäuser Unternehmens hat nicht viel Neues entdeckt in dem Konzept, welches ihm Betriebsleitung und Unternehmensberater da auf den Tisch legten. Doch die Karre ist noch nicht ganz in den Dreck gefahren. Wie Betriebsratschef Eberhard Klaus der nnz sagte, soll noch in dieser Woche weiter verhandelt werden. Auch werde man versuchen, in diesen Gespräche aufeinander zuzugehen, vielleicht sich anzunähern. Klaus machte aber auch das Ziel dieser Verhandlungen klar: Der Erhalt der Betriebsstätte mit möglichst vielen Beschäftigten.

Knackpunkte seien bisher die geforderten massiven Lohn- und Gehaltseinbußen und die Überleitung von 35 bis 40 Mitarbeitern in andere Firmen der Papenburg AG. „Arbeitsplatzangebote sind schon in Ordnung, doch die Kette über Aufhebungsvertrag, Umschulung und Neueinstellung sei der Knackpunkt“, so der Betriebsrat. Werden sich vor allem die arbeitsrechtlichen Bedingungen nach einer Überleitung schlechter darstellen als zuvor? Fakt ist, mit der Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag geben die Mitarbeiter ihre Arbeitnehmerrechte aus der Hand. Bislang hätte sich nur eine Minderheit der betroffenen Beschäftigten mit dieser „Überleitungsvariante“ angefreundet. Zwar hatte Nobas-Geschäftsführer Aribert Kupsch gegenüber nnz angedeutet, dass die Konditionen in den anderen Jobs nicht schlechter seien als bisher, doch eine konkrete Zusage dafür gab es bislang nicht, so Eberhard Klaus.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de