Sparpaket Hort?
Donnerstag, 13. Oktober 2011, 07:35 Uhr
Das Grundschulmodellprojekt läuft in Thüringen im kommenden Jahr aus. Deshalb soll es eine Unterschriftensammlung zur gemeinsamen Zukunft von Schule und Hort geben. Anmerkungen dazu in Ihrer nnz von Elke Falley...
Die Thüringer Eltern-, Lehrer- und Schülervertretungen sowie der Trägerkreis für eine bessere Familienpolitik, DIE LINKE, die Grünen und die Piratenpartei rufen zur Unterschrift auf! Zu finden im Internet mit den Stichworten: Grundschulhort, Erklärung, Thüringen. Das Büro von Birgit Keller (DIE LINKE), Barfüßerstr.18 bietet wieder eine Anlaufstelle in Nordhausen zur Abgabe an.
Am 4. November, ab 16.30Uhr wird es in Nordhausen im Promenadeneck Kollwitzstraße durch die Landtagsabgeordnete Michaele Sojka, Bildungspolitikerin der LINKEN, Informationen aus erster Hand dazu geben. Eingeladen sind künftige Betroffene und Umsetzer. Erzieher, Lehrer, Eltern und Politiker sind eingeladen, um das Für und Wider offen zu diskutieren.
Die gemeinsame Erklärung Die Zukunft der Thüringer Grundschulhorte und Grundschulhorte sichern ist ein Kompromissergebnis. Die Initiatoren beraten seit Mitte Juni, als bereits 1333 Horterzieherstellen für 2012 im Haushaltsentwurf unter Vorbehalt gestrichen wurden. Zeitgleich wurden vom Ministerium zwei Studien zum auslaufenden Modellprojekt vorgelegt.
Als die CDU-Landesregierung 2004 die Horte kommunalisieren wollte, löste sie eine Protestwelle aus. Ziel war damals und bleibt es heute, die Zahl der Landesbediensteten zu senken. Mit dem Modellprojekt Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen wurden teilnehmende Kommunen dann personell besser ausgestattet. Für Eltern bedeutete das mehr Angebote und kleinere Gruppen. Der Schulträger bekam inhaltlich Mitspracherecht. Aber die Erzieher hatten nun zwei Arbeitgeber und wurden auch weiter nur mit 50% befristet eingestellt. Das Einkommen liegt damit 400€ unter dem ALG II-Regelbedarf (alleinerziehend mit Kind). Das neue Kitagesetz ab 2010 ließ deshalb viele Erzieher abwandern, mittlerweile ist der Arbeitsmarkt leer gefegt.
Laut Modellvertrag wollte das Land stufenweise die Finanzierung senken. Das tat man nicht, denn die Kommunen sollen es ja unbedingt weiterführen. Diese sind aber durch die Finanzierungsprobleme bei den Kitas vorgewarnt und verlangen Garantien. Eine Fortführung des Modells bedeutet eine lange Übergangszeit mit zwei verschiedenen Dienstherren und Arbeitsverträgen.
Zusammenfassend ist festzustellen:
Autor: nnzDie Thüringer Eltern-, Lehrer- und Schülervertretungen sowie der Trägerkreis für eine bessere Familienpolitik, DIE LINKE, die Grünen und die Piratenpartei rufen zur Unterschrift auf! Zu finden im Internet mit den Stichworten: Grundschulhort, Erklärung, Thüringen. Das Büro von Birgit Keller (DIE LINKE), Barfüßerstr.18 bietet wieder eine Anlaufstelle in Nordhausen zur Abgabe an.
Am 4. November, ab 16.30Uhr wird es in Nordhausen im Promenadeneck Kollwitzstraße durch die Landtagsabgeordnete Michaele Sojka, Bildungspolitikerin der LINKEN, Informationen aus erster Hand dazu geben. Eingeladen sind künftige Betroffene und Umsetzer. Erzieher, Lehrer, Eltern und Politiker sind eingeladen, um das Für und Wider offen zu diskutieren.
Die gemeinsame Erklärung Die Zukunft der Thüringer Grundschulhorte und Grundschulhorte sichern ist ein Kompromissergebnis. Die Initiatoren beraten seit Mitte Juni, als bereits 1333 Horterzieherstellen für 2012 im Haushaltsentwurf unter Vorbehalt gestrichen wurden. Zeitgleich wurden vom Ministerium zwei Studien zum auslaufenden Modellprojekt vorgelegt.
Als die CDU-Landesregierung 2004 die Horte kommunalisieren wollte, löste sie eine Protestwelle aus. Ziel war damals und bleibt es heute, die Zahl der Landesbediensteten zu senken. Mit dem Modellprojekt Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen wurden teilnehmende Kommunen dann personell besser ausgestattet. Für Eltern bedeutete das mehr Angebote und kleinere Gruppen. Der Schulträger bekam inhaltlich Mitspracherecht. Aber die Erzieher hatten nun zwei Arbeitgeber und wurden auch weiter nur mit 50% befristet eingestellt. Das Einkommen liegt damit 400€ unter dem ALG II-Regelbedarf (alleinerziehend mit Kind). Das neue Kitagesetz ab 2010 ließ deshalb viele Erzieher abwandern, mittlerweile ist der Arbeitsmarkt leer gefegt.
Laut Modellvertrag wollte das Land stufenweise die Finanzierung senken. Das tat man nicht, denn die Kommunen sollen es ja unbedingt weiterführen. Diese sind aber durch die Finanzierungsprobleme bei den Kitas vorgewarnt und verlangen Garantien. Eine Fortführung des Modells bedeutet eine lange Übergangszeit mit zwei verschiedenen Dienstherren und Arbeitsverträgen.
Zusammenfassend ist festzustellen:
- Grundschule und Hort gehören zusammen.
- Die Finanzierung vom Land muss gesichert sein. Die Qualität der Erziehungsarbeit hängt nicht von der Kommunalisierung ab.
- Viele Unterschriften zeigen der neuen Landesregierung rechtzeitig, dass um gute Bildung weiter gekämpft wird.
