Kleiner Petersburger Dialog
Donnerstag, 13. Oktober 2011, 16:19 Uhr
Der Petersburger Dialog ist schon eine Polit-Großaktion für sich. Eine etwas bescheidenere Variante wurde jetzt im Landkreis Nordhausen gepflegt.
Eine Delegation aus dem Bildungsministerium in St. Petersburg besuchte heute das Landratsamt Nordhausen, um einen Einblick in die Strukturen der Verwaltung zu gewinnen. Auf Initiative des JugendSozialwerks Nordhausen e.V. ist dieser Fachkräfteaustausch zwischen Nordhausen und der russisches Metropole entstanden. Beteiligt daran ist auch der Fachbereich Jugend und Soziales des Landkreises Nordhausen und hier insbesondere der Soziale Dienst, der heute seine Arbeit vorstellte.
Landrat Joachim Claus (CDU) , Fachbereichleiterin Christine Wagner und Elke Schnabel, Leiterin des Soziales Diensts, begrüßten die Gäste im Landratsamt und stellten die Region kurz vor. Das Leitthema des Fachkräfteaustauschs insgesamt ist die Drogenprävention und weitere vorbeugende Ansätze in der Jugendarbeit. Der intensive Kontakt zueinander ist vor zwei Jahren entstanden, blickte Elke Schurig vom JugendSozialwerk zurück.
Die Kollegen aus Russland suchten nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern nach viel versprechenden Ansätzen. Da die Herangehensweisen in Deutschland und Russland ähnlich seien, sei hier die Zusammenarbeit besonders fruchtbar, so Elke Schurig. Die Kooperation ist so wichtig, weil beide Seiten davon profitieren. Wir haben in den letzten zwei Jahren viele Erfahrungen sammeln können, die uns auch dabei geholfen haben, Probleme in Russland zu lösen, beispielsweise im Bereich Sucht und Abhängigkeit, beschrieb Tatjana Polner vom Bildungsministerium in St. Petersburg.
Die Strukturen in der Jugendhilfe im Landkreis waren ein wesentliches Thema bei den Gesprächen im Landratsamt, die eine Dolmetscherin begleitete. Außerdem lernten die russischen Fachleute bei ihrem jetzigen Besuch bereits das Projekt Klasse2000 kennen, das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. In der Montessori-Schule in Nordhausen erlebten die Gäste das Präventionsprogramm ganz praktisch im Unterricht.
Anschließend erläuterte Thomas Duprée, Geschäftsführer des Trägervereins in Nürnberg, die Hintergründe und Finanzierung des Programms. Klasse2000 stieß auf großes Interesse der Delegation des Bildungsministeriums, die die Ansätze dieses Präventionsprogramms gern aufgreifen möchten. Während ihres einwöchigen Aufenthaltes besuchten die russischen Gäste zudem das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in Erfurt, informierten sich in der Therapeutischen Wohngruppe Osterode über ein Anti-Gewalt-Training und heute Nachmittag in der Tagesgruppe Nordhausen des Verbundes sozialer Einrichtungen.
Morgen fährt die Gruppe nach Dresden und besucht eine Einrichtung für Sprachbehinderte. Der Fachkräfteaustausch soll auch nach diesem Besuch fortgesetzt werden. Der Gegenbesuch der Nordhäuser in St. Petersburg ist schon jetzt geplant.
Autor: nnzEine Delegation aus dem Bildungsministerium in St. Petersburg besuchte heute das Landratsamt Nordhausen, um einen Einblick in die Strukturen der Verwaltung zu gewinnen. Auf Initiative des JugendSozialwerks Nordhausen e.V. ist dieser Fachkräfteaustausch zwischen Nordhausen und der russisches Metropole entstanden. Beteiligt daran ist auch der Fachbereich Jugend und Soziales des Landkreises Nordhausen und hier insbesondere der Soziale Dienst, der heute seine Arbeit vorstellte.
Landrat Joachim Claus (CDU) , Fachbereichleiterin Christine Wagner und Elke Schnabel, Leiterin des Soziales Diensts, begrüßten die Gäste im Landratsamt und stellten die Region kurz vor. Das Leitthema des Fachkräfteaustauschs insgesamt ist die Drogenprävention und weitere vorbeugende Ansätze in der Jugendarbeit. Der intensive Kontakt zueinander ist vor zwei Jahren entstanden, blickte Elke Schurig vom JugendSozialwerk zurück.
Die Kollegen aus Russland suchten nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern nach viel versprechenden Ansätzen. Da die Herangehensweisen in Deutschland und Russland ähnlich seien, sei hier die Zusammenarbeit besonders fruchtbar, so Elke Schurig. Die Kooperation ist so wichtig, weil beide Seiten davon profitieren. Wir haben in den letzten zwei Jahren viele Erfahrungen sammeln können, die uns auch dabei geholfen haben, Probleme in Russland zu lösen, beispielsweise im Bereich Sucht und Abhängigkeit, beschrieb Tatjana Polner vom Bildungsministerium in St. Petersburg.
Die Strukturen in der Jugendhilfe im Landkreis waren ein wesentliches Thema bei den Gesprächen im Landratsamt, die eine Dolmetscherin begleitete. Außerdem lernten die russischen Fachleute bei ihrem jetzigen Besuch bereits das Projekt Klasse2000 kennen, das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. In der Montessori-Schule in Nordhausen erlebten die Gäste das Präventionsprogramm ganz praktisch im Unterricht.
Anschließend erläuterte Thomas Duprée, Geschäftsführer des Trägervereins in Nürnberg, die Hintergründe und Finanzierung des Programms. Klasse2000 stieß auf großes Interesse der Delegation des Bildungsministeriums, die die Ansätze dieses Präventionsprogramms gern aufgreifen möchten. Während ihres einwöchigen Aufenthaltes besuchten die russischen Gäste zudem das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in Erfurt, informierten sich in der Therapeutischen Wohngruppe Osterode über ein Anti-Gewalt-Training und heute Nachmittag in der Tagesgruppe Nordhausen des Verbundes sozialer Einrichtungen.
Morgen fährt die Gruppe nach Dresden und besucht eine Einrichtung für Sprachbehinderte. Der Fachkräfteaustausch soll auch nach diesem Besuch fortgesetzt werden. Der Gegenbesuch der Nordhäuser in St. Petersburg ist schon jetzt geplant.

