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Nordhäuser Aar ist zurück

Freitag, 07. Oktober 2011, 11:55 Uhr
Der Nordhäuser Aar ist auf seinen Platz am Brunnen vor dem Nordhäuser Rathaus zurückgekehrt - nach rund einem Monat Abwesenheit. Metallgestalter Lutz-Martin Figulla und Hubert Nebelung vom städtischen Bauhof haben die Vogelfigur jetzt angebracht.

Der Grund war eine Reparatur: Die Vogelplastik hat ihren Ring wieder bekommen, den sie im Schnabel trug. Unbekannte hatten diesen zu Jahresbeginn aus dem Schnabel der Figur herausgebrochen. Zur Reparatur war die Plastik in Figullas Wolkramshäuser Werkstatt.

Nordhäuser Aar (Foto: Patrick Grabe) Nordhäuser Aar (Foto: Patrick Grabe)

Setzen den Nordhäuser Aar an seinen angestammten Platz: Lutz-Martin Figulla (links) und Hubert Nebelung (rechts)

Eine Vor-Ort-Reparatur war nicht möglich: „Der neue Ring musste im Schnabel angeschweißt werden. Das bedeutete eine punktuell extrem starke Erhitzung der Bronze, aus der sowohl Ring als auch Plastik besteht, was im nicht erhitzten Materialteil zu Spannungen und letztlich Rissen geführt hätte. Deshalb mussten größere Teile der Figur insgesamt auf Temperatur gebracht werden, was nur in der Werkstatt möglich war“, erklärte Figulla. Nach der Reparatur habe er den neuen Ring noch „gesäuert, gebeizt und gewachst“.

Die Figur und der Ring im Schnabel des Aar stehen für die Vereinigung der Nordhäuser Alt- und Neustadt im Jahr 1365. Die Original-Holzfigur befindet sich heute im Bürgersaal des Neuen Rathauses. Der “Vogel“ gehört mit dem Nordhäuser Rathaus, dem „Geschütz“, den Wasserkünsten , dem „Schöppemännichen“, der Quelle und dem „Stein“ zu den so genannten „Sieben Wundern“ von Nordhausen, die im 1715 erschienenen Buch „Nordhusa illustris“ erwähnt sind.
Autor: nnz

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