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Was kostet ein Tag?

Montag, 17. Oktober 2011, 18:12 Uhr
Aufenthalte in einem Thüringer Krankenhaus werden immer teurer. Das haben die Statistiker dieses Freistaates ermittelt und wir wollen Ihnen diese stattliche Summe nicht vorenthalten...


Im Jahr 2010 fielen in den Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von 2,2 Milliarden Euro an. Damit stiegen die Gesamtkosten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem Jahr zuvor um 90,1 Millionen Euro bzw. 4,3 Prozent.

Fast zwei Drittel der Gesamtkosten (1,3 Milliarden Euro bzw. 61,1 Prozent) waren, wie bereits im Jahr zuvor, Personalkosten. Im Jahr 2010 wurde fast ein Drittel der Personalkosten (418 Millionen Euro bzw. 31,3 Prozent) für den ärztlichen Dienst verausgabt, 415 Millionen Euro bzw. 31,1 Prozent für den Pflegedienst, 193 Millionen Euro (14,4 Prozent) für den medizinisch-technischen Dienst und 129 Millionen Euro (9,6 Prozent) für den Funktionsdienst.

Mit 817 Millionen Euro entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (37,3 Prozent) im Jahr 2010 auf die Sachkosten. Gegenüber dem Jahr zuvor erhöhten sich diese um 27 Millionen Euro bzw. 3,4 Prozent.

Von den Sachkosten entfielen im vergangenen Jahr rund die Hälfte (414 Millionen Euro bzw. 50,7 Prozent) auf den medizinischen Bedarf, wie z.B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Laborbedarf und Implantate.

Werden die Gesamtkosten bereinigt um Bestandteile, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z.B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre, so erhält man die pflegesatzfähigen Kosten. Diese können wiederum auf die aufgestellten Betten, Behandlungsfälle und auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen werden. Im Jahr 2010 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 2,0 Milliarden Euro. Somit stiegen sie gegenüber dem Jahr zuvor um 4,1 Prozent (2009: 1,9 Milliarden Euro).

Auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2010 bei 442 Euro. Das waren 23 Euro mehr als im Jahr 2009. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behandelten Patienten von 8,0 Tagen (2009: 8,2 Tage) ergaben sich rein rechnerisch Kosten in Höhe von 3 557 Euro (2009: 3 423 Euro) pro Behandlungsfall.
Autor: nnz

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