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Aus in der zweiten Runde

Sonntag, 16. Oktober 2011, 07:48 Uhr
Die Pokal Reise führte für die Nordhäuser Handballer des NSV in den Saale-Orla-Kreis, zu der TSV 1898 Oppurg, wo sie die zweite Runde um den Thüringen Pokal ausspielten. Eigentlich war vor dem Spiel die Favoritenrolle ganz klar geklärt. Die lag nämlich auf der Seite des Nordhäuser SV...


Bis zu diesem Zeitpunkt konnte aber noch keiner ahnen, dass Trainer Andreas Meyer seine Jungs dieses Wochenende schonen würde. Mit den Gedanken, dass sie endlich ihre Verletzungen auskurieren sollten, um am 29. Oktober Zuhause gegen Eisenach wieder ihre gewohnte Leistung auf das Parkett bringen zu können. Die sie gegen so eine Top Mannschaft wie Eisenach auch brauchen werden.

Und so fuhr die Zweite Männer-Mannschafft des Nordhäuser SV zu diesem Pokalspiel. Und somit änderte sich auch die Favoritenrolle. Die wanderte auf die Seite der Oppurger. Die zweite Männer durfte nicht auch noch im Pokal als „extra“ Mannschafft antreten, da es eine neue Regel für die Pokal Austragung gib. Und diese lautet: “Das nur eine Mannschafft pro Verein im Pokal antreten darf“.

Und so traten die NSV Männer unter Trainer und Spieler Martin Pooch am Samstagnachmittag auf dem Parkett in Pößneck an. Eines sei vorweg gesagt, es wurde ein Match mit vielen Toren. Die Partie begann sehr Ausgeglichen zu mindestens in den ersten 8 Minuten. Es ging immer hin und her, mal gingen die Gastgeber in Führung wiederrum glichen die Nordhäuser aus. Aber dann setzten sich die Oppurger nach 15 Minuten mit 9:4 ab. Die Nordhäuser ließen sich aber nicht unterkriegen und kämpften sich nach 25 Minuten wieder auf zwei Toren heran, zum Zwischenstand von 14:12 für die Oppurger. Fünf Minuten später erklang der Halbzeitpfiff und mit einem 15:17 Rückstand ging es für die Nordhäuser in die Kabine.

Die Nordhäuser versuchten vor allen über den Rückraum die Oppurger förmlich „kaputt zu schießen“. Aber das Ziel wurde sehr oft verfehlt, so musste die Wand hinter dem Tor vollen Stand liefern, weil diese sehr viel missglückte Bälle abbekam. Auch Martin Stritzel, der als einziger aus der ersten Männer Mannschaft aushalf, konnte diese Niederlage nicht Verhindern. Obwohl er mit seinen sechs Treffern bester Torschütze auf Nordhäuser Seite wurde.

Mit neuem Mut getankt und mit den Willen das Spiel noch mal kippen zu können, gingen die hoch motivierten Nordhäuser in die zweite Halbzeit. Dann ging es für die Nordhäuser aber ganz schwarz zu. Zehn Angriffe in Folge warfen sie kein Tor mehr. Diese Nachlässigkeit wurde richtig hart bestraft. Die Oppurger zogen mit 28:16 weg. Dann ließen sich die Nordhäuser hängen, denn die Oppurger konterten den Nordhäuser SV förmlich aus. Ab und zu gelang den Nordhäusern mal ein Tor, aber darauf Antworteten die Gäste nur mit Kontern. So ging es bis zum Abpfiff weiter.

Die Nordhäuser mussten sich mit einer 41:22 Niederlage aus dem Pokal verabschieden. Durch die mangelnde Chancenverwertung, aber auch die vernachlässigte Abwehrarbeit blieb das Weiterkommen unmöglich. Die Nordhäuser versuchten immer wieder, blind und ohne Vorbereitung aufs Tor zu werfen. Aber auch in der Abwehr wurde nicht so schnell gearbeitet wie gewünscht.

Mit 63 Toren war diese Partie, wie eingangs erwähnt, sehr torreich, aber das hat den Nordhäusern auch nichts genutzt. Sie hatten zwar verdient verloren, trotzdem hatten sie niemals den Spaß am Sport verloren.
Christoph Keil
Autor: nnz

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