nnz-online

OB Rinke: Ein Stück näher

Donnerstag, 04. September 2003, 16:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Rathaus fand am Vormittag ein Gespräch zur HBM Nobas statt. Über Inhalte der Unterredung, zu der die Oberbürgermeisterin eingeladen hatte, erfahren Sie alles mit dem bekannt Klick auf MEHR. Inzwischen gibt es auch eine Reaktion von Wirtschaftsminister Reinholz.


„Das Gespräch heute hat gezeigt: Wenn alle wollen, ist es zu schaffen. Man ist einer guten Lösung wieder näher!“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke nach einem zweistündigen Treffen im Nordhäuser Rathaus zur Zukunft des Nordhäuser Betriebes HBM-NOBAS, einem Unternehmen der Günter Papenburg AG. Vorstandsvorsitzender Günter Papenburg war zum Treffen ins Nordhäuser Rathaus gekommen, an dem Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse, NOBAS-Geschäftsführer Aribert Kupsch, Betriebsratsvorsitzender Eberhard Klaus, ein Unternehmensberater und ein Vertreter des DGB teilgenommen haben. „Das Gespräch ist angenehmer Atmosphäre verlaufen“, sagte Frau Rinke.

Günter Papenburg sei am Fortbestand des Unternehmens interessiert - er suche intensiv nach Lösungsmöglichkeiten und werde deshalb in den nächsten Tagen zur Stabilisierung der Auftragslage Gespräche mit Unternehmensgruppen führen. Der Betriebsrat seinerseits habe Gesprächsbereitschaft mit Blick auf Einschnitte für die Beschäftigten gezeigt; wichtig sei weiterhin gewesen, dass die Gewerkschaft signalisiert habe, dass es noch Handlungsspielräume und Gesprächsbereitschaft gebe, sagte Frau Rinke. „Der Wille aller Akteure ist da – das ist das Entscheidende.“

Klar sei, dass ein Sanierungskonzept nötig sei - „nicht irgendwann, sondern jetzt. Und alle müssen ihren Teil zur Sanierung beitragen.“ Bis Mitte September müssten sich alle Seiten angenähert haben. „Die nächsten Tage werden allen viel Kraft kosten, es folgt eine harte Sanierungsphase, dann kann das Unternehmen aber auch wieder Fuß fassen“, sagte die Oberbürgermeisterin. Die Stadt ihrerseits werde sich beim Thüringer Wirtschaftsministerium für die Genehmigung eines NOBAS-Förderantrages für Forschungs- und Entwicklungsgelder einsetzen und die Erneuerung der Infrastruktur auf und zum Betriebsgelände in der Rothenburgstraße voran bringen.

Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz bedauert die aktuelle Entwicklung in der Nobas. Er fordert jedoch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auf, alle Möglichkeiten zur Weiterfügung des Unternehmen auszuschöpfen. Eine Stilllegung sei immer die allerletzte Möglichkeit, so Reinholz. Sein Ministerium habe der Nobas immer zu Gesprächen zur Verfügung gestanden, deshalb sei man von der aktuellen Entwicklung "einigermaßen überrascht worden", so Reinholz. Sein Ministerium sei weiter bereit, nach Lösungen oder Kooperationspartner mit zu suchen.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de